Das Evangelium nach Johannes, Kapitel 8
Jesus und die EhebrecherinEs gibt viele Verfehlungen der Menschen, und alle können in den Sand geschrieben werden. Und, es gibt die Gebote, die ebenfalls in den Sand geschrieben werden können, als Regeln, wie das besser klappt damit im Zusammenleben der Menschen.
Und, es steht uns Menschen nicht zu, über andere zu urteilen...
Trotzdem tun wir es, und auch das ist wiederum eine Vefehlung.
http://www.stern.de/politik/ausland/drohende-steinigung-von-sakineh-mohammadi-e-ashtiani-helft-uns-unsere-mutter-zu-retten-1581101.htmlDrohende Steinigung von Sakineh Mohammadi e Ashtiani: "Helft uns, unsere Mutter zu retten"
Wegen eines angeblichen "Ehebruchs" soll eine Iranerin gesteinigt werden. Ihre Kinder versuchen, das Todesurteil zu verhindern. Am Samstag entscheidet ein Gericht über das letzte Gnadengesuch. Von Manuela Pfohl
Jeder kann das Foto im Internet sehen: Ein schmales Gesicht, eingerahmt vom schwarzen Tuch eines Schleiers. Sakineh Mohammadi e Ashtiani. Iranerin, 43 Jahre alt, Mutter von Farideh und Sajjad. Vor ein paar Tagen haben ihre Tochter und ihr Sohn einen Brief zum Foto gestellt. Es ist ein verzweifelter Hilfeschrei. Denn Farideh und Sajjad haben Todesangst um ihre Mutter. Die junge Frau soll sterben, weil ein iranisches Gericht ihr vorwirft, sie habe ein "unerlaubtes Verhältnis" zu einem fremden Mann gehabt.
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Grüß Gott,
AntwortenLöschenich bin da sehr skeptisch, ob diese Geschichte stimmt, denn im Iran gibt es legal keine Steinigungen mehr: diese Strafe ist ausgesetzt, schon wegen der praktisch nicht erfüllbaren Voraussetzungen bei den Zeugenaussagen (4 unbescholtene Zeugen müssen unabhängig voneinander aussagen, den vollzogenen Akt, also die Penetration, beobachtet zu haben).
Da außerdem die Steinigung im Koran nicht erwähnt wird und eine Überlieferung des Propheten Mohammed, s.a.s., in der er angeblich eine Steinigung angeordnet hat, sehr fragwürdig ist - jedenfalls aus shiitischer Sicht, die hier ja entscheidend wäre - gibt es unter den Gelehrten eine große Zahl die das ablehnt.
Falls diese Überlieferung stimmen sollte, betraf es eine jüdische Frau in Medina und die Juden hatten dort das Recht, ihre Gesetze anzuwenden.
Jesus, a.s. hat das dann ja aufgehoben und im Koran kommt es wie gesagt nicht vor.
Leider ist es so, dass wir viele falsche Berichte über den Iran zu lesen bekommen und die Geschichten dann breit aufgegriffen werden, ohne überprüft zu sein.
Es würde mich wie jeden erschüttern, wenn es stimmt, aber ich würde es nicht so unüberprüft stehen lassen. Ich frag mal an ein paar Stellen nach.
Grüße von Meryem
Servus nochmal,
AntwortenLöschenalso zum aktuellen Fall weiß ich noch nichts Bestätigtes, da wir aber in der Korangruppe gerade die Sure "die Frauen" am Wickel haben, bekam ich heute diesen Artikel aus der SZ von 2008 in die Hand:
http://www.sueddeutsche.de/politik/iran-schafft-steinigung-ab-abkehr-von-der-barbarei-1.589715
Der das bestätigt, was ich bereits von anderer Stelle wusste.
Angeblich soll ja die aktuelle Geschichte jetzt abgewendet sein - auf internationalen Druck - ehrlich gesagt macht es das für mich nicht glaubwürdiger - wann hätte der Iran je auf "internationalen Druck" reagiert? Entweder sie stehen zu was oder nicht - da lassen sie sich nicht reinreden.
Aber wie gesagt, die Strafe ist gar nicht mehr vorgesehen.
Irananders schreibt gerade heute über die Vorgehensweise von Amnesty International, die ja in Sachen Iran auch fragwürdige Informanten haben: http://www.irananders.de/home/news/article/204.html
Grüße von Meryem
Danke liebe Meryem für Deine Arbeit. Ich freue mich sehr, dass Du meinen Artikel ergänzt hast. Gruss und Dank von Inge
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