Toleranz ist gelebte Kultur
Geschrieben von Ines
Die Trennung zwischen Staat und Kirche - sprich die Säkularisierung - ist weltweit vorangegangen. In Deutschland streiten sich Gelehrten wie Möchtegerngelehrten über diesen Fakt.
Toleranz ist gelebte Kultur
Angekommen im 21. Jahrhundert verwundert es den unbedarften Bürger sehr, wie zurzeit darüber gestritten wird, welche Weltreligion diesem Land zu Eigen ist. Ist es nicht ausreichend, dass jeder die Möglichkeit der freien Religionsausübung hat? Toleranz plus Akzeptanz dem Andersdenkenden und –gläubigen gegenüber deckt die Wertediskussion ab. Eine strikte Trennung zwischen Staat und Kirche hälfe hier.
Gut, die beiden Kirchen von Katholen und Protestanten wären empört, keine Steuern mehr zugunsten Ihrer Amtskirche zu empfangen ebenso keinen Religionsunterricht mehr an den Schulen lehren zu dürfen.
Seit langem fragen sich viele Menschen, warum Religion per se in der Schule benotet wird. Religion schließt Glauben ein. Glaube ist aber nicht bewertbar. Glaube an sich sollte zur freien Entfaltung der Persönlichkeit gehören. Die Persönlichkeit ist durch Artikel 1 GG geschützt.
Wie kann es angehen, dass Kinder immer noch im Fach Religion leistungsgerecht beurteilt werden? Es stellt sich die Frage, ob es um besonders schöne Textzitate aus dem Buch der Bücher geht.
Oder handelt es sich um gutes Auswendiglernen von Gebeten, Liedern oder dem Verständnis von uralt Gleichnissen und deren Interpretation?
Die älteren (und jüngeren) unter uns, die die Schule Richtung Leben verlassen haben, erinnern sich bestimmt daran, wie elend langweilig das Fach „Reli“ gewesen ist. Wie Kaugummi dehnte sich solch eine Stunde Glaubenskunde aus. Allerdings diente es, wenn man besonders gut „labern“ konnte dazu, seinen allgemeinen Notendurchschnitt aufzubessern. Außer man stand im Fokus des Vortragenden sprich Religionslehrer. Dann ging die Rechnung Notensteigerung nicht auf. Nach Verlassen der Schule haben die allermeisten Menschen nur noch geringfügig mit dem Thema Kirche zu tun. Allenfalls mit Hilfe der monatlichen Gehaltsabrechnung unter dem Stichwort „Kirchensteuer“ oder dem lästigen Formularkram beim Amtsgericht am Tage des Austritts.
Blickt man in die allwöchentlichen Messen oder Gottesdienste der deutschen Amtskirche empfängt dem Besucher eine gähnende Leere. Außer zum "heiligsten Fest" der westlichen Christenwelt —genannt Weihnachten. Dann gehört der Kirchgang, bevor es an das große „Fressen“ und dem anschließenden Konsumrauschaustausch geht, obligatorisch dazu.
Die bundesrepublikanische Realität lehrt für viele neuerdings, dass andere Kulturen (Religionen) mitten im Kern der Republik angekommen sind. So mancher scheint aufgebracht. Seit den „sarrazinischen Thesen“ kann man/frau sich des Eindrucks nicht erwehren, dass eine größer werdende schweigende Meinungspluralität sich formiert. Fleißigst werden Ansichten wie Vorurteile ausgetauscht, darüber spekuliert, welche Kulturen dieses Land prägten. Es sei an dieser Stelle dahingestellt, welche Auffassung der Einzelne vertritt. Diffamierungen und Ausgrenzungen führen in ein endloses Tal von Hass.
dann überrollt der Abgrund bald einen selber. Bedeutet in dem Fall, dass Ansichten lange genug wiederholend auf unser Bewusstsein einwirken müssen bis sie sich eingraben.
Anstatt nun wahlkampftechnisch einzelne Mitglieder unterschiedlicher Kulturen oder Religionen aufeinander zu hetzen, damit auf Rattenfang für Wählerstimmen zu gehen, hielte sich ein jeder zurück. Ein wichtiger Faktor für ein friedliches Zusammenleben für alle Menschen wäre eine Sicherheit für die Zukunft.
Sicherheit bedeutet für die allermeisten Menschen, Verlässlichkeit einer existenziellen Absicherung sprich Job und Rente, verbürgte Zahlen über Abgaben, Steuern und Preiserhöhungen. Sicherheit und allgemeiner Wohlstand ist jedoch mit diversen Reförmchen abgeschafft worden. Stattdessen taumelt der bundesrepublikanische Bewohner von einer Krise in die nächste. Erst der Schock mit der Hartz IV Gesetzgebung, damit die drohende Absturzangst für jeden abhängig beschäftigten Arbeitnehmer in den sozialen Abgrund.
Am Ende einer langen Kette von Erschütterungen gab es dann die Rettung des weltweit größten Spielcasinos (Banken), verbunden mit der voluminösesten Verschuldung, die unsere Herrschenden jedem Insassen dieser Republik aufs Auge drücken konnte. Bildungsmisere, Lohndumping, Schließung von Betriebsstätten und die Pleitewelle der deutschen Kommunen. Kommunale Einrichtungen wie Kultur (Theater, Oper, Museen etc.) stehen in vielen Städten vor dem Aus, soziale Einrichtungen und Vergünstigungen müssen gestrichen werden. Der einzige Ausweg, den die herrschende Politklasse unisono ausruft ist „Sparen“.
Sparen war lange Zeit in der deutschen Kulturlandschaft ein positiv besetzter Begriff. Es bedeutete, dass die Allgemeinheit am Monatsende über verbliebene Barmittel verfügte. Bei den meisten Haushalten erübrigt sich jener Blick, denn am Ende ist bestenfalls plus/minus Null übrig, vielfach einfach nur ein Loch, welches gefüttert werden müsste, aber nicht kann.
Hinzu kommt derzeit ein Preisschock, der so manchen in die Zeit von 2008 zurück beamt. Preise für Energie und Lebensmittel steigen, steigen….
Selbstredend ist dies nur gefühlt. So manches Krämerseelchen bangt bereits, dass das Jahr 2011 vermeintlich wie das Jahr 2008 endet.
Dabei darf nicht unbeachtet bleiben, dass Väterchen Staat beflissentlich an jeder Preissteigerung mitverdient, also gewiss nicht daran interessiert ist, hier Abhilfe zu schaffen. Die „Gürtel-Enger-Fraktion“ freut sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit diebisch, wie der Bürger mit seinem Mehrwert an Steuern die Schulden tilgt.
Tariferhöhungen sollten dank des „neuen Aufschwungs“ deutlich höher ausfallen. Stattdessen bietet so mancher Daxer (besonders in der Telekommunikationsbranche), obgleich sie fette Gewinne zu verbuchen haben, lächerliche 2 oder 3 Prozent. Diese Tariferhöhungen frisst die gefühlte Inflation gleich wieder auf. Das Wahlversprechen von mehr „netto vom brutto“ kehrt sich mittlerweile in mehr minus vom minus um.
Damit die eigentlichen Themen, die die Menschen tief verunsichern nicht aufs tagesaktuelle Tableau kommen, rettet man sich gekonnt auf die seitliche Arabeske des Förderns von Hass zwischen Kulturen, insbesondere Religionen.
Dabei, und das sei der Autorin an dieser Stelle erlaubt zu konstatieren, schenken sich in manchen Diskussionen alle Seiten nichts. Zum Thema Religionen sei soviel gesagt: Jeder soll die Religion für sich ausleben, die er möchte!
Und zwar im gegenseitigem Respekt.
Jeder soll seine Kirchen, Moscheen, Tempel, Synagogen bauen, wie, wo er oder sie will. Allerdings finanziert von den Menschen, denen es wichtig ist, dass es sichtbare Zeichen ihres Glaubens geben muss und die das Bedürfnis haben, einen Ort der Kontemplation zu brauchen. Dass, was zählen sollte, sind die Toleranz und die Einhaltung der Unversehrtheit der Würde des Menschen. Toleranz lässt sich am besten darin fördern, wenn Menschen glücklich und sicher in eine Zukunft für sich und ihre Nachkommen blicken können.
Die Zukunft ist ein ungewisser Faktor geworden, dafür kann die Majorität der Gesellschaft nichts! Die Verursacher sind andere. Man (frau ebenfalls) verstünde es, wenn Friedrich oder Wullfi sich darüber stritten, dass Casinozocker oder Plagiatoren nicht zur Deutschland gehören.
In diesem Sinne ein dreifaches Bekenntnis zur Toleranz (analog zu dem hier im Rheinland in diesen Tage laut erschallenden, brauchtumsgeschwängerten Alaaf oder Helau)
„Wenn du lange genug in den Abgrund schaust, schaut auch der Abgrund in dich.“
(Friedrich Nietzsche)
(Friedrich Nietzsche)
Die Trennung zwischen Staat und Kirche - sprich die Säkularisierung - ist weltweit vorangegangen. In Deutschland streiten sich Gelehrten wie Möchtegerngelehrten über diesen Fakt.
Toleranz ist gelebte Kultur
Angekommen im 21. Jahrhundert verwundert es den unbedarften Bürger sehr, wie zurzeit darüber gestritten wird, welche Weltreligion diesem Land zu Eigen ist. Ist es nicht ausreichend, dass jeder die Möglichkeit der freien Religionsausübung hat? Toleranz plus Akzeptanz dem Andersdenkenden und –gläubigen gegenüber deckt die Wertediskussion ab. Eine strikte Trennung zwischen Staat und Kirche hälfe hier.
Gut, die beiden Kirchen von Katholen und Protestanten wären empört, keine Steuern mehr zugunsten Ihrer Amtskirche zu empfangen ebenso keinen Religionsunterricht mehr an den Schulen lehren zu dürfen.
Seit langem fragen sich viele Menschen, warum Religion per se in der Schule benotet wird. Religion schließt Glauben ein. Glaube ist aber nicht bewertbar. Glaube an sich sollte zur freien Entfaltung der Persönlichkeit gehören. Die Persönlichkeit ist durch Artikel 1 GG geschützt.
(Satz 1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt).
Wie kann es angehen, dass Kinder immer noch im Fach Religion leistungsgerecht beurteilt werden? Es stellt sich die Frage, ob es um besonders schöne Textzitate aus dem Buch der Bücher geht.
Oder handelt es sich um gutes Auswendiglernen von Gebeten, Liedern oder dem Verständnis von uralt Gleichnissen und deren Interpretation?
Die älteren (und jüngeren) unter uns, die die Schule Richtung Leben verlassen haben, erinnern sich bestimmt daran, wie elend langweilig das Fach „Reli“ gewesen ist. Wie Kaugummi dehnte sich solch eine Stunde Glaubenskunde aus. Allerdings diente es, wenn man besonders gut „labern“ konnte dazu, seinen allgemeinen Notendurchschnitt aufzubessern. Außer man stand im Fokus des Vortragenden sprich Religionslehrer. Dann ging die Rechnung Notensteigerung nicht auf. Nach Verlassen der Schule haben die allermeisten Menschen nur noch geringfügig mit dem Thema Kirche zu tun. Allenfalls mit Hilfe der monatlichen Gehaltsabrechnung unter dem Stichwort „Kirchensteuer“ oder dem lästigen Formularkram beim Amtsgericht am Tage des Austritts.
Blickt man in die allwöchentlichen Messen oder Gottesdienste der deutschen Amtskirche empfängt dem Besucher eine gähnende Leere. Außer zum "heiligsten Fest" der westlichen Christenwelt —genannt Weihnachten. Dann gehört der Kirchgang, bevor es an das große „Fressen“ und dem anschließenden Konsumrauschaustausch geht, obligatorisch dazu.
Die bundesrepublikanische Realität lehrt für viele neuerdings, dass andere Kulturen (Religionen) mitten im Kern der Republik angekommen sind. So mancher scheint aufgebracht. Seit den „sarrazinischen Thesen“ kann man/frau sich des Eindrucks nicht erwehren, dass eine größer werdende schweigende Meinungspluralität sich formiert. Fleißigst werden Ansichten wie Vorurteile ausgetauscht, darüber spekuliert, welche Kulturen dieses Land prägten. Es sei an dieser Stelle dahingestellt, welche Auffassung der Einzelne vertritt. Diffamierungen und Ausgrenzungen führen in ein endloses Tal von Hass.
"Wenn man lange genug in einen Abgrund schaut,"
dann überrollt der Abgrund bald einen selber. Bedeutet in dem Fall, dass Ansichten lange genug wiederholend auf unser Bewusstsein einwirken müssen bis sie sich eingraben.
Anstatt nun wahlkampftechnisch einzelne Mitglieder unterschiedlicher Kulturen oder Religionen aufeinander zu hetzen, damit auf Rattenfang für Wählerstimmen zu gehen, hielte sich ein jeder zurück. Ein wichtiger Faktor für ein friedliches Zusammenleben für alle Menschen wäre eine Sicherheit für die Zukunft.
Sicherheit bedeutet für die allermeisten Menschen, Verlässlichkeit einer existenziellen Absicherung sprich Job und Rente, verbürgte Zahlen über Abgaben, Steuern und Preiserhöhungen. Sicherheit und allgemeiner Wohlstand ist jedoch mit diversen Reförmchen abgeschafft worden. Stattdessen taumelt der bundesrepublikanische Bewohner von einer Krise in die nächste. Erst der Schock mit der Hartz IV Gesetzgebung, damit die drohende Absturzangst für jeden abhängig beschäftigten Arbeitnehmer in den sozialen Abgrund.
Am Ende einer langen Kette von Erschütterungen gab es dann die Rettung des weltweit größten Spielcasinos (Banken), verbunden mit der voluminösesten Verschuldung, die unsere Herrschenden jedem Insassen dieser Republik aufs Auge drücken konnte. Bildungsmisere, Lohndumping, Schließung von Betriebsstätten und die Pleitewelle der deutschen Kommunen. Kommunale Einrichtungen wie Kultur (Theater, Oper, Museen etc.) stehen in vielen Städten vor dem Aus, soziale Einrichtungen und Vergünstigungen müssen gestrichen werden. Der einzige Ausweg, den die herrschende Politklasse unisono ausruft ist „Sparen“.
Sparen war lange Zeit in der deutschen Kulturlandschaft ein positiv besetzter Begriff. Es bedeutete, dass die Allgemeinheit am Monatsende über verbliebene Barmittel verfügte. Bei den meisten Haushalten erübrigt sich jener Blick, denn am Ende ist bestenfalls plus/minus Null übrig, vielfach einfach nur ein Loch, welches gefüttert werden müsste, aber nicht kann.
Hinzu kommt derzeit ein Preisschock, der so manchen in die Zeit von 2008 zurück beamt. Preise für Energie und Lebensmittel steigen, steigen….
Selbstredend ist dies nur gefühlt. So manches Krämerseelchen bangt bereits, dass das Jahr 2011 vermeintlich wie das Jahr 2008 endet.
Dabei darf nicht unbeachtet bleiben, dass Väterchen Staat beflissentlich an jeder Preissteigerung mitverdient, also gewiss nicht daran interessiert ist, hier Abhilfe zu schaffen. Die „Gürtel-Enger-Fraktion“ freut sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit diebisch, wie der Bürger mit seinem Mehrwert an Steuern die Schulden tilgt.
Tariferhöhungen sollten dank des „neuen Aufschwungs“ deutlich höher ausfallen. Stattdessen bietet so mancher Daxer (besonders in der Telekommunikationsbranche), obgleich sie fette Gewinne zu verbuchen haben, lächerliche 2 oder 3 Prozent. Diese Tariferhöhungen frisst die gefühlte Inflation gleich wieder auf. Das Wahlversprechen von mehr „netto vom brutto“ kehrt sich mittlerweile in mehr minus vom minus um.
Damit die eigentlichen Themen, die die Menschen tief verunsichern nicht aufs tagesaktuelle Tableau kommen, rettet man sich gekonnt auf die seitliche Arabeske des Förderns von Hass zwischen Kulturen, insbesondere Religionen.
Dabei, und das sei der Autorin an dieser Stelle erlaubt zu konstatieren, schenken sich in manchen Diskussionen alle Seiten nichts. Zum Thema Religionen sei soviel gesagt: Jeder soll die Religion für sich ausleben, die er möchte!
Und zwar im gegenseitigem Respekt.
Jeder soll seine Kirchen, Moscheen, Tempel, Synagogen bauen, wie, wo er oder sie will. Allerdings finanziert von den Menschen, denen es wichtig ist, dass es sichtbare Zeichen ihres Glaubens geben muss und die das Bedürfnis haben, einen Ort der Kontemplation zu brauchen. Dass, was zählen sollte, sind die Toleranz und die Einhaltung der Unversehrtheit der Würde des Menschen. Toleranz lässt sich am besten darin fördern, wenn Menschen glücklich und sicher in eine Zukunft für sich und ihre Nachkommen blicken können.
Die Zukunft ist ein ungewisser Faktor geworden, dafür kann die Majorität der Gesellschaft nichts! Die Verursacher sind andere. Man (frau ebenfalls) verstünde es, wenn Friedrich oder Wullfi sich darüber stritten, dass Casinozocker oder Plagiatoren nicht zur Deutschland gehören.
In diesem Sinne ein dreifaches Bekenntnis zur Toleranz (analog zu dem hier im Rheinland in diesen Tage laut erschallenden, brauchtumsgeschwängerten Alaaf oder Helau)
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