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Merkel: Erst die AKW-Betreiber fragen
Von Klaus Wallmann sen. | 14. März 2011Das Moratorium bedeutet ein Aussetzen der von Schwarz-Gelb selbst beschlossenen Verlängerung der Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke für drei Monate. Das Frau Merkel die Meinung vertritt, daß es für die Aussetzung eines Gesetzes keines Änderungsgesetzes bedarf, das der Bundestag beschließen müßte, liefert bereits ein Indiz für den Charakter dieses Moratoriums.
Noch interessanter war jedoch die Antwort Merkels auf die Frage eines Journalisten. Vor dem Hintergrund der Tatsache, daß Biblis A in Hessen und Neckarwestheim 1 in Baden-Württemberg ohne Laufzeitverlängerung bereits abgeschalten worden wären, fragte er, ob diese AKW ab Beginn des Moratoriums – also ab heute – nicht sofort abgeschalten werden müssten. Zu meinem Erstaunen bejahte sie diese Frage, um nach einer kurzen Schrecksekunde hinzuzufügen: Nachdem man mit den AKW-Betreibern gesprochen habe.
Deutlicher konnte die Kanzlerin gar nicht darlegen, von wessen Gnaden sie Kanzlerin ist. Erst muß sie die tatsächlich Herrschenden fragen, ehe sie etwas beschließen kann. Wenn sie und ihr Papagei also ständig den “Grundsatz: Im Zweifel für die Sicherheit” wie eine Monstranz vor sich hertragen, so ist damit wohl vor allem die Sicherheit der Profite ihrer Auftraggeber gemeint.
Klaus Wallmann sen.

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