http://heut-schon-gedacht.blogspot.com/2011/03/ist-sie-wirklich-physikerin.html
st sie wirklich Physikerin?
Ich frage mich, ob uns Merkelsche wirklich Physik studiert hat. Auch in der DDR gab es undurchsichtige Promotionen, wenn sie politisch gewollt waren.
Als Physikerin, die sie sein will, legt sie unser Leben in Gottes Hand. "Jawohl wir wissen, dass wir auch ein Stück weit in Gottes Hand sind," so formulierte sie. Eine Physikerin!
Es wird getönt, dass so etwas, wie in Japan bei uns niemals passieren könne. Ich habe das gestern das 1. Mal von einem METEOROLOGEN (!!!) gehört. Es war mir neu, dass Wetterfrösche auch Geologen und Erdbebenexperten sein sollen. Nungut, wenn Wetterfrösche meinen, dass sie Klimaexperten sind, dann sind sie vielleicht auch Physiker, Vulkanologen und ... und ... und ...
Nungut, vielleicht wird es in Deutschland kein Erdbeben Stärke 8 und höher geben. Das mag sein, obwohl man das nie 100% wissen kann. Aber es kann durchaus auch irgenwann mal ein Erdbeben Stärke 7 geben.
Ich habe vor Jahren gehört - heutzutage hört man nichts mehr darüber -, dass es im Kölner Raum durchaus mal ein verheerendes Erdbeben geben kann, in dem die Bruchzone (wenn ich das richtig im Gedächtnis habe) einfach absackt. Ich weiß jetzt nicht mehr von welcher Stärke die Wissenschaftler sprachen, aber es war höher als 7.
Unsere Atomkraftwerke sind auf eine Erdbebenstufe 6 ausgelegt. 6 ist nicht viel. Sicherlich kann man Deutschland nicht mit Japan vergleichen, wo es täglich irgendwo bebt. Nur, es muss ja nicht täglich beben. Ein Beben reicht! Ein Beben mit über 7. Was wird dann mit unseren Atomkraftwerken? Und wenn der Strom dann ausfällt, was sehr wahrscheinlich ist? Und wenn die Notfallaggregate auch beschädigt sind? Was dann?
Sicherlich ist das ein Fall, dessen Wahrscheinlichkeit minderer Art ist. Aber es gibt auch Menschen, die im Lotto einen Sechser mit Superzahl haben und die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering. Dieses Beispiel sollte uns lehren, dass Wahrscheinlichkeiten irrelevant sind, weil sie uns in Sicherheit wiegen sollen. Wenn der Gewinn kommt, kommt er und wenn er noch so unwahrscheinlich ist. Und wenn der Graben bricht, bricht er und wenn die Stärke des Bebens dann noch so unwahrscheinlich ist. Japan dachte auch, dass der jetzt eingetretene Fall äußerst unwahrscheinlich wäre.
Und unsere Physiker hält an einer "Brückentechnologie" fest. Dabei produziert Deutschland mehr Strom, als es verbraucht. Schon solch ein Wort "Brückentechnologie". Was soll das? Wohin führt die Brücke? Ins Nichts? Ins Chaos?
Chaos haben wir ja schon mit der sogenannten Brückentechnologie. Sauber sind ja Atommeiler nicht. Die produzieren munter Abfall, der nirgendwo wirklich sicher gelagert werden kann. Und mit dem Abfall kann - außer Terroristen vielleicht - niemand etwas anfangen. Er strahlt so vor sich hin. Die Fässer, wo er drinnen steckt, verrotten langsam ...
Und unsere Physikerin? Der sind doch die Menschen in Gorleben egal. Der sind auch die Menschen rund um die deutschen Atommeiler egal. Dort wo die Krebsraten bei Kindern überdurchschnittlich hoch sind. Dort wo die Geschlechteraufteilung bei Geburten sich signifikant verändert hat.
Wenn sie wirklich so eine gute Physikerin wäre und eine verantwortungsvolle dazu ... Na, ich muss das nicht weiter ausführen. Die Geschichte hat genügend Beispiele parat, wo Wissenschaftler ihrer ethischen Verantwortung nicht nachgekommen sind.
Was mich noch anekelt ist die Berichterstattung über die Kritiken an den deutschen Atommeilern. Die Demonstranten wurden gestern von n-tv in eine abartige Ecke gedrängt oder Wahlkampf wurde unterstellt. (der bei Manchen vielleicht auch eine Rolle gespielt hat)
Wie kann man nur, wenn in Japan gestorben wird ...
Unsere Westerwelle bügelte die Journalisten ebenso ab, die es wagten nach den deutschen Konsequenzen für die atomare Stromerzeugung zu fragen.
Wie kann man nur, wenn in Japan gestorben wird ...
Ja, man kann. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Gerade weil in Japan die Situation so prekär ist.
Zwischen 140 Tausend und 170 Tausend Menschen werden zur Zeit evakuiert. Für diese Menschen muss die Atomtechnik hinterfragt werden. Hier in Deutschland und überall auf der Welt. Das sind wir diesen Menschen schuldig!
In Japan sind schon mehrere Menschen verstrahlt in Krankenhäuser eingeliefert worden.
Für diese Menschen müssen wir den Finger auf der deutschen Atompolitik halten und uns gegen sie wenden. Genau für diese.
http://www.sprengsatz.de/?p=3625Die So-zu-tun-Politik
Die Atomkatastrophe von Japan wird die Welt verändern, auch die kleine deutsche Welt. Sie ist eine Erschütterung des kollektiven Weltbewusstseins. Es wird künftig eine Zeit vor Fukushima geben und eine Zeit danach.
Der Super-GAU in Japan wird auch zum GAU für die deutsche Atompolitik werden und die politischen Kräfte, die sie tragen. Das hat auch die Kanzlerin gemerkt. Deshalb der rasche “Krisengipfel” im Kanzleramt. Ihr geht es jetzt darum, den Menschen das Gefühl zu geben, dass die Politik senbsibel und schnell reagiert und handelt. Betonung auf “das Gefühl zu geben”. Jetzt ist wieder die hohe Zeit der So-zu-tun-Politik: so zu tun, als würde man etwas tun.
Dahinter steckt die Angst vor den Wählern, deren Ängsten, deren Emotionen. Erst einmal Ruhe reinbringen, irgendwie über die Landtagswahlen kommen, Zeit gewinnen. Das wird aber nicht gelingen. Die japanische Atomkatastrophe wird ihre Schockwellen noch jahrelang auch in die deutsche Politik senden. Und da ist es lächerlich, so tun, als würde man etwas tun.
Wie hilflos die deutsche Bundesregierung mit ihrem Atomverlängerungskurs ist, zeigten die Reaktionen Merkels und von Umweltminister Nobert Röttgen. Merkel sagte: “An einem solchen Tag darf man nicht einfach sagen, unsere Kernkraftwerke sind sicher”, um dann aber genau das zu sagen. “Sie sind sicher”. Das mag technisch sogar so sein, in den Augen der verängstigten Menschen aber ist kein Kernkraftwerk mehr sicher.
Und wer das hilflose, gefühlt 30 Minuten dauernde Gestammel von Röttgen im ZDF-Interview mit Marietta Slomka hörte, der bekommt noch mehr Angst. Und der sieht die Angst in den Augen der CDU: ihre Wählerstimmen sind nicht mehr sicher. Deshalb die
So-zu-tun-Politik.
Jetzt rächt sich, dass im vergangenen Jahr nicht wenigstens die Abschaltung der ältesten Kernkraftwerke beschlossen wurde, dass mit der Energieindustrie Geheimverträge ausgemauschelt wurden, dass die Energieindustrie und Schwarz-Gelb glaubten, der Widerstand gegen ihre Atompolitik werde nur von den üblichen Verdächtigen getragen. Jetzt auf jeden Fall sind es nicht mehr nur die üblichen Verdächtigen, sondern wahrscheinlich die gesamte Bevölkerung.
Der Hauptfehler von Schwarz-Gelb aber war, dass die Atompolitik der Bundesregierung den Eindruck vermittelte, nicht die erneuerbaren Energien seien das Ziel der sogenannten ”Brückentechnologie” Kernkraft, sondern die Brücke selbst.
Wo blieb ihm vergangenen Jahr der große Aufbruch zu den erneuerbaren Energien, die große Vision, die sofort tatkräftig angepackt wurde? Nein, Industrie und Bundesregierung lehnten sich erst einmal erschöpft zurück (“Geschafft!”), statt sofort mit dem Jahrhundertprogramm für erneuerbare Energien zu beginnen. Das musste einfach den Eindruck verfestigen, dass die Brücke selbst das Ziel war und nicht das neue Energiezeitalter ohne Atommeiler.
Von diesen Versäumnissen wird die schwarz-gelbe Koalition jetzt eingeholt. Sie hat ihre energiepolitische Glaubwürdigkeit verloren. Wer soll solcher Politik noch Vertrauen entgegenbringen? Und die So-zu-tun-Politik wird die letzten Reste von Vertrauen zerstören. Wie sich das bei den Landtagswahlen auswirkt, ist fast schon nebensächlich. Es geht um eine Zeitenwende, nicht um das Schicksal des Hardcore-Atompolitikers Stefan Mappus.
Norbert Röttgen sagte auch, jetzt sei nicht die Zeit für eine Grundsatzdebatte. Wenn nicht jetzt, wann dann?
Der Super-GAU in Japan wird auch zum GAU für die deutsche Atompolitik werden und die politischen Kräfte, die sie tragen. Das hat auch die Kanzlerin gemerkt. Deshalb der rasche “Krisengipfel” im Kanzleramt. Ihr geht es jetzt darum, den Menschen das Gefühl zu geben, dass die Politik senbsibel und schnell reagiert und handelt. Betonung auf “das Gefühl zu geben”. Jetzt ist wieder die hohe Zeit der So-zu-tun-Politik: so zu tun, als würde man etwas tun.
Dahinter steckt die Angst vor den Wählern, deren Ängsten, deren Emotionen. Erst einmal Ruhe reinbringen, irgendwie über die Landtagswahlen kommen, Zeit gewinnen. Das wird aber nicht gelingen. Die japanische Atomkatastrophe wird ihre Schockwellen noch jahrelang auch in die deutsche Politik senden. Und da ist es lächerlich, so tun, als würde man etwas tun.
Wie hilflos die deutsche Bundesregierung mit ihrem Atomverlängerungskurs ist, zeigten die Reaktionen Merkels und von Umweltminister Nobert Röttgen. Merkel sagte: “An einem solchen Tag darf man nicht einfach sagen, unsere Kernkraftwerke sind sicher”, um dann aber genau das zu sagen. “Sie sind sicher”. Das mag technisch sogar so sein, in den Augen der verängstigten Menschen aber ist kein Kernkraftwerk mehr sicher.
Und wer das hilflose, gefühlt 30 Minuten dauernde Gestammel von Röttgen im ZDF-Interview mit Marietta Slomka hörte, der bekommt noch mehr Angst. Und der sieht die Angst in den Augen der CDU: ihre Wählerstimmen sind nicht mehr sicher. Deshalb die
So-zu-tun-Politik.
Jetzt rächt sich, dass im vergangenen Jahr nicht wenigstens die Abschaltung der ältesten Kernkraftwerke beschlossen wurde, dass mit der Energieindustrie Geheimverträge ausgemauschelt wurden, dass die Energieindustrie und Schwarz-Gelb glaubten, der Widerstand gegen ihre Atompolitik werde nur von den üblichen Verdächtigen getragen. Jetzt auf jeden Fall sind es nicht mehr nur die üblichen Verdächtigen, sondern wahrscheinlich die gesamte Bevölkerung.
Der Hauptfehler von Schwarz-Gelb aber war, dass die Atompolitik der Bundesregierung den Eindruck vermittelte, nicht die erneuerbaren Energien seien das Ziel der sogenannten ”Brückentechnologie” Kernkraft, sondern die Brücke selbst.
Wo blieb ihm vergangenen Jahr der große Aufbruch zu den erneuerbaren Energien, die große Vision, die sofort tatkräftig angepackt wurde? Nein, Industrie und Bundesregierung lehnten sich erst einmal erschöpft zurück (“Geschafft!”), statt sofort mit dem Jahrhundertprogramm für erneuerbare Energien zu beginnen. Das musste einfach den Eindruck verfestigen, dass die Brücke selbst das Ziel war und nicht das neue Energiezeitalter ohne Atommeiler.
Von diesen Versäumnissen wird die schwarz-gelbe Koalition jetzt eingeholt. Sie hat ihre energiepolitische Glaubwürdigkeit verloren. Wer soll solcher Politik noch Vertrauen entgegenbringen? Und die So-zu-tun-Politik wird die letzten Reste von Vertrauen zerstören. Wie sich das bei den Landtagswahlen auswirkt, ist fast schon nebensächlich. Es geht um eine Zeitenwende, nicht um das Schicksal des Hardcore-Atompolitikers Stefan Mappus.
Norbert Röttgen sagte auch, jetzt sei nicht die Zeit für eine Grundsatzdebatte. Wenn nicht jetzt, wann dann?

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