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Menschenrecht als Grundlage

Die Arbeit an diesem Blog bezieht sich auf menschenrechtliche Grundlagen.

-Art. 5 Abs. 1 S. 1 Grundgesetz (Meinungsfreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 2 Grundgesetz (Informationsfreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 3 Grundgesetz (Pressefreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 4 Grundgesetz (Zensurverbot)
-Art. 19 Allgem. Erkl. der Menschenrechte sowie Art. 19 Uno-Zivilpakt (Meinungs- und Informationsfreiheit auch Staatsgrenzen überschreitend)
-Art. 1 von Uno-Resolution 53/144 (schützt das Recht, sich für die Menschenrechte zu engagieren)

Trotzdem sehe ich mich dazu gezwungen, gewisse Kommentare zu überprüfen, und gegebenenfalls nicht zu veröffentlichen. Es sind dies jene, die sich in rassistischer Weise gegen andere Menschen richten - gewalttätige Inhalte enthalten - Beschimpfungen, etc. Derlei Inhalte kann ich nicht damit vereinbaren, dass sich dieses blog für Menschenrechte einsetzt - und zwar ausnahmslos für alle Menschen.

Mein Blog ist ab 18 Jahren, denn ab da kann man voraussetzen, dass der Mensch denkt...

...und ausserdem nicht mehr mit den Umtrieben der Ministerin von der Leyen gegen Websiten in Schwierigkeiten kommt, wenn er einen blog lesen will.

Im Übrigen gilt Folgendes für die verlinkten Seiten:

Hinweis:
Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten sind. Dieses kann – laut Landgerichtsurteil – nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.

So bleibt hier vorsorglich festzustellen, dass wir weder Einfluss auf die Gestaltung noch auf den Inhalt dieser gelinkten Seiten haben und uns auch nicht dafür verantwortlich zeichnen. Dies gilt für ALLE auf dieser Seite vorhandenen Links.



Samstag, 30. Oktober 2010

Passt alles, wie Arsch auf Eimer

http://blog.fefe.de/?ts=b232e59a


[l] Die CDU saß seit 2008 auf Informationen über PCB-Verseuchung im Dortmunder Hafen. Hinweise gab es sogar schon 2006. Die zuständige Firma ist inzwischen insolvent, hier gibt es einen Überblick über die gesamte Geschichte.
In der Zusammenfassung liest sich das wie die Quintessenz einer CDU-Regierung:
Übersetzt: Der Skandal konnte nur passieren, weil die Aufsichtsbehörden vom damaligen Umweltministerium ausgedünnt wurden und die Beamten vor allem Anlagen genehmigen und nicht überwachen sollten.
Dieser ganze Umweltkram steht den CDU-Parteispendern doch nur im Wege, das ist schlecht für die Wirtschaft!1!! (Danke, Simon)


Al Gore lässt Automotor während seiner Klimarede laufen

By Larry

Der Klimawandel-Prophet ist mal wieder auf der Welt unterwegs um Leute mit seinem Klimaschwachsinn die Gehirne zu waschen und, „den Planeten zu schützen“, indem härteste Einschnitte sowohl bei seinen Gläubigen als auch bei den klimaskeptischen (sprich: normal denkenden) Bevölkerungsteilen eingefordert werden. Und natürlich um noch ein paar Tausend Dollar mehr auf sein pralles Milliardenkonto zu überweisen.

Mehr lesen?:

http://ronpaulblog.de/blog/2010/10/29/al-gore-lasst-automotor-wahrend-seiner-klimarede-laufen/

Hey, es ist Halloween, und alle machen mit !...

ad sinistram: In der Groteske

ad sinistram: In der Groteske

Psychiatrists contra free Thinkers

CONFIRMED: Psychiatric Manual DSM-IV-TR Labels free Thinkers, non conformers as Mentally Ill

October 15, 2010 by Brian D. Hill  

Author: Brian D. Hill
It is now confirmed by USWGO News that the DSM-IV-TR Manual labels free thinkers, non conformers, civil disobedient advocates, those that question authority, and people considered hostile toward the government (aka Oath keepers and local militias) as mentally ill with the illness titled “oppositional defiant disorder” or ODD.
It was reported on October 8 2010 from OffTheGrid News that anybody who is disobedient, defiant,  a free thinker, or even considered hostile toward authority was to be labeled by psychiatrists as ‘Mentally Ill’.
Now I have got my hands on a ebook version of the year 2000 version of the ‘Diagnostic and Statistical Manual of Mental  Disorders DSM-IV-TR Fourth Edition (Text Revision) By the American Psychiatric Association version DSM-TV-TR (The non TR Version was said to be older and so I got the newer one which had the information that Off The Grid News warned about).
Now as I search up the keywords “oppositional defiant disorder” on adobe reader I found exactly what Off The Grid News was talking about. So it is now Confirmed basically that anyone who disobeys authority or even questions authority is now considered mentally ill and can be thrown in a prison-like mental institution under tax payers dollars.

Read more:

http://uswgo.com/confirmed-psychiatric-manual-dsm-iv-tr-labels-free-thinkers-non-conformers-as-mentally-ill.htm

Freitag, 29. Oktober 2010

Ein weiterer Tag Erbsensuppe...



Für behinderte Leute, die wie Neandertaler behandelt werden, gibt es auch nur noch solche Medizin - nämlich keine, und Hilfsmittel, falls ein Hausarzt sich finden würde, nur noch auf niedrigstem Niveau.

Das bedeutet, dass meine Inkontinenz-Hilfsmittel auf billigstem Level verordnet werden, sonst kann ich sie gleich selber weiter bezahlen.

Bezahlen muss ich diese im Moment sowieso selber, denn ich habe ja keinen Hausarzt. Aber, mir und meinem Mann diese Auskunft um die Ohren hauen, dass es nichts ist mit schneller Hilfe, wenn es mal fehlt, war klar. Zuerst mit der Verordnung - wenn es denn eine gibt - zur Krankenkasse marschieren, sich über billige Hilfsmittel und diverse Möglichkeiten beraten lassen, und dann vielleicht...

Bis dahin ist das Malheur dann passiert...

Aber, es kommt ja nicht so darauf an. Zurück zur Steinzeit, damals war man auch nicht so zimperlich, oder? Leider kann man diese Menschen nicht mehr fragen.

Dabei habe ich noch Glück, und eine nur leichte Inkontinenz - trotzdem ist sie lästig. Ich brauche also keine Vollwindeln...
 Ich mag gar nicht daran denken, wie es Menschen mit schlimmeren Problemen geht.

Trotzdem, weiterhin - Arzt gesucht !





Geduldig, meistens freundlich, nicht überheblich - nicht nur stumm dahinwurschtelnd, nicht hektisch, das ist das Leben sowieso heute - und vor allem aufgeschlossen - sollte er sein, und den Patienten ernst nehmen.

Geht nicht? Bei mir muss es doch auch gehen, oder?

Zuviel verlangt, zu anspruchsvoll, ich weiss...

Schliesslich sind wir hier und heute nicht im Glottertal...

Mich wundert, dass die meisten Leute schweigen. Schämen sie sich? Oder, was ist eigentlich los?

ad sinistram: Die eine, die besonders unbeliebte Säule des Islam

ad sinistram: Die eine, die besonders unbeliebte Säule des Islam

Donnerstag, 28. Oktober 2010

"Black Power"

Black Power trifft mitten hinein ins Lebendige

Ungewöhnliches Ansinnen an Frau Merkel

http://frei-blog.blogspot.com/2010/10/angela-merkel-rassismus-einer-kanzlerin.html

Angela Merkel: Rassismus einer Kanzlerin

von Volker Wulle

“Wir fühlen uns dem christlichen Menschenbild verbunden, das ist das, was uns ausmacht. 
Wer das nicht akzeptiere, der ist bei uns fehl am Platz“.

Aha, Frau Merkel.
Definieren sie mir doch einmal ihr christliches Menschenbild.

Ich höre ....

Draufprügeln auf alle, die sich ihrer eigenen Kultur bewußt sind, eine andere Religion besitzen?

Kriege zu legitimieren, Armut zu schaffen, dem Volk seinen eigenen Willen zu brechen?

Millionen von Menschen der Gefahr auszusetzen, als Strahlenopfer zu krepieren?

Kinder durch Kriege ihrem jungen Leben ein Ende zu setzen?

Mein eigenes Menschenbild wird nicht vom Christentum bestimmt.
Dies würde ich niemals zulassen; darum trat ich aus der Kirche aus.
Dafür bedarf es mehr, als Inquisition, Hexenverbrennung, Glaubenskriege und Bigotterie.

Der kleine Hesse in Hartz IV besitzt mehr Achtung und Respekt vor dem Leben, als sie sowie Ihresgleichen.

In diesem Punkt lasse ich mich auch nicht verbiegen.
Ich benötige weder eine Gehirnwäsche, noch ein Feindbild.

Gehen sie in Erxerzitien.
Danach nach Afghanistan, nach Palästina oder an einen anderen Brennpunkt dieser Welt.
Verpflichten sie sich der Hilfe, dem Leid unschuldiger Menschen, das sie immerhin mitzutragen haben.

Sollten sie dies - ohne Schaden zu nehmen -  überstehen, höre ich ihnen weiter zu.

Ungewöhnlich, aber berechtigt! 
 

Überraschender Wählerkontakt

 

http://www.politplatschquatsch.com/2010/10/wenn-der-wahler-zweimal-klingelt.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+politplatschquatsch%2FSkVU+%28politplatschquatsch%29

Wenn der Wähler zweimal klingelt


Nein, es steht kein Warnschild am Gartenzaun von Angela Merkel. "Achtung, Kanzlerbungalow, wer weitergeht, kommt in die Psychiatrie". Auch ist niemals irgendwo in Deutschland der Hinweis veröffentlicht worden, dass es Wählerinnen und Wählern grundsätzlich verboten ist, die frühere Klimakanzlerin in ihrem Wochenend-Idyll im mecklenburgischen Hohenwalde zu besuchen, sie anzurufen oder an ihrer Haustür in Berlin zu klingeln.

Christian Jax aus Zingst hat das dann einfach gemacht. Der friedensbewegte Attac-Kämpfer, zuletzt als Kandidat der Linken bei den Kreistagswahlen in Nordvorpommern gescheitert, schrieb der Kanzlerin einen Brief. Und überbrachte ihn gleich selbst, denn die Angelegenheit war dringend: Jax hatte, so berichtet das Kanzlerinnen-Hausblatt Bild, einen Plan ausgearbeitet, der den endgültigen Frieden im Nahen Osten auslösen wird, sobald ihn Angela Merkel umgesetzt hat.

Jax betrat Merkels Grundstück nach eigenen Angaben, ohne dass die nebenan Wache haltende Polizei das bemerkte. Zuvor, so erzählte er der „Berliner Zeitung“, habe auf sein Klingeln niemand geöffnet. Deshalb sei er "in den Garten gegangen, wo ich die Kanzlerin antraf, die gerade ein Telefonat führte. Ich habe ihr einen Brief übergeben und bin dann wieder gegangen.“

Nachdem die Kanzlerin seinen Plan aber weder umsetzt noch dies ankündigte oder auch nur persönlich auf seine Vorschläge antwortete, kehrte Jax zurück. Einmal klingelte er an der Haustür, als Merkel selbst zugegen war, ein andermal sei nur der Ehemann der Kanzlerin im Haus gewesen. Einen Versuch, Angela Merkel in Berlin zu treffen, verhinderte die Polizei, die ihn, so die einzige amtliche deutsche Nachrichtenagent dpa, "an der Kanzlerwohnung in Berlin-Mitte abgewies".

Bei einem erneuten Versuch in Hohenwalde wurde der Mann nun "festgesetzt", wie es die Berliner Zeitung nennt. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittle, weiß die "Bild", ohne mitzuteilen, welchen Tatvorwurf die Behörde verfolgt. Viermalige Besuchsversuche gelten laut neuester Medienrechtsprechung allerdings offenbar als „Stalking“, die Polizei hat Christian Jax deshalb in die offene psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses in Angermünde eingewiesen. Nachdem der Friedensaktivist das Krankenhaus auf eigenen Wunsch und ohne Abmeldung kurzerhand wieder verlassen hatte, wurde der gelernte Bibliothekar mit festem Wohnnsitz sogar zur Fahndung ausgeschrieben und wenig später von Spezialfahndern des LKA in Brandenburg gefasst.

Jetzt rätselt Berlin, wie es überhaupt soweit kommen konnte, schreibt die Bild. Außerhalb von Berlin rätselt der Wähler, welches Strafmaß Christian Jax für das unbemerkte Betreten des mit einem Zaun geschützten Merkel-Grundstücks in der Nähe von Templin zu gewärtigen hat. Auf Hausfriedensbruch steht nach Paragraph 123 StGB eine Freiheitsstrafe von höchstens einem Jahr, die bei einem Beschuldigten ohne Vorstrafen zur Bewährung ausgesetzt werden würde, oder die Zahlung einer Geldstrafe. Allerdings ist Hausfriedensbruch nach deutschem Recht ein Antragsdelikt, das ohne Strafantrag des Betroffenen nicht verfolgt werden kann.

Untersuchungsausschuss wegen des blutigen Donnerstags - Stuttgart 21

StuttgartLandtag setzt U-Ausschuss zu Polizeieinsatz ein

Der baden-württembergische Landtag hat einen Untersuchungsausschuss zum harten Vorgehen der Polizei gegen Stuttgart-21-Demonstranten eingesetzt. Auf Antrag der SPD soll der Ausschuss klären, ob es dafür eine Vorgabe oder Einflussnahme der CDU/FDP-Landesregierung gab.

Mehr erfahren:

http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=7074834/1jym2vx/index.html
 
Der Einsatz ist unvergessen,weckt gefühlsmässige und gedankliche Assoziationen, und bleibt wohl für viele Menschen unvergesslich. Mehr dazu hier:
http://amkaminfeuer.blogspot.com/2010/10/polizeistaat.html


Heute dünne Erbsensuppe



Heute also dünne Erbsensuppe, zu Ehren der Ärzteschaft und der Krankenkasse, und auch die Sonstigen, die damit zu tun haben, Menschen aus dem System draussen zu halten.

Jaja, zwei Teller davon, allerdings ohne Einlage - ohne etwas dazu - das war alles, und mein Mann hatte auch nicht mehr.

Er teilt das Leid mit mir, schliesslich ist er nicht unsolidarisch, wie viele andere, denen es sogar besser geht. Ausserdem, ihn trifft es ja auch, wenn auch nicht ganz so krass wie mich.

Was wäre, wenn ich nichts mehr gegen die Schmerzen tun könnte? Müsste ich mich dann schreiend - denn so heftig sind die Schmerzen oft - ins Krankenhaus einweisen lassen, obwohl die Tropfen, die ich sonst nehme, billiger wären?

Ich brauche diese selten, aber was ist, wenn sie aufgebraucht sind? Jedesmal ins Krankenhaus deshalb? Denn Grosspackungen verschreibt ein Notarzt nicht, und die Rezeptgebühren für viele kleine Packungen läppern sich - und die Notarzt-Rechnungen auch...

Soll ich das wirklich so durchziehen müssen?

Bisher werde ich nur vertröstet, dass man damit befasst sei...

Jaja, und mich kostet das alles - Geld, das dann zum Leben fehlt, Energie und Hunger.

Und immer noch kein Hausarzt in Reichweite - ich habe nun mal kein Auto um auswärts zu suchen. Mit dem Rollstuhl geht das eben schlecht.

Also weiterhin: Arzt gesucht...!!!

Willkommen beim Stürmer-Layout - die Titelseiten werden immer gestriger

Kult Mutti auf dem Pferd...

Mehr erfahren über die neue Titelseite des Focus?

Hier mitraten:

http://biertafel.blog.de/2010/10/27/kult-mutti-9812660/

Dienstag, 26. Oktober 2010

ad sinistram: Keine andere Wahl: Basta-Politik bleibt!

ad sinistram: Keine andere Wahl: Basta-Politik bleibt!

Halloween - you want Horror? Here is the Horror!




That's Halloween.

But the real Horror is very muche more...


Look here:

http://www.veteranstoday.com/2010/10/25/top-13-human-caused-environmental-horrors-halloween-special/

Unter dem Gesetz des Dschungels

http://www.t-blog.de/blog/zuruck-zum-mittelalterlichen-gesetz-des-dschungels


Bundesregierung: Zurück zum mittelalterlichen Gesetz des Dschungels

Im Jahre 1495 verkündete der spätere Deutsche Kaiser Maximilian I im Ewigen Landfrieden das Verbot mittelalterlichen Fehderechts, d.h. privater Rechtsdurchsetzung mit Gewalt. UNFASSBAR, dass im Jahr 2010 eine deutsche Bundesregierung eine Gesetzesinitiative befürwortet, diese Errungenschaft abzuschaffen und das Gerichtsvollzieherwesen zu privatisieren.
Wer es nicht glauben mag, dass solch ein grober Unfug auf Betreiben einer Deutschen Bundesregierung im Jahres 2010 Gesetz werden soll, muss sich
eines Besseren belehren lassen.
Hintergrund dieser katastrophalen Initiative ist offenbar die chronische Finanznot der Bundesländer, die das Gerichtsvollzieherwesen bezahlen müssen. Aber Finanzprobleme des Staates waren auch Kaiser Maximilian bestimmt nicht fremd. Trotzdem hat er das Gewaltmonopol des Staates als einen wichtigen Eckpfeiler des Rechtsstaates versucht einzuführen.
Wo sind wir, dass sich eine Bundesregierung heute diese Errungenschaft zu untergraben anschickt?
Denn wer noch Eins und Eins zusammenzählen kann und je das Gebahren privater Inkassounternehmen kennengelernt hat, für den ist sonnenklar, was eine Privatisierung des Gerichtsvollzieherwesens mit sich bringt:
Diejenigen privaten Gerichtsvollzieher-Unternehmen mit den rüdesten Methoden werden das meiste Geld eintreiben und deshalb am "wettbewerbsfähigsten" sein.
Der Normalbürger wird gegenüber Konzernen und Großunternehmen noch weiter ins Hintertreffen geraten - kleinere Forderungen will dann niemand mehr eintreiben, ausser künftige konzernverbundene Gerichtsvollzieher im Massengeschäft.
Und im Rahmen der EU-Dienstleistungsfreiheit werden dann irgendwann beispielsweise rumänische 1-Euro-Schlägertrupps mit Gewinnbeteiligung das Geld in Deutschland eintreiben - das ist am praktischsten, weil sie ja die Sprache des Schuldners schon gar nicht verstehen und deshalb am "effektivsten" und billigsten arbeiten können.

Herzlichen Glückwunsch, Frau Bundeskanzlerin, Kaiser Maximilian dreht sich permanent im Grabe herum, während Sie am Grundgesetz fummeln und den Rechtsstaat weiter zu Grabe tragen lassen - und sei es aus völliger Ignoranz.


Die "Stadt des Friedens"

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57931



Neue Flotilla nach Gaza

http://www.radio-utopie.de/2010/10/25/neue-gaza-flotte-mit-30-europaischen-schiffen-freedom-flotilla-song/

Neue Gaza-Flotte mit 30 europäischen Schiffen – Freedom Flotilla song

Von petrapez | 25.Oktober 2010
Gesamteuropäische Aktion von Aktivisten formiert einen Hilfskonvoi nach Palästina mit internationaler Beteiligung









Huwaida Arraf vom Free Gaza Movement teilte mit, dass ein neuer Hilfskonvoi in Europa nach Palästina zusammengestellt wird:
“In den letzten drei Monaten haben sich verschiedene nationale Koalitionen an den Vorbereitungen für die nächste Flotte beteiligt, darunter unter anderem Italien, die Schweiz, Spanien, die USA und Australien. Jede Koalition schickt ein eigenes Schiff nach Gaza.”
Droit pour tous, eine Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Genf, koordiniert den Transport mit den Hilfsgütern.
Auf dem Schiff der Schweiz werden die Nationalräte Josef Zisyadis (PdA/VD) und Carlo Sommaruga (SP/GE) mitfahren.
Quelle: http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/10/06/Schweiz/Ueber-500-Schweizer-wollen-auf-Gaza-Schiff

Montag, 25. Oktober 2010

Klinikverbund statt Hausarzt

http://meta.tagesschau.de/id/41896/roesler-will-aerzte-aufs-land-locken#comment-191940


Rösler will Ärzte aufs Land locken

Gesundheitsminister Rösler will die medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten verbessern - denn schon jetzt gibt es dort einen Mangel. Nach dem Willen des Ministers sollen jetzt Bund und Länder gemeinsam ein Gesetz entwerfen. Den Ländern allerdings geht das nicht schnell genug.
Zitat aus einem Kommentar:

"Schießt die ambulante Versorgung schrottreif, dann können die Großkonzerne mit ihren kommerziell orientierten Ambulatorien - vulgo MVZ - übernehmen.
Und wer dabei hinten runterfällt, ist leicht zu ersehen - chronisch Kranke. Denn mit denen läßt sich nunmal kein Geld verdienen."

In eigener Sache:

Heute:


...mein Frühstück: 2 klitzkleine Schokotäfelchen und eine Tasse Kaffee.

Mittagessen: Nichts...

Abendessen: Ein Teller Nudeln mit etwas Sauce.

Und immer noch kein Hausarzt.

So etwas ist Vernichtung mit System, und die Ärzte beteiligen sich daran, ob sie es so wollten oder nicht.

Das ist die Realität, und nicht jenes Geschwafel, das alles nur immer schönfärben will.

Bin  gespannt, ob eine weitere Antwort von der Krankenkasse kommt.

Jener Arzt, der mir erklären liess, dass seine Praxis nur noch Verwandte behandelt, findet sich in der Notfallpraxis der hiesigen Klinik wieder, die erst vor einiger Zeit gegründet wurde. Das Ganze ist ein Konzern, unterstützt von den niedergelassenen Ärzten.

Und wer dabei hinten runterfällt, ist leicht zu ersehen - chronisch Kranke, und dadurch Behinderte - also Menschen wie ich.



Sonntag, 24. Oktober 2010

Wulff und die türkischen Zuhörer seiner Rede...

Markus Beys Blog

Wulff und die türkische Leere

von Markus Bey
Artig sagte Christian Wulff heute Nachmittag seinen ersten Satz auf: "Ich grüße Sie und das Volk der Türkei herzlich und überbringe Ihnen die guten Wünsche meiner Landsleute." Zugehört hat dem deutschen Bundespräsidenten im Parlament in Ankara nicht einmal die Hälfte der 550 Abgeordneten, die meisten Sitze in der Großen Nationalversammlung der Türkei sind leer geblieben. Premierminister Tayyip Erdogan hat auf der Regierungsbank gerade einmal sieben Minister um sich geschart. Dahinter gähnte ebenfalls die Leere über den orangefarbenen Ledersesseln. Die tagesschau hat das alles freundlich ausgespart. Für den ersten Auftritt eines deutschen Präsidenten im türkischen Parlament war das allerdings eine blamable Vorstellung.
Das Ganze lesen:
http://derstandard.at/1287099550459/Markus-Beys-Blog-Wulff-und-die-tuerkische-Leere
 

 

Stuttgart 21 - Stefan Mappus

Stefan Mappus hat für den Tagesspiegel ein Interview gegeben. Es scheint, als hätte ihm Heiner Geissler zuvor kübelweise Kreide zu fressen gegeben, so innig verständnisvoll gibt sich Mappus gegenüber den Demonstranten, die doch teilweise noch Kinder waren, als das Projekt beschlossen wurde.

Er legt einen Köder aus: Das freiwerdende Areal, bei dem nun die Bürger plötzlich mitbestimmen dürfen sollen. Stefan Mappus gibt trotz der vielen Eimer mit Kreide keinen Zentimeter nach.

Hier nachlesen:

http://www.tagesspiegel.de/politik/es-geht-nicht-um-krieg-und-frieden/1964934.html

Support Ibrahim

http://supportibrahim.com/


http://urs1798.wordpress.com/2010/10/17/ich-weis-nicht-wieviele-huhner-braucht-ein/


Ich weiß nicht, wieviele Hühner braucht ein …

17/10/2010
Ein unfertiges Bild, was haben Hühner mit Sünden zu tun?

Hühner schütteln über einem Sünder-Absolution erteilt? Soviele Hühner kann es nicht geben, in Israel...
Ein Brauch
Update

Spendensammlung für drei gewaltfreie Aktivisten aus Nil’in, Westjordanland (Palästina):

http://supportibrahim.com) und im Anhang ein Artikel von ihr.

Mona Isabell Mittelstein unterstützt eine dringende Spendensammlung.

Ibrahim Amireh sitzt zusammen mit zwei anderen führenden Mitgliedern des “Ni’lin Popular Committee Against The Wall”, Hassan Mousa und Zaydoon Srour seit Januar 2010 in einem israelischen Gefängnis. Das Komitee widersetzt sich gewaltfrei dem Bau der Mauer, wie Komitees in verschiedenen anderen Dörfern und Städten des Westjordanlandes dies auch tun. Durch den Bau der Mauer wird das Dorf Nil’in von mehr als einem Drittel des Landes abgeschnittenZusätzlich zu der Verurteilung zu 11 Monaten und 15 Tagen ist eine Geldstrafe von 9000 Schekel (etwa 1.800 Euro) festgesetzt worden. Wenn diese Summe nicht bezahlt wird,  müssen die drei Komiteemitglieder 9 weitere Monate im Gefängnis bleiben.

Daher gibt es gegenwärtig die erwähnte Geldsammlung, um diese Summe aufzubringen. Nähere Informationen unten… Im Anhang findet ihr einen von mir geschriebenen Artikel über Ni’lin – Ni’lin ist ein Ort in Palästina, den ich im August mit einer Freundin und meiner Tochter besucht habe, aber das könnt ihr im Text nachlesen. Dieser Artikel dient zum einen der Information und ist auf der anderen Seite eine dringende Bitte um Hilfe!

Hilfe, in Form einer Spende für die im Artikel beschriebenen Betroffenen; aber auch Hilfe in Form von Weiterverbreitung!

Bitte, bitte: Sendet diese Informationen an so viele Menschen wie möglich, denn Menschenrechtsverletzungen beendet man nicht mit Schweigen: Licht ins Dunkel – Freiheit für Palästina!

Von: Mona Isabell Mittelstein im September 2010
Worte sind nicht intensiv genug…
Nach drei Wochen Westjordanland mit meiner vierjährigen Tochter versuche ich die Informationen und Eindrücke zu ordnen und die durchlebten Gefühle in Worte zu fassen.
Sehr bewegend und aufwühlend war der Besuch bei Saeed Amireh (19) und seiner Familie in Ni’lin. Sein Vater ist ein gewaltloser politischer Gefangener, der am 12.01.2010 von der israelischen Armee verhaftet wurde. Seither leben Saeed und seine sieben Geschwister alleine mit ihrer Mutter. Sie bewohnen das letzte Haus des Dorfes; direkt dahinter, dort wo die Olivenbäume und Kaktusfeigen wachsen, beginnt die Closed Military Area – mitten im Feld steht die Mauer.
Da wir Ni’lin nicht auf der Landkarte finden konnten und die privaten Taxis es nicht anfahren, holt uns Saeed in Ramallah ab und wir fahren die letzten 17 km gemeinsam. Während der Fahrt beginnt er zu erzählen. Er berichtet uns von 2700 zerstörten Olivenbäumen und von der Road 446, die das Dorf seit 1991 in zwei Teile spaltet und in südlicher Richtung nur für Siedler zu befahren ist. Seither ist es nicht mehr möglich zu Fuß auf die andere Seite zu kommen und es gibt spezielle Taxis, die nur im Ort fahren. Am Eingang des Dorfes gibt es oft fliegende Checkpoints des israelischen Militärs, doch damit nicht genug: jetzt wird ein Tunnel geplant der dann den einzigen Zugang zum Dorf darstellen wird – die Straße wird damit komplett zur Siedlerstraße. Der Armee ermöglicht es, den Zugang zum Dorf jederzeit komplett und beliebig lange zu sperren, außerdem erlangen sie die volle Kontrolle darüber, wer das Dorf wann betritt oder eben nicht. Internationals kommen dann sicher nicht mehr rein.
Aber wir sind jetzt angekommen in Ni’lin. Nachdem wir die Familie begrüßt haben und meine Tochter mit den jüngeren Geschwistern von Saeed zu spielen begonnen hat, machen wir uns auf den Weg. Wir besuchen das Zentrum des Ni’lin Popular Comittee Against the Wall, betrachten die dort ausgestellten Photos von unzähligen Verletzten und den Märtyrern des Dorfes – um Missverständnissen vorzubeugen: Märtyrer sind keine Attentäter, es sind unbewaffnete Menschen die von der israelischen Armee getötet wurden.
Saeed erzählt uns ihre Geschichten, er erzählt, wie er den zehnjährigen Ahmed Mousa trug nachdem ihm ein Soldat in den Kopf schoss, er erzählt, dass sein Gehirn heraus fiel und dass die Mutter des Kleinen durch den Schock ihr Baby verlor, mit dem sie schwanger war… Es ist schwierig zuzuhören, es tut weh die Bilder zu sehen, den Geschichten zu lauschen und Saeed vor sich zu sehen, diesen jungen Mann der die unfassbaren Geschichten erzählt und erlebt hat.
Unterdessen gehen wir in Richtung Mauer. Auf dem Boden liegt Munition: unterschiedlichste Arten von Tränengasgeschossen, Tränengasgranaten und auch scharfe Munition. Sie liegen überall; auf dem Weg, zwischen den Steinen, unter den Bäumen. Wir sind nur wenige hundert Meter von Saeeds Haus entfernt, die Landschaft ist wunderschön, doch weiter hinten sehen wir die nach UN-Resolution 242 illegalen Siedlungen und die Greenline, die offizielle Grenze zu Israel. „Das ist kein Protest hier, das ist Krieg!“ wiederholt Saeed immer wieder. Unterwegs zeigt er uns die Stelle an der Aqel (36) getötet wurde – der hoffentlich letzte Märtyrer des Dorfes. Bei dem Versuch einen 15 Jährigen zu bergen, dem aus kurzer Distanz in den Bauch geschossen wurde, zielten die Soldaten auch auf ihn und trafen ihn ins Herz.
Was bedeutet es eigentlich sich in einer militärischen Sperrzone aufzuhalten? An der Mauer angekommen erfahren wir es: wir sind unter ständiger Beobachtung und wir hören, wie auf der anderen Seite die Armee auffährt – schnell machen wir uns auf den Weg zurück ins Dorf, da es weder den Einwohnern des Dorfes noch den Internationals erlaubt ist sich dort aufzuhalten. Doch wir waren dort, wir haben es gesehen, wir haben es dokumentiert und wir werden berichten, so wie wir es Saeed versprochen haben und wie es als Zeuge unsere Pflicht ist.
Ich möchte also von dem Dorf Ni’lin berichten, das ursprünglich 7000 Einwohner hatte; Heute leben noch um die 6000 Menschen hier – das Leben ist schwierig geworden und gefährlich. Häufig kommen die israelischen Soldaten in das Dorf, sie schießen dort mit Tränengas, Splittergranaten, Gummigeschoßen und scharfer Munition.
Die meisten Einwohner sind Landwirte, doch jetzt sind sie Landwirte ohne Land, denn darauf stehen israelische Siedlungen und die Mauer, es wurde bereits 1/3 des gesamten Gebietes von Ni’lin gestohlen. Das was an Feldern noch auf „ihrer“ Seite der Mauer ist, ist Closed Military Area – sie dürfen nicht hingehen und ihre Bäume pflegen, sie dürfen nicht hingehen um die Früchte zu ernten – die Menschen sind ihrer Lebensgrundlage beraubt.
Seit die israelische Armee am 27.8.2008 mit Bulldozern ins Dorf kam um Olivenbäume zu entwurzeln, damit Platz für die Mauer entsteht, gibt es kontinuierlichen Protest in Ni’lin. An diesem Tag formte sich eine spontane Demonstration der Einwohner, die sich mit erhobenen Händen vor die Bulldozer stellten. Die  Bewohner wollen sich ihr Recht nicht widerstandslos nehmen lassen. Dafür zahlen sie einen hohen Preis: Seit 2008 sind in diesem Dorf fünf Menschen von der israelischen Armee erschossen worden, hinzu kommen unzählige Verletzte und die mehr als 160 Verhafteten. Vielen Frauen starben ihre Babys im Bauch als sie giftige Gase einatmeten, die Soldaten nachts in die Fenster der Häuser schossen – mittlerweile sind nahezu alle Fenster vergittert, damit die Scheiben nicht brechen, wenn mit Tränengaskanistern auf sie geschossen wird.
Wir kehren zurück in das Haus der Familie, sehen nach meiner glücklich spielenden Tochter und lernen das Küken kennen, das die Familie bei sich aufgenommen hat – hier drin ist alles so warm und herzlich. Nach einer kurzen Pause gehen wir weiter um Saeeds Onkel, den Journalisten Hamoudh Amireh zu treffen. Sie zeigen uns weitere Bilder und auch Videos der Verletzten, Toten und Verhafteten Ni’lins. Sie erzählen uns die Geschichten der Familien; und sie erzählen von Ibrahim Amireh, Hassan Mousa und Zaydoon Srour. Die drei waren die Anführer des gewaltlosen Protestes in Ni’lin, sie haben das Ni’lin Popular Comittee Against The Wall und die Son’s of Ni’lin Organization gegründet. Sie alle sind seit Januar in Haft und für keinen von ihnen ist es das erste Mal…
Nachdem wir mit der Familie Iftar (Fastenbrechen) gegessen haben, fahren wir mit Saeed auf die andere Seite des Dorfes und besuchen dort Freunde seines Vaters. Ihr Grundstück liegt ebenfalls am äußersten Rande des Dorfes, wir können von dort den Checkpoint sehen, der die 446 in südlicher Richtung abriegelt. Als ich Saeed frage, ob ich Photos machen kann, sagt er, dass könne ich gerne, doch ich dürfe mich dabei von den Soldaten auf keinen Fall erwischen lassen, da sie sonst schießen würden. Ich photographiere also ohne Blitz in die Nacht.
Danach setzen wir uns in das Zelt, dass die neun dort lebenden Brüder errichtet haben. Wir bekommen Tee und sie erzählen, dass sie 24 Stunden am Tag dort sind, das Gelände ist nie leer. Sie wollen den Soldaten zeigen, dass sie da sind, dass sie hier leben und sich nicht vertreiben lassen. Sobald keiner von ihnen da wäre, würde die Armee das Grundstück einnehmen. Wir fahren weiter an das andere Ende im oberen Teil des Dorfes und schauen vom Dach eines weiteren Freundes runter. Wir sehen die hell erleuchtete 446, wir sehen den unteren Teil Ni’lins in dem Saeed lebt – und weit hinten sehen wir die Lichter von Tel Aviv. Tagsüber kann man das Meer sehen, erzählen sie uns. Sie können es sehen, aber hingehen dürfen sie nicht…
Zurück in Saeeds Haus fängt er an von seinem Vater und seiner Haft zu erzählen: Zuerst kam er in das unterirdische Gefängnis Almasqubya, das voller Mäuse und Insekten ist. Saeed erzählt, dass sein Vater geschlagen und gedemütigt wurde. Als nach zwei Monaten endlich die Besuchsgenehmigung für Ibrahims Frau erlangt war, wurde er in das, in der Wüste liegende, Freiluftgefängnis Alnaqab verlegt. Die neue Besuchsgenehmigung benötigte weitere zwei Monate, seither darf sie ihn einmal im Monat besuchen – für 45 Minuten und durch eine Glasscheibe getrennt.
Tagsüber ist es heiß, nachts ist es kalt in Alnaqab, das Essen und das Wasser sind schlecht und nicht ausreichend, die Familie muss Ibrahim regelmäßig Geld schicken, damit er sich dort etwas zu essen kaufen kann, da er sonst schlicht verhungern würde; er leidet an einer Herzkrankheit und die benötigten Medikamente werden ihm verweigert.
Die Anklagepunkte sind ein Hohn: Aufenthalt in einer militärischen Sperrzone – besagter Olivenhain, durch den auch wir gegangen sind -, Organisieren von illegalen und gewalttätigen Protesten sowie das Bezahlen Anderer für das Schmeißen von Steinen. Ibrahim und die anderen sind strikte Gegner von Gewalt, sie haben sich immer für friedliche Proteste eingesetzt, trotz aller Toten und Verletzten. Ibrahims einzige Waffe ist das Megaphon.
Seine Familie hat, sowie die meisten Familien des Dorfes, kaum genug Geld um die lebensnotwendigen Dinge zu bezahlen, vor allem seit ihm während der letzten Haft die Arbeitserlaubnis entzogen wurde – die Familie hat seitdem kein geregeltes Einkommen mehr! Die Anklagepunkte beruhen auf den Aussagen zweier Jugendlicher, einer davon geistig behindert, die während ihrer Haft gefoltert wurden.
Bis Juli gab es 15 Gerichtsverhandlungen, vor jeder dieser Verhandlungen musste er acht Stunden lang in einem heißen Raum ohne Essen und Trinken verbringen, zu Beginn jeder Verhandlung war er hungrig, müde und durstig. Am 12. Juli wurden alle drei zu einer Strafe von jeweils 11 1/2 Monaten Haft und 9000 Shekel verurteilt. Zahlbar bis zum 20.10.2010, ansonsten wird die Haft um weitere neun Monate verlängert; den Gerichtssaal verließen sie in Fußfesseln.
Ibrahims größte Sorge ist seine Familie, denn die hat zum Beispiel bereits 25 mitternächtliche Razzien durch die Israel Defense Forces (IDF) erlebt, acht davon seitdem er in Haft ist. Manchmal kommen die Soldaten nur um sie zu bedrohen und zu verspotten, doch manchmal bringen sie Hunde mit und hinterlassen ein hohes Maß an Zerstörung. Die kleinen Zwillingsbrüder leiden an Angstzuständen und Albträumen.
Einmal versuchten die Soldaten auf das Dach der Familie zu kommen um von dort auf die Menschen auf der Straße zu schießen – die Familie schaffte es, dies zu verhindern, indem sie sich alle vor die Tür stellten, doch dabei wurde Saeeds zehnjähriger Schwester Rajaa ins Bein geschossen. Wir haben das Video gesehen – der Commander lacht!! Eine weitere Schwester wurde angeschossen, einer seiner Brüder verhaftet und auch Saeed war mit 17 Jahren für viereinhalb Monate in Haft – wegen Teilnahme an „illegalen“ Demonstrationen – trotz allem ist Ibrahim überzeugt dass eine Gegengewalt die Situation nur noch verschlimmert und hat seine Kinder zu friedlichem Widerstand erzogen.
Dies ist der wahre Grund für diese Verhaftungen: mit diesen drei Männern steht und fällt der Protest in Ni’lin, mit ihnen steht und fällt das ganze Dorf, denn sie sind es, die den gewaltfreien Protest organisiert, angeleitet und strukturiert haben, mit ihren Verhaftungen konnte das IDF die Wortführer ausschalten und durch die harten Haftbedingungen versuchen sie ihren Willen und ihre Widerstandskraft zu brechen.
Das Leben der Familie Amireh und der anderen Bewohner Ni’lins ist geprägt von der täglichen Missachtung der Menschenrechte und UN-Resolutionen durch die israelische Armee, sie leben in ständiger Angst. „Ich schlafe auch nicht gut“ erzählt Saeed, sein Handy hat er immer direkt neben dem Ohr – die anderen Bewohner warnen ihn, wenn nachts Soldaten im Ort gesichtet werden.
Es ist eine Geschichte von tausenden in der West Bank, es ist „nichts besonderes“, diese Familie steht beispielhaft für das, was die Palästinenser tagtäglich durchleben und durchleiden.
Nicht allein weil es eine menschliche Katastrophe ist, sondern auch, weil Ibrahim ein Übermittler von Frieden und Gewaltlosigkeit ist, wie die Welt sie nötig hat und von dem wir alle noch einiges lernen können, sollten wir uns für seine Freilassung einsetzen. Wenn jeder nur einen kleinen Betrag spendet können wir es schaffen, die nahezu 7000 Euro für die Befreiung der drei Friedensaktivisten zusammen zubekommen. Sämtliche Spenden werden durch drei geteilt, um nicht nur Einen, sondern alle zu befreien.
…für Fragen und Veranstaltungen stehe ich gerne zur Verfügung (mona-isabell@mittelstein.name) – ich habe es Saeed versprochen: ich werde das nicht schweigend dulden, sondern hier zurück in Deutschland erzähle ich so vielen Menschen als möglich, was ich in Palästina und speziell in Ni’lin gesehen habe, denn ich habe nun eine Verantwortung als Zeuge. Weitere Informationen sind auch in Saeeds blog zu finden: www.supportibrahim.com
 
Spenden bitte auf folgendes Konto: Rund um die Welt e.V., Sparkasse Heidelberg, BLZ: 67250020, Kto.Nr.: 9081771, Stichwort: Ni’lin”, BIC: SOLADES1HDB, IBAN: DE84672500200009081771. Danke!
Nachtrag: Während ich diesen Artikel schreibe geht die Situation in Ni’lin weiter: vor einigen Nächten wurde der Nachbar der Familie verhaftet – dafür kamen mitten in der Nacht über 50 Soldaten in sein Haus und schlugen ihn heftig vor den Augen seiner Frau und seiner vierjährigen Tochter. Gestern wurde Hamoudh ins Bein geschossen, als er auf der wöchentlichen Demonstration gerade Photos von den Soldaten machte.