Klicken und anschauen!

Menschenrecht als Grundlage

Die Arbeit an diesem Blog bezieht sich auf menschenrechtliche Grundlagen.

-Art. 5 Abs. 1 S. 1 Grundgesetz (Meinungsfreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 2 Grundgesetz (Informationsfreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 3 Grundgesetz (Pressefreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 4 Grundgesetz (Zensurverbot)
-Art. 19 Allgem. Erkl. der Menschenrechte sowie Art. 19 Uno-Zivilpakt (Meinungs- und Informationsfreiheit auch Staatsgrenzen überschreitend)
-Art. 1 von Uno-Resolution 53/144 (schützt das Recht, sich für die Menschenrechte zu engagieren)

Trotzdem sehe ich mich dazu gezwungen, gewisse Kommentare zu überprüfen, und gegebenenfalls nicht zu veröffentlichen. Es sind dies jene, die sich in rassistischer Weise gegen andere Menschen richten - gewalttätige Inhalte enthalten - Beschimpfungen, etc. Derlei Inhalte kann ich nicht damit vereinbaren, dass sich dieses blog für Menschenrechte einsetzt - und zwar ausnahmslos für alle Menschen.

Mein Blog ist ab 18 Jahren, denn ab da kann man voraussetzen, dass der Mensch denkt...

...und ausserdem nicht mehr mit den Umtrieben der Ministerin von der Leyen gegen Websiten in Schwierigkeiten kommt, wenn er einen blog lesen will.

Im Übrigen gilt Folgendes für die verlinkten Seiten:

Hinweis:
Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten sind. Dieses kann – laut Landgerichtsurteil – nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.

So bleibt hier vorsorglich festzustellen, dass wir weder Einfluss auf die Gestaltung noch auf den Inhalt dieser gelinkten Seiten haben und uns auch nicht dafür verantwortlich zeichnen. Dies gilt für ALLE auf dieser Seite vorhandenen Links.



Sonntag, 7. März 2010

Sturm gesät - Wahnsinn geerntet

http://www.muslim-markt.de/forum/messages/1625.htm


Sie haben Sturm gesät und Wahnsinn geerntet

 

Von Yavuz Özoguz am 06. Marz 2010 10:10:53:

 v
Sie haben Sturm gesät und Wahnsinn geerntet Sie wollten den muslimischen Ländern einreden, dass sie arm seien, jetzt sind sie die meistverschuldeten Länder der Welt und stehen vor dem Staatsbankrott.
Sie wollten behaupten, dass es Meinungsfreiheit nur bei ihnen gibt, aber immer mehr müssen ihre Bürger im Internet bei alternativen Nachrichten aus dem Ausland lesen, weil ihnen Vieles vorenthalten wird.
Sie haben behauptet, dass es bei ihnen keine Zensur gibt, aber jeder, der Israels Holocaust-Missbrauch kritisiert, muss um seinen Job fürchten.
Sie wollten die Bodenschätze der Muslime plündern, jetzt werden ihre eigenen Einkommen von ihren eigenen Banken geplündert.
Sie wollten Muslimas das Kopftuch ausziehen, jetzt werden sie alle von Nacktscanner ausgezogen.
Sie wollten Muslime sexuelle befreien, jetzt bricht das unmenschliche Lügengebilde des Zölibats über ihnen zusammen.
Sie wollten ihr Uran in Form von Munitionen unter Muslimen verbreiten, jetzt brechen ihre Endlager zusammen.
Sie wollten die muslimische Ablehnung von Zinsen als Antisemitismus brandmarken, jetzt bricht ihr gesamtes Kapitalsystem unter der Zinslast zusammen.
Sie haben den Muslimen vorgeworfen, nur korrupte Politiker zu haben, jetzt kann man Gesprächstermine mit ihren Politikern kaufen.
Sie haben behauptet, dass die “Internationale Gemeinschaft“ den Iran isolieren würde, jetzt werden sie selbst von jener “Internationalen Gemeinschaft“ für diese Lüge isoliert.
Sie haben behauptet, dass der Zionismus friedliebend sei und fragen sich jetzt, wozu der Zionismus Interkontinentalraketen, die selbst die USA erreichen können, braucht.
Sie haben sich als Vorreiter der Rassismusabwehr aufgespielt, um als uneingeschr�nkter Unterst�tzer des zionistischen Rassismus blossgestellt zu werden.
Sie haben lautstark eine Zwei-Staaten-Lösung propagiert und nur ein einheitliches Chaosgebilde der Unterdrückung und Besatzung übrig gelassen.
Sie haben behauptet, dass der Westen Mauern abbaut, um die grösste Mauer unserer Epoche auf fremden Boden aufzubauen.
Sie haben von der hohen Arbeitslosigkeit in muslimischen Ländern gefaselt, um dann nur noch mit Kurzarbeit die eigenen katastrophalen Zahlen zu “schönen“.
Sie haben behauptet, dass Muslime mit Nazis paktieren würden, während die Nazis inzwischen ihren populistischen Politikern und zionistischen Schreibern laut zujubeln!
Sie haben dazu aufgefordert, Länder zu sanktionieren, die ihnen nie etwas angetan haben, und müssen jetzt angefangen mit Island und Griechenland ihre eigenen Bevölkerungen zu bestrafen.
Sie haben jeden Terror auf eine Religionsgemeinschaft bezogen, während der Terror, der von ihren Soldaten ausgeht, inzwischen jeglichen Terror in der Welt um weites übertrifft.
Sie haben behauptet, der Islam sei ein intolerante Religion, jetzt wollen sie den Heiligen Qur’an verbieten.
Sie haben von Menschenrechten gesponnen, um Guantanamo jahrelang mitzutragen.
Sie haben stets behauptet sich für Frieden einzusetzen, um die meisten unschuldigen Frauen und Kinder ihrer Zeit ermordet zu haben.
Sie haben behauptet, dass ein Muslim kein Deutscher sein kann, aber jetzt sterben die nichtmuslimischen Deutschen aus.
Sie werden untergehen, und dann wird es Frieden auf Erden geben.
Jetzt fragt man sich, wer denn “Sie“ sind. “Sie“ sind alle jene, die den Grossteil der oben aufgelistet Schandtaten mittragen.
Die “Internationale Staatengemeinschaft“, die “Internationale Völkergemeinschaft“, die Mehrheit der Menschen dieser Erde haben die Nase voll von all dem Unfrieden, den eine kleine Clique von Wahnsinnigen in der Welt bewirkt. Und die Zeit des Wahnsinns neigt sich immer schneller dem Ende zu. Und dann kann es wirklich Frieden auf Erden geben, ohne Hunger aber mit viel Durst nach Wahrheit, die dann aber auch wirklich frei angestrebt werden kann!

Samstag, 6. März 2010

neues Berufsziel (Comic)

ad sinistram: Ärsche herzen - nicht Analfistel sein!

ad sinistram: Ärsche herzen - nicht Analfistel sein!

Schäbiges Theater mit Guido

http://www.radio-utopie.de/2010/03/05/guidos-schabige-maskerade/


Guidos schäbige Maskerade

Von Edmund Neun | 5.März 2010
Da gibt es also nun einen Eklat um die jährliche Nockherberg-Predigt von “Bruder Barnabas”. Er vergleicht Guido Westerwelle und sein Gerede – vollkommen zu Recht – mit der Nazi-Ära. Herr Westerwelle reagiert darauf, indem er sich zumindest billigend unter den Schutzschirm der zum Reflex erstarrten Dauerempörung des Zentralrats begibt und eine Acht über eine der wenigen verbliebenen Kabarettveranstaltungen verhängt, die noch sagt, wie die Dinge sind.

Das ist an Zynismus kaum mehr zu überbieten. Sicherlich ist es verständlich, dass der jeweilige Vertreter des Zentralrats mit Argusaugen darüber wacht, dass die Singularität des Schreckens in der Nazizeit mit nichts verglichen wird, schon allein, um das Opfergedenken zu bewahren. Das ist ein verständlicher Reflex.

Weniger verständlich ist die Dummdreistheit, mit der dieser Reflex immer wieder gerne als Totschlagargument in der politischen Debatte von Profiteuren vom Schlage eines Herrn Westerwelle genutzt wird. Das ist schäbig zu nennen.
“Barnabas” hätte noch weiter gehen können und den Lebenswandel des Herrn Westerwelle in Frage stellen können. Von wirklicher Arbeit, wie er sie allen anderen zumuten möchte, hat dieser Müßiggänger soviel mitbekommen wie ein von Geburt Erblindeter von der Farbe Türkis.
Richtig ist auch, dass wir den nächsten politischen Häscher sicherlich bei aller Singularität des Grauens nicht an einem lächerlichen Oberlippenbart erkennen werden oder an einem braunen Hemd.
Er mag auch perfekt gescheitelt, lifegestylt, mit Schmiss im Gesicht und Fönfrisur daherkommen. Gebt ihm vier Jahre Zeit! Am ehesten werden wir ihn also an überzeichneter, lächerlicher Rhetorik erkennen.
Dass diejenigen, die es wie “Barnabas” zu früh aussprechen von einer amorphen, als dämlich zu bezeichnenden Masse, so lange beschwichtigt
und als Übertreiber ausgebremst werden, bis es zu spät ist – diese Erfahrung machen wir ja nicht zum ersten Mal. Nur durch die zeitliche Nähe mag sie manchen unter uns als Parallele kaum auffallen.
Ihr weads Euch noch wundern!
Dass Herr Westerwelle künftig keine Einladung auf den Nockherberg mehr wünscht, dürfte dagegen kaum schädlich sein. Es ist ohnehin zu bezweifeln, dass er einer Teilnahme an der Veranstaltung intellektuell gewachsen wäre.

Eigentlich wußte man es schon immer...,

...daß die Elite pervers und dekadent ist.

Und, dass das selbsternannte Bodenpersonal Gottes hinter Ritualen und Scheinheiligkeit ihre Verdorbenheit verbirgt, und diese auf Kosten anderer und der Opfer verteidigt, koste es was es wolle. Ein Blick in die Aberglaubenliste des Mittelalters und sonstiger Vergangenheit, in die Greuelaufzählungen mancher Päpste und Kirchenoberen genügt eigentlich.

Es ist erstaunlich, was sich Menschen antun und gefallen lassen, und dennoch glauben, irgendwie werde das Richtige dabei herauskommen. Über 2.000 Jahre lang wurde das, was als christlich zu gelten hatte, verfälscht, in martialische Regeln und Massnahmen gegen Menschen gegossen. Das Ursprüngliche, das Jesus predigte, wurde über 2.000 Jahre lang auf ein Podest gestellt, und dort blieb es auch. Das, was als christlich gelebt und gehandelt wurde, war etwas ganz anderes, und so verlogen, dass es mit dem Ursprung nie etwas zu tun hatte.

Kirche - das ist Betrug am Glauben, an allen den gutgläubigen und gutwilligen Menschen, die diesem Mist bisher aufgesessen sind. Und, wer noch in der Kirche ist, muss nun auch noch bezahlen, wenn er diesem Betrugsgebäude entkommen will.

Aber, nicht nur Kirchen sind betroffen, sondern die Eliteschulen sonstiger Art geraten auch in den Blickwinkel der Missbräuche. Die gehobene Langeweile erhabener Bildungsideale macht anscheinend anfällig für verdorbene Handluungsweisen. Die Heranbildung elitärer Zöglinge zu abgehobenen Existenzen befördert das Perverseste des Menschen in den abgeschotteten, erlauchten Hallen jener Bildungseinrichtungen.

Es ist, als sammle sich die Elite der Perversen gerade in solchen Gefilden - je nach Geisteshaltung und Richtung - in den Kirchen und Eliteschulen.

http://alterknacker.blog.de/2010/03/06/missbrauch-gewaltorgien-christliche-amtstraeger-8124633/


Missbrauch und Gewaltorgien durch "christliche" Amtsträger...

...kreuz und quer durch die "christlich-liberale" Republik, und die Kanzlerin schweigt.
Es sind nicht mehr einzelne Fälle. Hier steckt System dahinter, denn es ist ja nicht nur in unseren Land so, sondern rund um den Erdball. Und die Kirche schweigt und vertuscht.
Allein, wenn ich jetzt vorgebrachte Entschuldigungen höre, wird mir nur kotzübel.
Ich persönlich kann nur jedem Opfer raten, sich nicht mit einem "warmen" Händedruck abzufinden. Solch eine verlogene Kirche soll "bluten", wie es schon ihr Vorbild musste, als man ihn ans Kreuz schlug, diesmal aber ohne "Heiligsprechung". Die "Aktiengesellschaft" Kirche soll zahlen, bis sie schwarz wird.
Was mich in diesem Zusammenhang aber noch verwundert, ist das Schweigen unserer ach so "staatstragenden Politiker". Die können doch nicht alle plötzlich zur Salzsäule erstarrt sein wie Lots Weib?
Wo war die sg. "staatliche" Aufsicht? Oder gab es die für kirchliche Einrichtungen garnicht?
Und dann reden unsere Volks(ver)treter auch noch von "christlichen" Werten und "christlicher" Leitkultur.
Ich habe nicht umsonst das Zitat von Dürrenmatt in meinen Blogkopf eingefügt, das war wirklich ein sehr schlauer Mensch.
Jetzt heisst es aber für die Opfer, wirkliche Gerechtigkeit zu fordern und zu erhalten und niemals locker zu lassen oder aufzugeben, denn vergessen werden sie nie können.
Ich persönlich denke, die "Elite" der letzten 40 Jahre ist ziemlich "gefickt" worden.
Und wenn es nicht die Kirche ist, dann kommt hier schon die nächste "Eliteschmiede"
Weiterer Missbrauch an Vorzeigeschule
Von Jörg Schindler, 05.03.10, 23:50h
An der Odenwaldschule in Südhessen soll in den 1970er Jahrn schier Ungeheuerliches passiert sein. Ex-Schülern zufolge gab es regelmäßigen Zwang zum Oralverkehr, Wochenend-Sexschichten – und einen äußerst speziellen persönlichen „Service“ für Internatsgäste.
Nach den Vorgängen am Berliner Canisius-Kolleg und dem Bonn-Bad Godesberger Aloisiuskolleg bahnt sich der nächste große Missbrauchs-Skandal an einer deutschen Vorzeigeschule an.
Nach Informationen der Frankfurter Rundschau hat der Vorstand der Odenwaldschule (OSO), einer Unesco-Modellschule im südhessischen Heppenheim, „den jahrelangen Missbrauch von Schutzbefohlenen durch Pädagogen“ eingeräumt. So steht es in einer noch nicht veröffentlichten Stellungnahme des Vorstandes. Schulleiterin Magarita Kaufmann: „Es ist für mich eine Tatsache, dass hier mindestens seit 1971 sexueller Missbrauch stattgefunden hat.“
Die ehemaligen Schüler - fast alle Männer - berichten, wie sie als 13-, 14-Jährige von ihren Lehrern regelmäßig durch das Streicheln der Genitalien geweckt, wie sie als „sexuelle Dienstleister“ für ganze Wochenenden eingeteilt, und sie zu Oralverkehr gezwungen wurden. Einige Lehrer hätten ihren Gästen Schüler zum sexuellen Missbrauch überlassen. Lehrkräfte haben demnach Schutzbefohlene geschlagen, mit Drogen und Alkohol versorgt oder beim gemeinschaftlichen Missbrauch eines Mädchens nicht eingegriffen.
Vorwürfe bereits vor zehn Jahren bekannt
Erste Vorwürfe gegen den langjährigen Rektor Gerold Becker, der die OSO von 1971 bis 1985 leitete und heute schwer krank ist, waren vor gut zehn Jahren publik geworden. Seinerzeit berichteten Altschüler von massiven Übergriffen Beckers gegen 13-Jährige, bis hin zum erzwungenen Oralverkehr. Die Vorwürfe wurden von der Schule jedoch nur halbherzig aufgegriffen.
„Es war eine Unterlassung und ein grober Fehler, dass die Schule damals nicht nachgeforscht hat“, sagt Kaufmann, die seit 2007 im Amt ist. Sie selbst sei im vergangenen Jahr erneut von Ehemaligen angesprochen worden, die fürchteten, die Schule werde sich auch bei der 100-Jahr-Feier im April 2010 wieder ihrer Verantwortung entziehen. Daraufhin habe sie etliche Gespräche mit Ex-Schülern geführt und dabei erst „das wahre Ausmaß“ des Skandals erahnt. Kaufmann geht von mindestens drei Lehrern aus, die sich sexueller Übergriffe schuldig gemacht haben sollen. Zeugen hätten 20 Opfer genannt. Juristisch gesehen gelten alle diese Fälle als verjährt. Die betroffenen Ex-Schüler gehen von 50 bis 100 Missbrauchsopfern aus. Namentlich nennen sie neun Lehrer, denen sie Gewalt gegen Schüler und Sex-Übergriffe vorwerfen.
Viele berühmte Schüler
Dem Vordenker der Reformpädagogik und Lebensgefährten von Ex-Schulleiter Becker, Hartmut von Hentig, warfen die Betroffenen zumindest Mitwisserschaft vor. Von Hentig nennt den Vorwurf „grotesk“.
Die Odenwaldschule ist berühmt. Auf der Homepage werden stellvertretend für andere später bekannt gewordene „Ehemalige“ die Schriftsteller Thomas Mann und Jakob Arjouni sowie der Politiker Daniel Cohn-Bendit zitiert.

Abgewaschen und frisch lackiert: Das Image...

Nein, es darf nicht sein, was den Regierenden nicht passt - und es soll nicht sein, was der Kirche am Image nagt. Also, wird vertuscht, manipuliert und zensiert auf Teufel komm heraus.


Schwarzliberale Zensur

Florian Rötzer 06.03.2010

Fastenprediger vom Nockherberg tritt zurück, das Bayerische Fernsehen beugt sich der Staatsgewalt

Nicht-Bayern sind die [extern] Fastenpredigt vom Bruder Barnabas und das anschließende Singspiel auf dem Nockherberg zum Starkbieranstich – der fünften Jahreszeit - vielleicht gar nicht bekannt. Gepflegt wird hier das Politiker-Derblecken, schließlich hatten die Bayern unter der langen CSU-Dominanz ansonsten wenig zu lachen. Aber das geht nicht immer gut. 2007 durfte Django Asül einmal auftreten, aber der türkische Staatsbürger mit dem niederbayerischen Dialekt war wohl zu frech und wurde schnell abserviert.

 Mehr lesen:

 http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32210/1.html

 

Vom Kinder- zum Abmahnmissbrauch?

Ein katholischer Würdenträger reagierte auf einen Hinweis an sein Bistum mit der Zusendung von Unterlassungserklärungen

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung reagierte ein katholischer Pfarrer auf dem Bistum Regensburg zugetragene Missbrauchsvorwürfe mit der Zusendung von Unterlassungserklärungen, durch welche er die Informantin und eine Vermittlerin zum Schweigen bringen wollte.
Monika P., die in der Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern ehrenamtliche tätige Vermittlerin, sagte dem Blatt, dass sich die Haushälterin eines Priesters vor sieben Jahren mit der Information an sie gewandt habe, dass dieser sich einen minderjährigen "Ziehsohn" gehalten habe, der "auch im Schlafzimmer" ein- und ausging. Zudem soll der Geistliche regelmäßig "Buben" vom tschechischen Straßenstrich aufgesucht haben.

Mehr erfahren:

http://www.heise.de/tp/blogs/8/147199


Fussball WM 2010

Die Fußball-Weltmeisterschaft und die Slums
Zwanzig Jahre nach der Freilassung Nelson Mandelas wird die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika ausgetragen. Viv Smith wirft einen Blick hinter die schöne Kulisse und beschreibt die Auswirkungen auf die einfachen Menschen.

Über 40 Jahre lang wurde die schwarze Bevölkerung in Südafrika unterdrückt. Unter dem System der Rassentrennung, gennant Apartheid, wurden den schwarzen Südafrikanern alle demokratischen Rechte verweigert. Einer der führenden Kämpfer gegen die Apartheid war Nelson Mandela. Als er im Jahr 1990 aus dem Gefängnis entlassen wurde, kamen 50.000 Menschen, um ihn reden zu hören. »Unser Marsch zur Freiheit ist unumkehrbar«, rief er ihnen zu. Hilda Ndude war damals dabei: »Wir waren unglaublich optimistisch«, sagt sie. »Wir wussten, ein neues Südafrika wurde geboren.«

Zwanzig Jahre später schwindet dieser Optimismus von Tag zu Tag mehr. Die Fußball-Weltmeisterschaft wird im Juni dieses Jahres in Südafrika ausgetragen. Die Augen der ganzen Welt werden wieder auf dieses Land gerichtet sein. Doch was die wenigsten Kameras zeigen werden, ist die Rückkehr einer Praxis, die eng mit dem Südafrika der Apartheid verbunden ist: die Zwangsräumung von Schwarzen aus ihren Häusern.

Ein Land großer Kontraste (hier anklicken)
Südafrika hat eine Bevölkerung von 50 Millionen Menschen - und die weltweit größte Kluft zwischen Reich und Arm. Jeder Vierte ist arbeitslos, und 18 Millionen Menschen müssen mit weniger als 2 Dollar am Tag auskommen. Seit Ende der Apartheid hat sich zwar eine schwarze Mittelschicht entwickelt. Aber als Erbe der rassistischen Spaltung sind noch heute 95 Prozent der Armen Schwarze.

Nach dem Zuschlag für die Fußball-WM im Jahr 2007 erklärte der damalige Präsident Südafrikas, Thabo Mbeki, dies sei »ein Moment, da Afrika aufrecht und entschlossen den Jahrhunderten der Armut und Konflikte den Rücken kehrt«.

Für die Mehrheit der Südafrikaner dagegen symbolisieren die riesigen Fußballstadien Vergeudung von dringend benötigten Mitteln. Der Stadtrat von Johannesburg hat beispielsweise wegen Überschreitung der Baukosten seinen Haushalt um über 90 Millionen Euro gekürzt. Die Einzelspiele werden bis zu 650 Euro kosten. Dagegen steht ein Wochenlohn von durchschnittlich 60 Euro für einen Bauarbeiter. Die Arbeiter, die die Stadien errichteten, werden sich jedenfalls keine Eintrittskarten leisten können. »Das zeigt, wie tief die Klassenspaltung in unserem Land ist«, sagt Castro Ngobese von der Metallarbeitergewerkschaft Numsa. »die Menschen können sich nicht einmal die notwendigsten Dinge wie Brot, Milch und ein anständiges Mahl leisten.«

Riesige Barackensiedlungen werden als Müllkippe für die Stadtarmen gebaut, um die Menschen um das Riesenstadion und andere Bauprojekte herum aus dem Blickfeld zu verbannen. Dreißig Kilometer von der Stadtmitte Kapstadts entfernt befindet sich ein Ort, den die Anwohner Blikkiesdorp, »Blechdosenstadt«, nennen. Endlose Reihen von drei mal sechs Meter großen Wellblechhütten wurden hier aufgestellt, in denen ganze Familien in einem einzigen Raum leben müssen. Das Wellblech lässt sich locker mit einer Schere aufschneiden (zu den Fotos der Anti-Eviction-Campaign ...). Die Hütten stehen auf einer weiten staubigen. Jeweils vier Bewohner müssen sich Wascheinrichtungen, Toilette und einen Wasserhahn teilen. Der Ort liegt weit entfernt von den Arbeitsplätzen der Leute, und die Verkehrsanbindung ist schlecht. Viele der Bewohner leiden unter HIV/Aids, können aber keine Klinik aufsuchen. In der südafrikanischen Presse wurden diese eingezäunten und polizeilich bewachten Gebiete bereits als Konzentrationslager bezeichnet. Ziettha Meyer wurde von einer Sozialarbeiterin in die »Blechdosenstadt« gebracht. Diese drohte ihr mit Gefängnis, sollte sie sich weigern, mitzukommen. »Sie setzte uns wie einen Hühnerhaufen ab«, sagt sie, »wir hatten keine Wahl.« Nach dem neuen Slumgesetz kann jeder, der den Anweisungen zum Unzug nicht folgt, für fünf Jahre ins Gefängnis wandern. Für den Stadtrat von Kapstadt dagegen ist Blikkiesdorp das »vorübergehende Umsiedlungsgebiet Symphony Way«. Er hat versucht, Menschen aus schwarzen Townships wie Joe Slovo »umzusiedeln«, die sich entlang der Strecke vom Internationalen Flughafen Kapstadt bis in die Stadtmitte ziehen. Joe Slovo ist eine seit langem bestehende »informelle Siedlung« in Langa, dem ältesten schwarzen Township in der Provinz Westkap. Die Organisatoren der Fußball-WM nennen sie einen »Schandfleck« und wollen, dass sie verschwindet. Aber die 20.000 Einwohner dort haben Widerstand geleistet. Sie haben, seit die Austragung der Fußball-WM in Südafrika bekannt gegeben wurde, erfolgreich ihre Umsiedlung verhindert.

Mehr lesen:

http://marx21.de/content/view/1001/32/

Freitag, 5. März 2010

Haargenau ! - Ich will nicht vergessen...

http://realasmodis.blog.de/2010/03/05/vergessen-8122603/


Ich will nicht vergessen

Die Puhdys: Qualität auf höchstem Niveau seit der ausgehenden Jungsteinzeit - wobei mir die Originalbesetzung immer noch am besten gefällt. Mein Rausschmeißer zum Feierabend.


Die katholischen Scheinheiligen lassen auch nichts mehr anbrennen...

...abgesehen von den Missbräuchen, die nun aus allen Ritzen hervorkommen.


Rom

Sex-Affäre um männliche Prostituierte erschüttert Vatikan

Schwere Zeiten für die katholische Kirche: Ein Chorsänger des Vatikan soll männliche Prostituierte vermittelt haben. Zu seinen Klienten gehörte angeblich auch ein Mann, der sich im direkten Umfeld von Papst Benedikt bewegte.

Aber, hallo !
Weiterlesen:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,681893,00.html#ref=rss#ref=rss

Der Rechtsdrall hat sich eingedreht...

http://blog.fefe.de/?ts=b56fecf3

Fri Mar 5 2010

  • [l] Erinnert ihr euch noch an den Aufschrei, als ein Pirat der Jungen Freiheit ein Interview gab? Das seien Nazis, wir können sie nur, was für eine Schande? Guckt mal, wer der jf noch so Interviews gibt. Über einen angeblichen "Linkstrend" in der CDU. Jemand, der sich offen als "Nationaler" bezeichnet, und der alt genug aussieht, dass er noch miterlebt hat, was das heißt. Und wisst ihr was? Niemand wird etwas sagen. Weil eh jeder von der CDU nichts anderes erwartet, als dass sie die Nazipartei Light ist. (Danke, Manuel) 

...doch, das hatten wir schon mal... - auch, dass die Wahrheit unerwünscht ist



...zum Mindesten in Ansätzen ist es wieder da. Und alle, die sich das Durchgreifen eines "kleinen Hitlers" gewünscht hatten, könnten sich eigentlich schon zufrieden zurücklehnen, denn mehr ist eigentlich für einen "kleinen Hitler" nicht drin - sonst ist es wieder ein grosser Hitler.

Wenn das nicht mehr angesprochen werden darf, dann ist etwas faul - dann läuft man Gefahr, das für jene gut zu heissen, die es früher anderen zufügen liessen, bzw. weggesehen hatten, und das alles zugelassen hatten. Klar, die Öfen rauchen nicht mehr, - keine geschlossenen Camps. Noch nicht, oder...

Diesen Text des nunmehr zurücktretenden Kabarrettisten Michael Lerchenberg kann ich genauso unterschreiben, wie es einige Menschen schon getan haben:

"Alle Hartz-IV-Empfänger sammelt er in den leeren, verblühten Landschaften zwischen Usedom und dem Riesengebirge, drumherum ein großer Stacheldraht - hamma scho moi g'habt. Dann gibt's a Wassersuppn und einen Kanten Brot. Statt Heizkostenzuschuss gibt's von Sarrazins Winterhilfswerk zwei Pullover, und überm Eingang, bewacht von jungliberalen Ichlingen im Gelbhemd, steht in eisernen Letter: 'Leistung muss sich wieder lohnen'." Gemeint war mit "er" eben Guido Westerwelle.

Das ist es, was viele beschleicht an unheimlichem Gefühl, an warnendem Signal bei allen den hetzerischen Tönen gegen die Armen unter uns. Jeder der keinen Anstand mehr in sich hat fühlt sich inzwischen angestachelt, auch "gegen die da unten" vorzugehen, - alte Rechnungen zu begleichen,- nachzutreten, es denen da oben gleichzutun.

Als ich meine Grossmutter - die mütterliche - mal fragte, was das Schlimmste für sie gewesen sei, damals,- sagte sie: "Das waren die kleinen Hitler ringsum..."

Es war zum Beispiel jener Lehrer, der meine Mutter an den Haaren durch das Klassenzimmer geschleift hatte und sie schlug, sie drangsalierte wo er nur konnte, weil sie nicht im BDM (Bund deutscher Mädchen) war. Ich traf ihn später wieder, - er war schon alt, sein Sohn wollte mit mir anbandeln und lud mich zum Kaffee zu seinem "einsamen Vater", der seine Frau pflegen musste weil sie schwer krank war. Ich ging hin, sagte ihm ins Gesicht wer ich war, spuckte ihm meine Verachtung vor die Füsse.

Seine Frau dämmerte in Schweigen und Krankheit dahin, die war nicht mehr erreichbar für die noch Lebenden und Kämpfenden. Guido Westerwelle ist noch nicht ganz da angelangt, wo dieser Lehrer war, aber viel fehlt nicht mehr. Zum Mindesten stachelt er auf, - und er weckt bei Menschen wie mir eben Assoziationen.

Die Wahrheiten sind wieder unerwünscht - waren es wohl immer schon - konnten mal mehr, mal weniger gut unterdrückt werden. Und nun sind wir wieder damit befasst, alles Unbequeme für einige verwöhnte Schreihälse aus dem Weg zu räumen, auch die Wahrheit, dass eben diese Gedanken geweckt werden - und, dass es Guido Westerwelle war, der eben den Anstoss gab, dass die Menschen daran dachten.

Woran? - An das Arbeitslager Deutschland.

Dass nun ein Kabarrettist gehen muss, weil ihn der politische Dünnpfiff und auch jener, den der Rat der Juden in seiner verlorenen Vernunft auskippt, nicht mehr erträgt, ist nur eines der Zeichen dafür, wie verlogen und flachsinnig diese Republik geworden ist.

Ja, und sein Sohn hat recht, wenn er den Mut seines Vaters bewundert - genau diese Mutigen brauchen wir, um zu verhindern, dass es genauso wird, wie damals - das, was die Juden als einmaliges Verbrechen gegen sie beanspruchen. Es geht nicht darum, jetzt schon im genauen Masstab zu vergleichen, sondern, daran zu erinnern, und aufzurütteln. Wer das nicht wissen will, macht sich wieder schuldig - hat sich schon schuldig gemacht inzwischen - an allen jenen, die täglich die Ächtung und Hetze schon wieder ertragen müssen.

Den Artikel dazu gibt es hier:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/974/505179/text/

Der nächste Präsident des Bundesverfassungsgerichts heißt Andreas Voßkuhle.

Papier-Nachfolge

Voßkuhle wird Chef des höchsten Gerichts

5. März 2010, 08:24 Uhr
Der nächste Präsident des Bundesverfassungsgerichts heißt Andreas Voßkuhle. Der 46-Jährige, derzeit Vizepräsident des Gerichts, gilt besonders im Verwaltungs- und im Umweltrecht als versiert. Zu den aufsehenerregenden Entscheidungen, an denen er beteiligt war, gehört das Urteil zum EU-Reformvertrag.


http://www.welt.de/politik/deutschland/article6656963/Vosskuhle-wird-Chef-des-hoechsten-Gerichts.html
 

Noch einer mit einem Brief an Westerwelle

http://www.fixmbr.de/offener-brief-an-dr-guido-westerwelle/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+fixmbr_de+%28F!XMBR%29


Offener Brief an Dr. Guido Westerwelle

Lieber Herr Dr. Westerwelle,
mittlerweile ist öffentlich geworden, dass Sie mit einfacher Mathematik, Niedriglöhnern und Hartz IV auf Kriegsfuß stehen. Mehrere politische Kommentatoren unterstellen Ihnen bewusste Lügen, um zwei gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen, damit Sie Ihren politischen Vorteil daraus ziehen können. Soll ich Ihnen Etwas verraten, lieber Dr. Westerwelle? Ich glaube das nicht. Meiner Einschätzung nach fällt es Ihnen schwer, so weit zu denken. Wissen Sie, was für mich eher plausibel erscheint? Sie haben sich offensichtlich auf die Schlagzeile der BILD verlassen. Und sind nun verlassen. Selbst der BDI wendet sich mittlerweile von Schwarz-Gelb ab und sieht den wirtschaftlichen Standort Deutschland in Gefahr. In meinen Augen sind Sie das Abziehbild des typischen Vorurteils über heutige Politiker. Unfähig, populistisch – und wenn man an Mövenpick denkt, auf den eigenen Vorteil bedacht, zum Schaden der Allgemeinheit.

Lieber Dr. Westerwelle, Sie sind Vizekanzler und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Damit tragen Sie eine ganz besondere Verantwortung – für alle gesellschaftliche Gruppen. Nicht nur für Hoteliers, Apotheker, Ärzte und Anwälte. Sie werden dieser Verantwortung nicht im Ansatz gerecht. Wissen Sie, woran ich immer denke, wenn ich Sie und ihre unanständigen Tiraden sehe?
An anständigen Politiker denkt niemand
Die politische Diskussion in Deutschland zeigt mittlerweile fatalistische Züge. Es wird nicht mehr sachlich argumentiert und abgewogen, was das vermeintlich beste für unser Land ist. Wer lauter schreit, hat recht. Sobald sich eine Stimme der Vernunft meldet, wird sie per pawlowschen Reflex niedergeschrien. Es scheint in Deutschland nur noch Schreihälse zu geben und niemand mehr, der vernünftige Politik betreibt.
Anständige Politiker sind in den letzten Jahren zu einer aussterbenden Spezies geworden. Der Abstand zwischen denen da oben und denen da unten ist größer denn je geworden. Politik und Gesellschaft entfremden sich voneinander, unsere Demokratie erodiert und bröckelt auseinander.
Anstand muss sich wieder lohnen
Populistische Unwahrheiten über Hartz IV erregen die Republik. Diskussionen über unser zukünftiges Gesellschaftsmodell tun es nicht. Was sagen eigentlich anständige Politiker, die sich täglich um die Tafeln und die Schwachen der Gesellschaft kümmern, ehrliche Politik betreiben? Wer anständig ist, steigt in der Politik nicht auf. Diese Leichtfertigkeit im Umgang mit dem Anstand besorgt mich zutiefst. Die Missachtung der Politik im Allgemeinen hat System und ist brandgefährlich. Wer dem Volk eine res publica vorspielt, beweist, welch spätrömische Dekadenz in den Deutschen Bundestag Einzug gehalten hat.
An dieser Politik wird Deutschland scheitern. In vielen anderen Ländern der Welt wird vernünftige Politik betrieben. Es wird hart gearbeitet, damit die Kinder es einmal besser haben. Bei uns werden Kinder, die von Hartz IV betroffen sind, von Politikern in der BILD-Zeitung gebracht. Dabei muss doch gerade die Jugend lernen, dass Politik in einer Demokratie existentiell ist und nicht zu einer Schlagzeile im Boulevard verkommen darf.
Zu lange schon bestimmen in Deutschland politische Schreihälse die Agenda. Vergessen dabei werden Anstand, Moral und Ethik. In einer funktionierenden Demokratie müssen wieder anständige Politiker in den Mittelpunkt der Gesellschaft und die politischen Verantwortung rücken. Das wäre für mich eine moralisch-ethische Wende, die ich nach Schwarz-Gelb für nötiger denn je halte.
Lieber Dr. Westerwelle, die ersten Monate von Schwarz-Gelb, insbesondere Ihr befremdliches Wirken, hat gezeigt, dass Sie dazu nicht imstande sind. Sie stehen für mein Dafürhalten für das genaue Gegenteil, was unser Land, unsere Demokratie und unsere Gesellschaft so dringend benötigen. Angela Merkel hat einmal gesagt, sie möchte dem Volk dienen. Wenn Sie als Vizekanzler und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland nur einen Hauch von Verantwortungsbewusstsein in sich tragen, ist ein Rücktritt unausweichlich.
Lieber Herr Dr. Westerwelle, treten Sie zurück!
Unser Land ist wahrlich besser dran, ohne politische Schreihälse, die auf Grundlage von falschen Zahlen zu ihrem eigenen Vorteil unterschiedliche Gesellschaftsgruppen gegeneinander aufhetzen.
Wissen Sie, lieber Dr. Westerwelle, an diesem Punkt sollte eigentlich mein Offener Brief enden. Doch dann las ich gerade, dass Sie zukünftig dem Nockherberg fernbleiben wollen. Der Kabarettist Michael Lerchenberg hatte gesagt: Alle Hartz-IV-Empfänger sammelt er [Anm.: Sie waren gemeint.] in den leeren, verblühten Landschaften zwischen Usedom und dem Riesengebirge, drumrum ein großer Stacheldraht – hamma scho moi g’habt. Dann gibt’s a Wassersuppn und einen Kanten Brot. Statt Heizkostenzuschuss gibt’s von Sarrazins Winterhilfswerk zwei Pullover, und überm Eingang, bewacht von jungliberalen Ichlingen im Gelbhemd, steht in eisernen Lettern: Leistung muss sich wieder lohnen.
Sie sehen sich durch diese Äußerung mit einem KZ-Wärter verglichen. Soll ich Ihnen Etwas verraten, lieber Dr. Westerwelle?
Das ist das, was die schweigende Mehrheit denkt.
Und das wird man ja wohl noch sagen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Chris

Es lebe das globale Kapital - und voran der Teuro ...

,,,und falls man das nicht verkraftet, wie Griechenland - kein Problem:

Leute, verkauft die Erde unter Euren Füssen - die Hütten über Euren Köpfen - die Betten unter den Hintern...



http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57754

Hilferuf

http://www.dersemit.de/index.php/palestine/13-palestine-kategorie/99-hilferufes


HILFERUFES

E-Mail Drucken PDF
Am 1. März 2010 hat die israelische Besatzungsarmee die beiden Brüder Alhasan Almuhtasib, 12 Jahre alt, und seinen jüngeren Bruder Alamir Almuhtasib, 7 Jahre alt, beide aus Alkhlil (Hebron) im besetzten Palästina, verhaftet. Der Vater der beiden Kinder erzählt die unglaubliche Geschichte der Verhaftung seiner beiden Kinder und seiner eigenen Odyssee:
Die Beiden wurden auf der Shalala Street mitten in Hebron verhaftet. Die Passanten beobachteten und erzählten, wie die Beiden von israelischen Soldaten verhaftet wurden und ins Karaj Camp – einer Militärbasis im Stadtteil „Karaj“ in Hebron - gebracht wurden. Auf meine Frage nach meinen Kindern sagten mir die israelischen Soldaten im Camp, dass die Beiden auf der Polizeistation der Abraham Moschee festgehalten würden. Dort sagten die Polizisten mir aber, dass sie der die Polizei in Kiriat Arba´ - einer Siedlung in Hebron – übergeben wurden.
Stunden später kehrte ich unverrichteter Dinge und voller Angst nach Hause zurück und fand meinen jüngeren Sohn Alamir total verängstigt und weinend vor der Haustür. Sein Zustand war Besorgnis erregend, um nicht zu sagen miserabel – sowohl mental als auch physisch. Später erfuhr ich über Umwege, dass mein älterer Sohn Alhasan inzwischen ins Inhaftierungslager A´ofer bei Ramallah - im Norden der Westbank, weit entfernt von Hebron, gebracht wurde.
Er wurde am nächsten Tag dem Richter mit Handschellen und Fußfesseln vorgeführt – ein Bild, das mir für alle Ewigkeit in meine Augen eingebrannt sein wird. Der Vorwurf lautete, die Soldaten mit Steinen beworfen zu haben. Als die israelische Anwältin Lina Tzimel erschien, zog einen Luftballon aus ihrer Handtasche und versuchte so, ihn ein wenig zu beruhigen. Ein Luftballon für einen inhaftierten Zwölfjährigen….
Dem Richter war die ganze Angelegenheit wohl sehr peinlich, er versteckte sein Gesicht hinter dem Monitor seines Rechners. Doch Peinlichkeit schützt nicht vor Grausamkeit, nach paar Minuten sagte er mir, dass die Sache erledigt wäre, wenn ich 5.000 Schekel (ca. 1 000 €) Strafe zahlen würde. Die Sache…..
Nachdem die Anwältin gegen das Urteil des Richters protestierte und monierte, dass es überhaupt keine Anklageschrift geben würde, reduzierte der Richter die Strafe auf 2.000 Schekel (ca. 400 €). Ich verweigerte die Zahlung und sagte: „Mein Sohn ist ein Kind und steht vor Ihnen mit Handschellen und Fußfesseln, er zittert vor lauter Angst, denn rund um ihn stehen schwer bewaffnete Soldaten als wäre er ein Schwerverbrecher.“ Das Argument und vor allem der Appell an Gefühl und Menschlichkeit verklang ungehört - der Richter reagierte stattdessen genervt und mit eisiger Kälte: Er verlängerte die Haft meines Kindes bis Sonntag. Dann soll eine Anklageschrift vorliegen.
Nun appelliere ich an alle Menschen in der Welt: Helft mir, meinen zwölfjährigen Sohn frei zu bekommen.


Das Geheule um Bildung nervt...




...und vermutlich nicht nur mich, sondern vielleicht auch einige ausgeschlafene Jugendliche und Kinder.

Zu Beginn dessen, was mir alles aufstösst dabei, erinnere ich mich an den Ausspruch meines früheren, alten Apothekers. Dieser erklärte, nachdem der Numerus Clausus eingeführt worden war, dass er nun nach diesen Kriterien, kein Apotheker wäre. Und doch war er einer der besten und beliebtesten in jener Stadt, erfolgreich - weil er auf die Menschen eingehen konnte, jeden ernst nahm und nicht einfach abwimmelte,- jeden bediente, als wäre er nur für dessen Sorgen da. Das gesamte Team in dieser Apotheke war so drauf.

Es ist langweilig, die dauernd wiederkehrenden Phrasen zu verdauen, wie wichtig Bildung sei, wie schlecht (oder nicht schlecht) das Angebot, besonders für jene, die wenig Geld haben. Es kotzt an, wenn man sich dazuhin vergegenwärtigen muss, worauf man ausgerichtet werden soll, und dass die Bundeswehr an den Schulen ein- und ausgeht.

Früher kam da etwas dazu bei einigen von uns: Die Neugier - darauf, was in allen den schlauen Büchern stand, wir wollten es wissen, und mussten also lesen lernen. Das Interresse an der Welt da draussen, und was es so alles gab und auf uns warten würde, das trieb so einige von uns an, auch Widrigkeiten und entsetzliche Lehrer zu überstehen.

Trotz brüllender und prügelnder Lehrkräfte am Rande des Nervenzusammenbruchs schafften so einige von uns die Aufnahmeprüfung ins Gymnasium als Beste. Wir lernten bei Zeiten uns selber zu helfen, und selber dazuzulernen. Das brauchten wir dringend, denn die versagenden Lehrkörper damaliger Zeit mit ihrer Verwirrung zwischen Nazizeit und neuer BRD waren häufig keine grosse Hilfe. Das änderte sich erst wieder, nachdem es mehr Frauen als Lehrerinnen gab.

Nein, es war keine Dorfschule mit überforderten Lehrern, sondern in der Grosstadt, aber eben Nachkriegszeit. Damals waren auch nicht so viele Menschen reich - Einzelne, die kannte man. Die anderen arbeiteten sich wieder hoch, und den Kindern sollte es mal besser gehen...

Und doch, da strampelten sich viele ab, erreichten Bestnoten, immer mehr Jugendliche wollten studieren. Und, schon wurde zurechtgestutzt, - ausgelesen wurde schon immer,- nichts Neues also. Das Neue ist vielleicht, dass man es nicht mehr so verschämt tut, sondern unverschämt direkt und ungerechter noch, als das früher der Fall war.

Vor allem der Sieg der Vorurteile, der Triumph der alten Klassifizierungen im Verbund mit den Siegesfanfaren der Vorverurteilungen von Kindern, die noch gar nichts ahnen davon, welche sozial minderwertigen Kreaturen sie in den Augen derer darstellen, die ihnen doch Bildung vermitteln und nahebringen, sie schulen und fördern, ihnen Möglichkeiten eröffnen sollen.

Wer solchen Dreck, wie er heute ausgeschüttet wird - und das in allen Medien, öffentlich und überall - über sich ausgekübelt erleben muss, der soll dann noch motiviert sein? Oder gar neugierig auf Bildung, damit er diese Welt besser erfahren kann? Sehr einladend ist das nicht gerade, und wer dann noch von den lieben Mitschülern fertig gemacht wird, weil er anscheinend zu jener Schicht gehört, über die täglich die deutsche Scheisse gekübelt wird, dem kann es durchaus vergehen.

Damals gab es auch arm und reich - der arme Schüler musste ein bisschen Streber sein, wenn er nicht vom dicken Geldpolster unterlegt war. Wenn er anderen wiederum half, ohne genau hinzusehen, wem - dann war das wieder in Ordnung. Es war nicht so krass wie heute, und vor allem wurde nicht dauernd gehetzt.

Vorurteile gab es reihenweise, und viele waren sogar noch Gesetz - es gab Paragraphen gegen Homosexuelle, die Emanzipation musste erst noch gelebt werden, geschiedene Frauen waren bäh! - alleinerziehende Mütter sowieso. Es gab also genug, gegen das anzukämpfen war, und das kursierte -. und doch war es anders. Wie gesagt, es war nicht besser, aber anders.

Heute ist es so, als wären alle die aufgegebenen Gesetze gegen jene, die früher ausgegrenzt wurden, ein Anlass, wieder welche aufleben zu lassen. Irgendwie scheint sich die Gemeinschaft der Menschen nicht so ganz wohlzufühlen, wenn es nichts mehr gibt, auf das eingehackt werden kann. Dass sich gerade auch welche daran beteiligen, die vor kurzer Zeit noch selber mittendrin waren bei den Ausgegrenzten und Verfolgten, ist wenig begreiflich - aber leider Tatsache.

Damals machte sich jeder ans Kämpfen, ans Erarbeiten, und man erkannte, dass das Herabwürdigen und Schlechtmachen keinen Anreiz bietet - alles andere aber schon. Und, man war neugierig und wissbegierig. Normalerweise sind Kinder das sowieso.

Allerdings gab es auch noch genug Arbeit für jeden Menschen...

Ich kann den heutigen Schwachsinn nicht mehr hören...

Donnerstag, 4. März 2010

Dekadente Römer bei der FDP zu Besuch

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-betroffene-besetzen-fdp-buero-4435.php


Leider nahm die FDP das übel...

Eigentlich haben die da keinen Humor, bei der FDP, oder?

König Guido residiert... - mit einem Hinweis aus unserem Blogger-Netzwerk

 

Wer mehr zur Residenz von Guido und deren Geschichte wissen will, kann hier nachlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Borsig-Villa_Reiherwerder


 Und hier der Hinweis:

http://tueffler123.wordpress.com/2010/03/05/konig-guido-und-sein-schloss/


Die Macht der Pracht: Außenminister Guido Westerwelle lädt Prominente gern in die Villa Borsig ein – bezahlt wird aus der Ministerschatulle. Die Opposition ist irritiert.  Bestimmt nicht nur die Opposition!  Auch die Bevölkerung,  zumindest ich! 


http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/politik/742/504949/text/

Tja, mit irgend etwas muß Herr Westerwelle sich ja profilieren und mit einigen nichts sagenden Leuten Party machen.
Als sogenannte B Prominenz waren zugegen: Th. Gottschalk,  F. Magath, S.  Christiansen, und einige mehr.  Aber leider nur zwei Außenminister aus Spanien und der Schweiz. Ob man mit der Schweiz auch über das Bankgeheimnis referiert hat?

Deutsche Banken - schlechter Ruf...

Deutsche Banken haben ihren Ruf im Osten verloren 


POSEN - Es sind vor allen Dingen Deutsche Geldinstitute die in Polen und anderen osteuropäischen Ländern eine aggressive, verantwortungslose und manchmal auch geradezu betrügerische Geldpolitik betreiben. Dass sie hierbei auch Geld von Steuerzahlern und Investoren veruntreuen stört sie genausowenig wie das Los ihrer Opfer, welche sich oft zu einem Kredit haben überreden lassen und "erwartungsgemäß" irgendwann nicht mehr zahlen können. Anders als in Deutschland oder Österreich haben die Banken im Osten praktisch "freie Hand" um "potentielle Kunden" zu gewinnen und hierbei ist jedes Mittel recht. Fast tagtäglich findet man in irgendwelchen polnischen Zeitungen Berichte über Kunden westlicher Banken, die wegen Unregelmäßigkeiten mit kollektiven Klagen drohen. Commerzbank- Töchter BRE Bank und mBank sowie Deutsche Bank mit Tochter DB-Kredit gehören dazu.
  

 Mehr lesen:


http://polskaweb.eu/polen-haben-probleme-mit-westlichen-banken-6573575628.html

...deutsch...


Mittwoch, 3. März 2010

Arbeitsangebeotselend Deutschland - nichts wie weg...


http://menschenzeitung.de/?p=3271


Die große Lüge vom miesen Bildungssystem – Impertinent!

Posted by thunderhand On März - 3 - 2010
Regierungsreport
“Mangelhaft” für deutsche Schulabgänger, so heisst eine Überschrift, die heute im Spiegel erschien
. Die Aussage alleine ist eine bodenlose Frechheit und die größte Lüge aller Zeiten! Und weiter heisst es da:
Der neue Berufsbildungsbericht der Bundesregierung stellt Deutschlands Möchtegern-Azubis nun ein jämmerliches Zeugnis aus – jeder Zweite sei nicht fit für eine Lehrstelle. Fast jeder zweite Schulabgänger gilt als “nicht ausbildungsreif” und muss vor der Vermittlung in eine Lehrstelle zusätzliche Fördermaßnahmen absolvieren.
Bravo kann man nur rufen, genialer Versuch der Wirtschaft einen Teil ihrer Ausbildung auf den Staat zu schieben und durchsichtig ohne ende!
Aber das kann schnell widerlegt werden. Ein Beispiel aus dem eigenen Umfeld:
Ein Schulabgänger einer Berliner Schule- Oberstufenzentrum
Informationstechnik und Medizintechnik erhält nach seinem Abgang in deutschland wiederholt die Aussage, er habe gar keinen Abschluß, dieser werde nicht anerkannt, es gebe ihn nicht. Ein Abgänger wohlgemerkt mit Fachabitur einer Staatlichen Schule!
Der Abgänger bewirbt sich im Ausland und oh Wunder wird dort sofort angenommen, erhält dort eine vier/ bzw. dreijährige Weiterbildung mit über 1000 Euro im Monat bei Dreizehn Gehältern! Das erste Lehrjahr wird ihm wegen Überqualifizierung erlassen, man kümmert sich seitens des Arbeitgebers sogar um den Auffenthalt und um eine Wohnung. Wenn das nicht die Mär vom schlechten Abgänger widerlegt! Er wird nicht wiederkommen, der Abgänger, wie schon seine Schwester, die in England unterkam mit einem ebenso schlechten Abgang.
Die Wirtschaft und die Regierung prügeln auf das System der Bildung ein, denn nur so macht man Arbeit billig und kann dem Staat einen Teil der Ausbildung aufbürden- ein geniales Lügengebilde. Gleichzeitig werden überall unsere Schulabgänger und Arbeitskräfte mit handkuss genommen, man weiss Qualität zu schätzen, nur der eigene Staat,  die eigene Wirtschaft, die sollen endlich die Tatsache auf den Tisch legen, sie wollen einfach nicht zahlen, und was liegt da näher als das System als verrottet zu bezeichnen, ekelhaft und durchsichtig, weil längst widerlegt.
Wie kann man nur der eigenen Jugend ein solches Armutszeugnis ausstellen? Die, die wirklich an den Pranger gehören, das sind Politik und Wirtschaft und man kann den jungen Menschen nur Massenabwanderung empfehlen, andere Anreiner warten schon, bezahlen gut und wissen, wie man kranke Seelen gesundpflegt. Mögen Wirtschaft und Politik an ihrem sogenannten Gutachten ersticken, Kinder macht bloß, dass ihr hier wegkommt!
Die Zeiten der Praktikanten die für nichts lebenslang schuften und anschließend weder Job noch Rente erhalten gehören auf den Müll der Geschichte! Geiz ist geil ist für jene, die anschließend von Hartz4 leben müssen, weil niemand sie will, weil man ihnen das Blaue vom Himmel vorlügt über ihre Schwächen und Nichtbildung , für die Politik und Wirtschaft aber ist es ein Armutszeugnis schlechthin!
Wenn irgendwo Realität und Märchen nun gar nicht zusammenpassen wollen, dann bei der großen Lüge einer schlechten Bildung!
Wer auch immer diese Studie erstellte, er gehört abgewatscht
Der Fisch stinkt zuerst  immer vom Kopf – man betrachte nur die Bundesregierung und ihre “Kinder”, die von Tuten und Blasen überhaupt keinen Schimmer haben, weil sie aus dem Mutterleib auf den Hochstuhl, von da auf der Universität und anschließend direkt auf der Regierungsbank landeten, ohne jemals selbst mitten im Leben gestanden zu haben, ohne durch ihrer Hände Arbeit jemals etwas verdient zu haben, da lässt es sich leicht glauben, was diese Studie besagt, die so voll an der Realität vorbeigeschrieben genau das wiedergibt, was die Wirtschaft von ihr  erwartet und die ihrer gelb-schwarze Regierung und den Erstellern genau das  als Wahrheit verkaufen lässt, wodurch sie selbst am Ende wieder sparen und Löhne drücken, bzw dem Steuerzahler einen Teil der Ausbildung aufdrücken kann, als Vorabpraktikum ect., immer unter dem Vorwand schlechter Bildung, – Pfui Teufel!!!
Etwas mieseres war in der letzten Zeit kaum aus der Regierung, und dazu gehört in Deutschland die Wirtschaft, wie der Tag zur Nacht, seitdem sie sich Minister mietet und Gesetze in voller Länge anbietet, nicht zu hören! Und etwas herabwürdigenderes gegen die junge Generation Praktikum auch nicht!
Aber wie man sich aus der Verantwortung schleicht, das wusste sie schon immer, die achso gute “Deutsche Wirtschaft” !
Lobbyistengesetze
Käufliche Minister
Gekaufte Politik
Wie man miese Praktiken der Wirtschaft und anderer Arbeitgeber entlarvt
©denise-a. langner-urso

Aus dem Blogger-Netzwerk: "Nach der kalten Dusche kam der heisse Ofen..." --- Satire

http://muskelkater.wordpress.com/2010/03/03/papa-matze-hat-gesagt-heute-kaltduschen-macht-frei/


Papa, Matze hat gesagt… – Heute: Kaltduschen macht frei

Vater und Sohn im Zwiegespräch

Dieses kleine Gespräch ist jetzt aktuell auf die Hartz IV-Debatte gemünzt. Natürlich ist der pfiffige Sohn nicht bereit, seinem Vater auch nur eine Handbreit recht zu geben. Aber auch der Vater wehrt sich vehement gegen Verurteilungen. – Wer wird jetzt recht behalten? – Das kann wie immer nur der Leser beurteilen, weil er etwas besonderes beherrscht. Nämlich: zwischen den Zeilen zu lesen. Und bisher sind die Dialoge ja noch zahm und butterweich. Aber der Sohn wird ja auch langsam älter werden…

In diesem Sinne: F.F. (Fiel Fergnügen)
.
SOHN: „Papa, Matze hat gesagt, sein Vater hat gesagt…
VATER ärgerlich: „Ich bin gerade an einem wichtigen Brief am schreiben. Siehst du das denn nicht?“
SOHN: „Ne. Du hast ja den Schreibtisch voller Bücher.“
VATER: „Weil ich was gesucht habe. Die neue Rechtschreibung macht mich nochmal verrückt!“
SOHN: „Mit einem Textverarbeitungsprogramm wäre alles viel einfacher. Da wird es automatisch berichtigt.“
VATER: „Willst du mich jetzt auch noch belehren? Es reicht mir schon, wenn alle Kollegen im Büro so einen Toppläp auf ihren Schreibtisch…“
SOHN berichtigt: „Laptop, Papa.“
VATER: „Nagut, dann eben Läptopp. Jetzt hilf mir mal, die ganzen Lexikas wieder ins Regal zu stellen.“
Große Schlepperei…
SOHN: „Puh, da waren aber ganz schön schwere Brocken dazwischen.“
VATER: „Das ist ja schließlich das Wissen der Welt, mein Sohn.“
SOHN: „Matze hat gesagt, sein Vater hat gesagt, dass noch viel mehr Menschen schleppen müssen.“
VATER wischt sich den Schweiß ab und setzt sich wieder: „Ja sicher. Aber nicht an so schweren Lexikas, mit denen wir uns weiter bilden können.“
SOHN: „Das kannst du durch die WIKIPEDIA ja auch. Aber das hat Matze’s Vater ja garnich gemeint.“
VATER: „Jaja, ist gut. Ich werde noch mal in dein Zimmer kommen, um mir von dir den Kompjuter erklären zu lassen. Jetzt zufrieden?“
SOHN: „Du hörst mir ja garnich zu.“
VATER verwirrt: „Ich habe dir doch gerade erklärt, dass ich bei dir einen Lehrgang machen werde, um diesen Kompjuter zu…“
SOHN unterbricht: „Du hörst mir nicht zu, Papa. Ich sagte doch, dass es Matze’s Vater garnich so gemeint hat. Das mit der Bildung.“
VATER: „Ja, wie hat er das denn gemeint?!“
SOHN: „Na, das andere auch schwer zu schleppen haben.“
VATER: „Dann sollen die sich nicht so schwer beladen und lieber zweimal laufen.“
SOHN: „Papa, du verstehst wieder mal garnichts!“
VATER: „Ich verstehe schon, was Matze’s Vater mal wieder von sich gibt. Und wen hat er diesmal wieder gemeint?“
SOHN: „Na, die Hartz4ler. Verstehst du das denn nicht?“
VATER: „Was haben jetzt die Empfänger der Sozialhilfe 2 damit zu tun. Die bekommen doch alles und brauchen nicht zu schleppen!“
SOHN: „Jetzt redest du schon genauso wie diese Dumpfbacke von der Bundesbank!“
VATER erbost: „Jetzt gewöhne dir endlich mal einen anderen Ton an. Der Herr Sarrazin hat schließlich die Wahrheit gesagt!“
SOHN: „Auch das letzte, was dieser reiche IQ-Nuller von sich gab?“
VATER sauer: „Es reicht jetzt mit diesen Beleidigungen. Und wenn du das Kaltduschen meinst, hat er auch absolut recht. Da könnten diese Leute sehr viel an Steuergeldern sparen. Ich habe mal gelesen, dass in Russland, in Sibirien, sich die Leute sogar einen Spaß daraus machen, im Winter ein Loch ins Eis zu hacken, um dann nackt ins eiskalte Wasser zu springen. Das kann doch auch einem Arbeitslosen zugemutet werden, verdammt noch mal.“
SOHN: „Im Winter? Nackt? Ganz nackt?“
VATER: „Naja, eine Unterhose werden sie sicher noch anhaben.“
SOHN: „Und das hast du gelesen?“
VATER: „Ja, stand neulich in einer Illustrierten.“
SOHN: „Ich habe gelesen, da gibt es Affen in Japan, die leben mitten im Eis. Und mittendrin ist eine heiße Quelle. Die Affen machen sich einen Spaß daraus, in dem warmen Wasser zu baden.“
VATER: „Habe ich auch gelesen. Stimmt. Und diese Affen sind dadurch tatsächlich im Vorteil gegenüber den anderen Affenarten. Sehr interessant.“
Kleine Pause…
SOHN: „Du Papa, warum sind denn die Affen besser dran als die Menschen und können umsonst warm baden?“
VATER wütend: „Ich habe nichts dergleichen gesagt. Ich habe nur gesagt, dass dieser Herr von der Bundesbank recht damit hat, dass viele Gelder eingespart werden können, wenn kalt geduscht wird. – Drehe mir jetzt bitte nicht jedes Wort im Munde um!!!“
SOHN überlegt: „Hmm. Diese Affen baden doch warm, also sind sie, wie du sagst, im Vorteil gegenüber den anderen, die kalt baden. – Du Papa, warum baden denn die Menschen in Sibirien in eiskaltem Wasser?“
VATER: „Vielleicht, weil sie sich abkühlen wollen. Was weiß denn ich.“
SOHN: „Das sagt Matze’s Vater auch: Was weißt denn du!“
VATER springt auf: „Das ist ja mal wieder… – Jetzt ist ein für alle Mal Schluß. Ich verbiete dir ab sofort jeglichen Umgang mit Matze’s Vater. Hast du mich verstanden?!!!“
SOHN: „Klar habe ich dich verstanden. Zuerst kommt die kalte Dusche und dann der heiße Ofen…“
VATER starrt seinen Sohn an: „Willst du … Herrn Thilo Sarrazin tatsächlich … mit den … Nazis … vergleichen???“
SOHN zuckt mit den Schultern: „Nö, das hast du gerade gemacht.“
VATER lässt sich schwer in den Sessel fallen: „Weißt du überhaupt, was du da redest? Ich habe viele meiner Freunde im Krieg verloren. Und Millionen von unseren tapferen Soldaten sind nie wieder heimgekehrt. Du und Matze habt ja keine Ahnung, wie schrecklich das alles war und die Erinnerung noch viel grauenvoller ist.“
SOHN: „Muss dir recht geben. Und du hattest in dieser Zeit keine Ahnung, wie schrecklich es hier war, wo sie Juden und Schwule verbrannt haben. Und die durften vorher auch kalt duschen.“
VATER: „Jetzt höre endlich mit deiner Dusche auf. Das macht mich richtig nervös.“
SOHN: „Das sagte Matze’s Vater auch, dass er dabei ziemlich nervös wird, weil es heute wieder genauso ist. Die Männer werden wieder in viele Kriege geschickt, die alle weit weg sind. Der Westerwelle hetzt die Leute gegeneinander auf mit seinem blöden Gefasel, der Acker- und Strahlemann macht wieder extra viel Kohle mit seinen schmierigen Bankgeschäften und der braune Sarrazin ist schon bei der kalten Dusche angelangt. Siehst du jetzt, Papa, wie sich das alles gleicht?“

Zwischendurch: Durchgeknallte Tierschützer

Abgesehen davon, dass manchmal der Eindruck entstehen könnte, jene Menschen fänden sich in diversen Tierschutzklüngeln zusammen, die sonst mit ihren Schrullen keinen Anklang fänden - es gibt eben auch da ein breites Spektrum. Immerhin ist auszumachen, dass auch die Tierschützer offenbar der Entfremdung von Natur an sich anheimgefallen sind.

Anders ist es nicht zu erklären, dass eine der Organisationen nun fordert, der Eisbär Knut müsse kastriert werden, weil er mit irgendeiner seiner Grosscousinen herumknutscht.

Nachlesen kann man das hier:

http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jV-O1SF3YkRim7tc_YUT_TwGRRxA


Die Natur an sich bei den Tieren und Pflanzen fragt üblicherweise einen feuchten Kehricht danach, welche Verwandtschaftsgrade für uns Menschen relevant sind. Also, lasst Knut in Ruhe...

Der gewollte Menschenverschleiss

Lohndumping im Auftrag des Staates

Jens Berger 02.03.2010

Jeder zehnte Hartz-IV-Aufstocker arbeitet im öffentlichen Dienst. Nicht Lidl und Co., sondern der Staat ist der größte Lohndrücker im Lande

Die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst sind am Wochenende ohne ein wirklich befriedigendes Ergebnis für die Beschäftigten beendet worden. 1,15% Lohnsteigerung pro Jahr entsprechen noch nicht einmal dem Inflationsausgleich und sind de facto eine Reallohnkürzung. Doch viele Beschäftigte im öffentlichen Sektor wären bereits zufrieden, wenn sie überhaupt im Rahmen eines der Tarifverträge beschäftigt werden, die sich an den Löhnen im Öffentlichen Dienst orientieren.

download   
Der Staat ist Arbeitgeber mit einem Dreiklassen-System: An erster Stelle stehen die Beamten, geschützt vor Kündigung, ordentlich entlohnt und mit allen Rechten, die ein Mitarbeiter haben kann. An zweiter Stelle kommen die regulären Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die häufig auch bei Trägern mit privatrechtlicher Struktur eingestellt sind. Besitzen sie noch einen "Altvertrag", genießen sie meist auch noch einen guten Kündigungsschutz, der Verdienst ist jedoch vergleichsweise bescheiden und stets steht der Absturz in die unterste Gruppe in der Hackordnung des Öffentlichen Dienstes bevor - das sind die prekären Beschäftigungsverhältnisse, meist nur mit Zeitvertrag, oft bei einer Leiharbeitsfirma, die im Auftrag des Staates das Lohnniveau nach unten drückt, ohne nennenswerte Arbeitnehmerrechte. Hire and Fire und Minilöhne im Namen des Staates.

Aufstocker im Staatsdienst
Es sind bittere Zahlen, die das Finanzministerium auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken nennt, die auch Telepolis vorliegt. Im öffentlichen Sektor sind 131.722 Menschen beschäftigt, die so geringe Löhne erhalten, dass sie zusätzliche Leistungen aus dem Hartz-IV-Topf beziehen müssen. Jeder zehnte Hartz-IV-Aufstocker ist somit direkt oder indirekt im Öffentlichen Dienst tätig. 

Weiter lesen:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32175/1.html


Der Menschenverschleiss

Da wir angeblich mehr als genug Menschen haben, brauchen wir nun also die Dumpinglöhne, und den Menschenverschleiss. Die Kommunen starren betrübt in ihre leeren Kassen, brauchen einige Arbeiter für ihre Service-Betriebe und Sonstiges, und wenn sie den meisten noch Tarif-Lohn bezahlen, dann müssen diese inzwischen mehr arbeiten für das Geld.

Das ist auf vielen Gebieten und in vielen Firmen und Bereichen der Fall, und das macht ja nichts, denn es gibt ja genug Menschen, genug Arbeitslose auch die warten - darauf, ebenfalls verschlissen zu werden. Wie weit man gehen kann, bis es zu sehr auffällt, an Vernichtung grenzt, wird gerade ausgetestet - siehe die Anmerkungen von Leuten wie Sarrazin und anderen.

Und, dass für die Bundesagentur für Arbeit die Sittenwidrigkeit bei Löhnen erst unterhalb der 3.-- Euro-Grenze beginnt, ist ebenfalls ein Teil dieser Verschleiss-Strategie. Fröhlich hungert sich der einfache Mensch heute in den Verschleiss-Jobs durch, die für ihn vorgesehen sind, durscht seine aufkeimende Schwindsucht kalt, gönnt sich wenig Pause - geschweige denn Urlaub - und hackt auf jenen herum, die noch weniger haben als er selber. Das ist die korrekte Haltung für den Verschleiss-Menschen.

Mehr lesen:

http://turmluke.blogspot.com/2010/03/der-menschenverschleiss.html

Anmut wollen sie sehen bei den Armen...

...das betonen auch immer wieder die Fotografen, die mit ihren teuren Kameras die armen Menschen in den Winkeln dieser Welt aufspüren, um deren Anmut und Würde abzulichten.

Trotzdem würden diese Reichen und Verwöhnten nicht tauschen wollen - und wenn es noch so anmutig zugeht bei den Armen, und sie selber als hoffnungslose Trampel dazwischen herumtapern. Seltsam, oder ?

Auch Roberto de Lapuente hat dieser Eigenheit der Reichen nachgespürt, die armen Menschen irgendwie abstrakt zu bewundern:

http://ad-sinistram.blogspot.com/2010/03/jammert-nicht-singt.html


Jammert nicht... singt!

Mittwoch, 3. März 2010

Ihr jammert nur, raunzt und zetert - dabei geht es denen da unten, denen in Afrika, in der Dritten Welt halt, wirklich schlecht. Aber ihr seid es, die lamentiert - ihr schluchzt und heult. Die von drunten, die aus Afrika, die neiden sich keinen noch so winzigen Bissen, die begehen ihre Armut würdevoll, solidarisch geradezu, im Vollbesitz ihrer restlichen Kräfte. Sie schuften und werkeln, tun Arbeit, die nicht annähernd anständig vergütet wird, singen oder summen dabei fröhliche Melodeien, dass einem das Herz nur so aufgeht. Denen geht es wirklich schlecht, aber sie tirilieren, üben ihre Armut in würdevollem Zeremoniell aus, handhaben ihre Not mit spielender Leichtigkeit, sind nicht aufeinander neidisch, sind sich nicht eifersüchtig, kennen keine Missgunst.

In Verzückung geraten diese Millionäre aus dem Fernsehen, wenn sie von den Armen, von diesen würdevollen Afrikanern schwärmen, die ihr hartes Leben nicht so verbittert bestreiten, wie mancher Armer ihrer Heimat. Tränen haben sie in den Augen, wenn sie Herden von Schwarzen in verschlissenen und durchgescheuerten Klamotten, aufgetragen auf spindeldürren Körpern, beobachten dürfen; Herden, die freudvoll ihrem Tagwerk folgen, fidel zirpend und mit sich selbst und ihrem Herrgott im Reinen, im zufriedenen Einklang. Kaum aus ihren Fliegern entstiegen, würgen diese Millionäre ihre Tränenkanäle solange, bis ihnen Bäche von Salzlake die propperen Bäckchen herabrinnen, flennen in Fernsehkameras und lassen sich über die Majestät der schwarzen Armen aus, über deren vornehmes Ertragen, über die fast schon philosophische Erhabenheit ihres Elends.

Dann deuten sie gen Objektiv, deuten auf den Zuseher, den sie dahinter vermuten - den Zuseher, der in diesen Breitengraden heimisch ist, und verurteilen ihn, weil dieser undankbar sei, ständig nur jammere, raunze, zetere. Weil er keift, wenn man ihm schwere körperliche Arbeit darbringt und nicht freundvolle Hosiannas anstimmt, nicht singt, wie der Neger fernab, dieser beschwingte und vergnügte Menschenschlag, diese Bedürftigen mit Grandezza. Wie abgestoßen sie von den Armen hierzulande sind, lassen sie sich anmerken; wie angeekelt von diesem Fehlen natürlicher Würde, die jedes Hungerleiders Charakter schmeicheln würde, verpassen sie nicht zu betonen. Weil die hier ansässige Armut nicht diese natürliche Vornehmheit besitzt, weil sie sich beschwert und unzufrieden mit der Handvoll Brotkrumen ist, die man ihr vorwirft, sind sie von den hiesigen Armenheeren abgestoßen. Weil die Brotkrumen hierzulande ausladender gereicht werden müssen, weil erst bei halben Brotlaibern ein klein wenig das Jammern, Raunzen und Zetern beruhigt werden kann, sind sie der Armen in ihrer Heimat überdrüssig.

Nur der Kinder nicht; nur nicht, wenn von Kinderarmut in den Industrieländern gesprochen wird. Dann treten sie wieder ganz betreten aus ihrem schweren, millionenschweren Leben heraus, salzige Nässe auf den Pausbacken, übers feiste Kinn strömend, und toben begeistert von der Würde armer Kinder, die nicht wimmern, die gelassen ihr Schicksal akzeptieren, die eine wunderbare, ja fast schon göttliche Anmut besitzen in ihrem Elend. Und dann helfen sie den Kindern so wie den Afrikanern - legen ihnen harte Arbeit ans Herz, verteilen drei Brösel mehr und wenden sich angewidert ab, wenn aus dem Kind später ein Erwachsener in Armut geworden ist, der die Schnauze von seiner Bedürftigkeit voll hat und es auch lauthals hinausposaunt. Was, so fragen sich diese Millionäre, was haben wir nur falsch gemacht, dass diesem kleinen Menschlein seine natürliche Würde abhanden gekommen ist? Sendet mehr Bilder aus Afrika, heißt es dann, druckt mehr Fotos von Strohhütten, vor denen abgemagerte Schwarze einen lustigen Chor bilden, vor denen sich lächeln und zufrieden ihren Gürtel enger schnallen, dabei feixend und quietschemunter der Lebendigkeit und Lebensfreude frönend.

Führt ihn vor, den glücklichen Habenichts mit dunkler Pigmentierung, zerrt ihn am Nasenring heran, damit der unzufriedene Lump, dieser reiche Arme von hier, irgendwann doch noch kapiert, dass er nur unser Herz berührt, wenn er seine Not mit stoischer Überlegenheit billigt, wenn er ihr mit Würde entgegentritt. Die Würde des Menschen, so erklären sie dann romantisch, dabei an den edlen Armen denkend, diesem Adligen der Bedürftigkeit - die Würde des Menschen, sei immer noch unantastbar! Unantastbar und unersetzbar für den Hungerleider selbst. Denn er hat ein würdevolles Benehmen an den Tag zu legen, wenn er gehört, wenn er verstanden, wenn er bemitleidet werden will. Wenn er will, dass ihm vielleicht ein bisschen geholfen werden soll. Dann braucht es auch kein Bekenntnis zur Menschenwürde als Einleitung des Grundgesetzes mehr. Denn wenn selbst der Habenichts natürliche Würde erwirkt hat, warum soll ein Gesetz dann noch an eine Würde erinnern müssen, die dann sowieso jeder von Haus auf, von Geburt auf, von Erziehung weg mit sich trägt?

Wenn auch hierzulande die Armut trällert, anstelle zu jammern, dann sollte die Menschenwürde kein Thema mehr für die Verfassung sein, weil die Verfassung des Menschen, seine Befindlichkeit also, die Verfassung überflüssig machen würde. Wer im Leiden singt, der braucht keine Würde aus Gesetzestexten mehr - der hat sie sich schon gesichert...

Dienstag, 2. März 2010

Offener Brief an Herrn Westerwelle - und die Antwort darauf:

Sonntag, 14. Februar 2010

Hartz IV - Debatte, offener Brief an Herrn Westerwelle...

...soeben abgeschickt:



Sehr geehrter Herr Westerwelle

dies ist ein offener Brief an Sie, den ich in meinem blog online stellen werde.


Mit einem Zitat aus dem Stern will ich beginnen:


"Im Deutschlandfunk legte Westerwelle am Sonntag nach. Die Arbeitnehmer würden mehr und mehr "zu den Deppen der Nation". "Wer arbeitet, muss mehr haben als derjenige, der nicht arbeitet. Und wenn man das sagt und dafür kritisiert wird, dann ist das wirklich eine ziemlich sozialistische Entwicklung in dieser Republik."
Der FDP-Chef sprach sich für einen völligen Neuanfang für den deutschen Sozialstaat aus: "Der Sozialstaat muss treffsicherer werden", verlangte Westerwelle. "Wir müssen vor allen Dingen denen mehr helfen, die sich selbst nicht helfen können, insbesondere den Kindern." Die Sozialpolitik müsse umfassender diskutiert werden als nur die Frage von Regelsätzen für Hartz-IV- Empfänger. "Für mich ist die beste Sozialpolitik immer noch die Bildungspolitik, und da haben wir in Deutschland mittlerweile geradezu dekadenten Erscheinungen", sagte der Vizekanzler."
So weit also das Zitat. Und da stellen sich Fragen:
Was leben unsere Regierenden der Jugend vor? - Wie man am meisten die armen Leute ausnimmt? Wie man andere für sich schuften läßt, und selber gut davon kommt? Falls das nicht so ganz klappt, - wie man sich ausklinkt und auf Durchzug schaltet - die Verantwortungen abwimmelt, und immer neue Gründe und Ausreden dafür findet, nicht wirklich helfen zu müssen? Wie man den Begriff der Verantwortung, des Sozialstaates, und auch des Miteinander in sein Gegenteil verkehrt? Und, vor allem, wie man die beschimpft und beleidigt, die sowieso schon ganz unten gelandet sind, statt ihnen aufzuhelfen? Wie man möglichst noch nachtritt?
Ein Leben lang gearbeitet, die meiste Zeit nicht für mehr, als den Sozialhilfe-Betrag, und dann mit Behinderung und im Alter Ihre Segnungen, die keine sind? Denn, wenn Sie sagen, dass der arbeitende Mensch mehr haben soll, mündet das wieder in eine Mogelpackung, wie bisher auch. Es wird meistens dabei übersehen, dass zu viele Fallstricke in die Berechnungen eingebaut sind, die jeden treffen - auch die, welche arbeiten.
Es gibt da diesen Selbstbehalt, für jene die arbeiten. Den zieht die Arbeitsagentur aber ab, denn immer gibt es etwas anzurechnen - immer ist man in der Schuld. Das Weihnachtsgeld, einige Überstunden, und schon ist der Mehrbehalt futsch. Auch diesen Winter, in dem es mehr Heizbedarf gibt, eigentlich - denn die Erderwärmung will einfach nicht funktionieren, es friert Stein und Bein. Doch mehr Geld gibt es darum noch lange nicht.
Es liegt nicht an Hartz IV, sondern an den Berechnungen - und es liegt daran, dass sowieso schon Hungerlöhne gezahlt werden. Das bewirkt, dass alle immer weniger zum Leben behalten können, denn  die Schraube geht damit immer tiefer nach unten. Das sind die Dinge, die bisher von der Politik ignoriert werden, weil der Niedriglohnsektor ja unbedingt erhalten werden muss.
Die Tonlage in der Politik ist schon seit einiger Zeit recht schrill, und die Gesellschaft schliesst sich teils dem gerne an. Besonders das Bashing der Hartz IV Empfänger scheint sehr beliebt zu sein, was mich an Sündenbocksuche und schlimmere Zeiten erinnert. Es sind nicht allein die mit Hartz IV, deren Kinder nun auch Koma-Saufen praktizieren, und andere dekadente Erscheinungen, sondern die besser Gestellten. Die anderen wollen dann eben mithalten...
Es wird oft behauptet, dass sich Hartz IV Empfänger nicht für Politik interressieren. Mag sein, dass es eine grosse Zahl gibt, die es nicht tun. Aber, es gibt auch andere - meine Familie zum Beispiel. Und, sie sind nicht alle nur daran interressiert, ob es mehr und wie viel gibt, sondern auch an anderen Dingen politischer Art. Es gibt welche dabei, die Sie fast gewählt hätten - aber eben nur fast...
Doch, wir sind wählen gegangen, auch wenn wir uns davon nicht viel versprochen haben. Eine Republik, die ihre Arbeitslosen mit Drohungen und Repressionen regiert, ist wohl nicht sehr hoffnungsvoll. In einem Land, in dem die Arbeitslosen beschimpft und herabgewürdigt werden, in dem gewisse Arbeiten zur Strafexpedition geworden zu sein scheinen, kann nicht erwarten, dass über das Ergebnis gejubelt wird. Und, nicht zuletzt: In einem Deutschland, in dem Verfassungsbruch begangen wird, und dieser dann vehement verteidigt wird, ist es nicht allzu lustig.
Soll es ja auch nicht sein, denn die "Faulpelze" brauchen nichts Lustiges, oder? Das ist doch die Stimmung die geschürt wird.
Sehr geehrter Herr Westerwelle, kennen Sie diese Zahlen?
Um 13 % sind die freien Stellen angestiegen.

Es gibt nun für ca. 4 Millionen arbeitslose Menschen 942.000 Angebote.

Toll, oder?

Sie wissen es nicht zu schätzen, dass die deutschen Menschen überwiegend geduldig sind, trotz der neuen Entlassungsmeldungen, trotz der Hiobsbotschaften. Diese leiden still, und versuchen meistens das Beste daraus zu machen, auch dann noch, wenn es unerträglich zu sein scheint. Aber, die Politik, die das alles mitverursacht, hat nichts Klügeres zu tun, als die schwarze Pädagogik gegen alle zu verschärfen, und die Leute zu verhöhnen und zu beschimpfen. Sie, Herr Westerwelle, werden nun von den anderen ein wenig zu Unrecht favorsisiert im Bashing dieser Vorgänge, denn die anderen waren ja um nichts besser.

Muss man es dann auch so machen? - Ja, denn es hat sich ja bewährt. Die Menschen kuschen sich unter die Knute, wollen um jeden Preis Nachteile vermeiden, gehorchen zumeist. Das ist es doch, was Sie alle wollen? Und, vor allem, den Niedriglohnsektor erhalten und ausbauen, damit wir auch mit den billigsten :Ländern, den ärmsten Schluckern als Konkurrenz im globalen Wettbewerb die Nase vorne haben. Wie es den davon betroffenen Menschen damit geht, ist ja nicht so wichtig.

Der Eindruck herrscht inzwischen vor, dass Menschen in diesem Land, die von Entlassungen und Arbeitslosigkeit betroffen sind und werden, nicht mehr als Menschen und Bürger mit Persönlichkeit und Schicksal gegenwärtig sein sollen, sondern nur noch als irgendwie vorhandene Masse - als Unterschicht und Bodensatz - auf deren Substanz die anderen dafür umso höher steigen.

Es wäre zu begrüssen, wenn die unsachlichen Beleidigungen der Arbeitslosen endlich aufhören würden, und deren Herabwürdigung ein Ende hätte. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts wäre dazu ein guter Anstoss gewesen.

Es ist ein Armutszeugnis für die Politik dieses Landes, dass dies nicht eingetreten ist - auch für Ihre Politik, Herr Westerwelle. Der Zynismus in diesem Land übertrifft inzwischen ziemlich alles, auch die vielbeschworene Verblödung der sogenannten Unterschicht. Dagegen hilft keine Bildung, wenn es an der nötigen Ethik und Herzensbildung fehlt. Leider gibt es dafür keinen Bachelor-Studiengang.

Mit freundlichen Grüssen
 


Und hier also die Antwort darauf:


Sehr geehrte Frau ...

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht und für die offenen Worte, die Sie darin gefunden haben.

Als Vizekanzler und FDP-Vorsitzender bin ich auch zuständig für die Menschen in Deutschland. Deshalb habe ich mich in die Debatte über die Zukunft unseres Sozialstaates eingeschaltet. Für mich ist klar, dass man auch an die denken muss, die für alles mit Steuern und Abgaben aufkommen. Dabei habe ich weder das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes noch irgendjemanden persönlich kritisiert, sondern das System der Sozialstaatsbürokratie.

Weil ich gestalten will, habe ich „7 Anliegen für den Umbau des Sozialstaates“ vorgelegt. Dieses Dokument können Sie unter dem Link: http://www.fdp-bundespartei.de/webcom/show_websiteprog.php?wc_c=648&wc_lkm=&wc_id=13407&bis= abrufen. Für den Kurs, den Sie darin erkennen, setze ich auf Ihre Unterstützung.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift und Ihre Offenheit. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle MdB
Bundesvorsitzender der FDP