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Menschenrecht als Grundlage

Die Arbeit an diesem Blog bezieht sich auf menschenrechtliche Grundlagen.

-Art. 5 Abs. 1 S. 1 Grundgesetz (Meinungsfreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 2 Grundgesetz (Informationsfreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 3 Grundgesetz (Pressefreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 4 Grundgesetz (Zensurverbot)
-Art. 19 Allgem. Erkl. der Menschenrechte sowie Art. 19 Uno-Zivilpakt (Meinungs- und Informationsfreiheit auch Staatsgrenzen überschreitend)
-Art. 1 von Uno-Resolution 53/144 (schützt das Recht, sich für die Menschenrechte zu engagieren)

Trotzdem sehe ich mich dazu gezwungen, gewisse Kommentare zu überprüfen, und gegebenenfalls nicht zu veröffentlichen. Es sind dies jene, die sich in rassistischer Weise gegen andere Menschen richten - gewalttätige Inhalte enthalten - Beschimpfungen, etc. Derlei Inhalte kann ich nicht damit vereinbaren, dass sich dieses blog für Menschenrechte einsetzt - und zwar ausnahmslos für alle Menschen.

Mein Blog ist ab 18 Jahren, denn ab da kann man voraussetzen, dass der Mensch denkt...

...und ausserdem nicht mehr mit den Umtrieben der Ministerin von der Leyen gegen Websiten in Schwierigkeiten kommt, wenn er einen blog lesen will.

Im Übrigen gilt Folgendes für die verlinkten Seiten:

Hinweis:
Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten sind. Dieses kann – laut Landgerichtsurteil – nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.

So bleibt hier vorsorglich festzustellen, dass wir weder Einfluss auf die Gestaltung noch auf den Inhalt dieser gelinkten Seiten haben und uns auch nicht dafür verantwortlich zeichnen. Dies gilt für ALLE auf dieser Seite vorhandenen Links.



Montag, 27. Dezember 2010

Warten und warten - auf Mindestlohn...

http://www.cop2cop.de/2010/12/27/170000-warten-auf-mindestlohn-2011/


170.000 warten auf Mindestlohn 2011! 

„Sie tragen durch ihre Präsenz zum Schutz und Sicherheit von Menschen und Gebäuden bei. Gemeinsam mit Beamtinnen und Beamten der Sicherheitsbehörden teilen sie das Schicksal, nur eingeschränkt mit ihren Familien Weihnachten feiern zu können. Daher spreche ich diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ihren Angehörigen meinen besonderen Dank für ihre Leistungsbereitschaft an den letzten Tagen im Jahr aus”, so Waschulewski.
Angesichts steigender Bedeutung privater Sicherheits-dienstleister für die nationale Sicherheitsarchitektur unterstreicht Waschulewski erneut die Bedeutung eines Mindestlohn-Tarifvertrages für private Sicherheitsdienstleistungen in Deutschland. “Es ist mir schleierhaft, warum wir immer noch auf eine Rechtsverordnung auf Allgemeinverbindlicherklärung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales warten müssen. Immerhin haben wir im April dieses Jahres mit ver.di einen Tarifvertrag abgeschlossen und den Antrag auf Allgemeinverbindlichkeit gestellt. Wir hoffen, dass wir Ende Januar 2011 eine positive Entscheidung aus Politik und aus der Tarifkommission des Bundesarbeitsministerium erhalten”, so Waschulewski über den mittlerweile vier Jahre andauernden Prozess einen Mindestlohn-Tarifvertrag für private Sicherheitsdienstleistungen zu erwirken.
Die Situation wird langsam ernst. Ab Mai 2011 kommt es zur vollständigen Arbeitnehmerfreizügigkeit in der Europäischen Union. „Die Rechtsverordnung ist das letzte fehlende Glied, um das Erfüllungsortprinzip durchzusetzen. Da Sicherheitsdienstleistungen bereits seit 2009 unter den Schutz des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes fallen, fehlt nur noch dieser Schritt, um inländische und Anbieter aus dem europäischen Ausland an geltende Arbeitsmarktbedingungen und Tariflöhne am Erfüllungsort zu binden. Wir fordern daher die Entscheider auf, sich zügig für einen branchenspezifischen Mindestlohn auszusprechen”, so Waschulewski abschließend. Immerhin warte die gesamte Branche mit insgesamt 170.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit vielen Jahren auf eine positive Entscheidung.
Auch in diesem Jahr sichern während der Weihnachtstage und dem Jahreswechsel zehntausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter privater Sicherheitsdienste - oftmals unbemerkt von der Öffentlichkeit - öffentliche und private Gebäude, den öffentlichen Personennahverkehr oder sind als Luftsicherheitsassistenten an Flughäfen in der Personen- und Gepäckkontrolle im Einsatz und schützen militärische Liegenschaften sowie kerntechnischen Anlagen. Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS), Wolfgang Waschulewski, dankte den 170.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihren Einsatz im vergangenen Jahr.

 

Two years later... unforgotten...



Palestine will not go down!

100 Soldaten abziehen, damit die SPD gewählt wird?

“Frage: “Hängt die Zustimmung Ihrer Partei für die im Januar anstehende Mandatsverlängerung tatsächlich davon ab, ob die ersten 100 Bundeswehrsoldaten im Dezember nächsten Jahres oder im Januar 2012 abgezogen werden?”

Steinmeier: “Das ist eine Frage der Glaubwürdigkeit. Hier ist die Bundesregierung beweispflichtig. Schon im Afghanistan-Mandat vom Januar 2010 ist der beginnende Rückzug deutscher Soldaten beschrieben. Das muss 2011 durch konkretes Tun untermauert werden. Taten zählen! Für die Zustimmung der SPD muss der Beginn des Rückzugs im Mandat enthalten sein.”

http://www.radio-utopie.de/2010/12/27/neuer-beginn-des-abzugs-der-wahler-im-afghanistan-krieg/


Neuer Beginn des Abzugs der Wähler im Afghanistan-Krieg

Von Daniel Neun | 27.Dezember 2010
Die SPD will mal wieder ihre Wähler abziehen. Und zwar ordentlich. Neben Gehader mit Gott präsentierte der erfolgsabhängige Calvinist Frank-Walter Steinmeier (SPD) zu Weihnachten der “Bild”-Zeitung (1) unverbindliches Geschwafel. Die neokonservative Informationsindustrie, seit 2001 unter allen Falschen Flaggen der Kriegsparteien stramm auf Kriegskurs, machte daraus eine angebliche Bedingung der SPD-Bundestagsfraktion an die CDU-CSU-FDP-Regierung, für die Zustimmung der Fantompartei SPD zur Forsetzung des neunjährigen Krieges in Afghanistan einen konkreten Abzugstermin der Bundeshindukuschwehr zu fordern. Wie immer eine glatte Lüge. Lesen Sie selbst:
“Frage: “Hängt die Zustimmung Ihrer Partei für die im Januar anstehende Mandatsverlängerung tatsächlich davon ab, ob die ersten 100 Bundeswehrsoldaten im Dezember nächsten Jahres oder im Januar 2012 abgezogen werden?”
Steinmeier: “Das ist eine Frage der Glaubwürdigkeit. Hier ist die Bundesregierung beweispflichtig. Schon im Afghanistan-Mandat vom Januar 2010 ist der beginnende Rückzug deutscher Soldaten beschrieben. Das muss 2011 durch konkretes Tun untermauert werden. Taten zählen! Für die Zustimmung der SPD muss der Beginn des Rückzugs im Mandat enthalten sein.”
Über den ersten Gig der Ramones hieß es einmal, die Zuschauerzahl hätte sich aus “five warm bodies, including the bartenders dog” zusammen gesetzt. Jetzt stelle man sich 4 Unteruffze / Häuptlinge / nutzlose Rumsitzer und Bürokraten aus dem Bundeswehr-Stab und einen Diensthund vor, wie sie im Dezember 2011 im Flieger sitzen. Und dann geht der ganze Dreck einfach weiter, nur mit fetten Prozentgewinnen für die SPD bei den Landtagswahlen 2011, für die die Verräterpartei unter Falscher Flagge der Sozialen Demokratie mal wieder ihre strunzdummen Wähler abgezogen hat.
Kein Wunder, dass das schlimmste Bellizisten-Blatt der Neokonservativen nach “Spon” und “Bild”, die “taz”, aus dem “Beginn des Abzugs” die Schlagzeile “SPD zu Abzugstermin aus Afghanistan: Möglichst schnell, möglichst konkret” machte (2). Dummerweise plauderte die “taz” dann im Nebensatz aus, worum es hier wirklich geht: nämlich den SPD-Bundesvorstand schon mal einzusülzen, der im Januar unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Zustimmung der Verräterpartei zu einer erneuten Zustimmung zum verfassungswidrigen internationalen Besatzungskrieg in Afghanistan berät.
Was nicht “die SPD” – die gibt es nicht – sondern der Parteivorsitzende des Machtapparates unter dem immer noch gut gehenden Firmennamen SPD, Sigmar Gabriel, nach dem letzten Ja und Amen seiner Fraktion zum Besatzungskrieg des Nordatlantikpaktes in Afghanistan versprochen hatte, war etwas ganz anderes. (22.04.2010, Kurswechsel der SPD: Gabriel verlangt “unabhängige Überprüfung” von nächstem Afghanistan-Mandat)
Sigmar “Official King Louis of the so-called party Social Democrats of Germany” Gabriel am 22.April im Bundestag:
“Wir brauchen eine unabhängige, systematische und wissenschaftlich gestützte Überprüfung des bisherigen Engagements, um wissen zu können, ob wir unsere Ziele wirklich erreichen…
Lassen Sie mich abschließend noch einmal etwas zu den Soldatinnen und Soldaten sagen: Wir bekennen uns - das sage ich nochmals - zur internationalen Verantwortung für den Einsatz. Aber wir müssen und wollen auch die Erreichbarkeit der Ziele überprüfen; denn sie sind keineswegs sicher zu erreichen. Das sind wir den Soldatinnen und Soldaten am allermeisten schuldig. Nur so lange, wie wir selbst die Erreichbarkeit der Ziele für möglich halten, dürfen wir Soldaten in den Einsatz schicken. Nur so lange, wie eine klare und unmissverständliche Grundlage für unsere Entscheidungen besteht und diese vor uns selbst zu rechtfertigen ist, können wir es anderen zumuten, in lebensgefährliche Situationen zu geraten. Das ist der Grund, warum die SPD eine solche Überprüfung einfordert, bevor wir das nächste Mal, in circa einem Jahr, über das Mandat entscheiden.”
Sehen Sie, liebe Wählerinnen und Wähler, da irgendwo das Wort “Beginn”? Oder lesen Sie da “unabhängige, systematische und wissenschaftlich gestützte Überprüfung”?
Wir alle wissen, wie schwierig für manche von uns selbst das Lesen geworden ist. Lassen Sie uns also allen unseren minder… lassen Sie uns also allen unseren mittelbemittelten mittelgeschichtlichen mittelmäßigen Mittelständlern die Sache vor den nächsten Landtagswahlen eben noch einmal ausführlich erklären. Sonst sterben nach dem Mittel(ver)stand noch mehr Menschen in einem Krieg, der manchen eben erst erklärt sein will.
(…)
Artikel:
25.12.2010 Brennpunkt Mittelasien: Belutschistan in Aufruhr
06.12.2010 US-Regierung: “Al Kaida” und “Taliban” aus Saudi-Arabien finanziert

Nachschlag zum Fest der Liebe



http://tammox.blogspot.com/2010/12/fahrradfahrer.html

Fahrradfahrer

Entschuldigung.

Da ich gerade so weihnachtlich gestimmt bin, sehe ich mich zum Fest der Liebe gezwungen noch einmal die Kanzlerin zu zitieren.
Sie wird als Kompensation zu ihrer währungspolitischen, finanzpolitischen, ökonomischen, außenpolitischen und steuerpolitischen Beliebigkeit in einer Sache immer rabiater.

Beim Christentum.
In Berlin schimpft sie auf das "Multikulti-Eiapopeia". Am Samstag beim Deutschland-Tag der Jungen Union in Potsdam klingt das noch etwas schärfer: "Multikulti ist absolut gescheitert." In Berlin ruft Merkel der Basis zu, man brauche angesichts von 2,2 Millionen arbeitsfähigen Hartz IV-Empfängern "keinen Zuzug von außen". Dann beschwört sie das christliche Menschenbild und ruft in den Saal: "Wer das nicht akzeptiert, ist bei uns fehl am Platze." Applaus braust auf,……
(Taz, 19.10.2010)


Es gebe bei diesem Thema eine Zustimmung aus der Bevölkerung, wie er sie noch nie erlebt habe. Seehofer betonte: "Wir als Union treten für die deutsche Leitkultur und gegen Multikulti ein - Multikulti ist tot."[…] Auch die CDU-Vorsitzende versicherte: "Wir fühlen uns dem christlichen Menschenbild verbunden, das ist das, was uns ausmacht." Wer das nicht akzeptiere, "der ist bei uns fehl am Platz". Gleichzeitig sollten die Deutschen über ihre Werte und die zunehmende Entfremdung von Religion sprechen, um sich über ihr Land und ihre Gesellschaft zu vergewissern.
(Spon 15.10.2010)

Da zeigt die Bundesmerkel Ellenbogen und erinnert korrekterweise daran, was die Religion mit dem Hingemetzelten meistens bedeutete:

WIR SIND BESSER ALS DIE!
Und wer das nicht akzeptiert, kriegt was auf die Schnauze.

Die mutmaßliche aggressivste Religion der Weltgeschichte, die gleich fünf Kontinente eroberte und unterjochte, 16.000 Schlachten religiös rechtfertigte und mehr Menschen zu Tode brachte als irgendeine andere Ideologie, hat sich schon einen passenden Gott ausgesucht:

Aus Unmut über seine eigene Schöpfung, erfreute er sich daran, wie sein eigener Sohn gematert und zu Tode gequält wurde.
Das gefiel dem Allmächtigen und an dieses überirdische elterliche Versagen werden wir tagtäglich durch den allgegenwärtigen Lattenhansel erinnert.
Am liebsten blutig, kannibalisch indem wir noch sein Blut trinken und seinen Leib essen sollen.

Und wer ganz besonders fromm ist, der geißelt sich mit speziellen Peitschen, schlägt sich selbst blutige Striemen auf den Rücken.
Zumindest ein mit Metallspitzen besetztes SM-Bein- oder Armband, wie es die Anhänger des Lieblingsordens des Papstes, des Opus Dei, tragen.


Schmerzen und Leiden sind das was den Frommen auszeichnet.


Die Masochistenfraktion der Soutanenträger sieht explizit darin eine Wertschätzung des Sadisten (vulgo: Gott), der das alles verursacht.
Immerhin hat er schon seinen eigenen geliebten Sohn bestialisch foltern und töten lassen - natürlich nur AUS LIEBE zu den Menschen.
Wenn es dem heutigen Homo Sapiens ähnlich ergeht, soll man dankbar sein.

Insbesondere die körperlichen Qualen, die ein Mensch erLEIDen kann - Schmerzen - sind den Christenexperten hochwillkommen.
„Unter Schmerzen wurdest du geboren, unter Schmerzen musst du sterben“ - das erklärte schon Gott persönlich in Gen, 3:

16 Zur Frau sprach er: Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. Unter Schmerzen gebierst du Kinder. Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen.
17 Zu Adam sprach er: Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem zu essen ich dir verboten hatte: So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens.
18 Dornen und Disteln lässt er dir wachsen, und die Pflanzen des Feldes musst du essen.
19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen. Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück.

"Gesegnet sei der Schmerz" erklärte der Heilige Josemaria Escriva (1902-1975. Gründer des Opus Dei)

Johannes Paul II, der Große, stellte schon zu einer frühen Phase seines Pontifikats klar, daß Leid generell zu begrüßen sei.
Im

heißt es:

Paulus: »Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage«.(2)
………Die Kirche, die aus dem Geheimnis der Erlösung im Kreuz Christi geboren wird, muß die Begegnung mit dem Menschen vor allem auf dem Weg seines Leidens suchen.
…. Das Leiden soll der Bekehrung dienen, das heißt, der Wiederherstellung des Guten im Menschen, der in diesem Ruf zur Buße die göttliche Barmherzigkeit erkennen kann.
Der Ratzinger-Papst könnte natürlich auch die alten Frauen und Männer auf normale Weise die steinernen Stufen hinauf auf den Hellen Berg des Paulinenklosters zur Schwarzen Madonna in Tschenstochau ziehen lassen.
Immerhin vier Millionen Menschen tun sich das jährlich an.
Der Vatikan erfreut sich aber daran, daß sich die Omen und Open dabei die Knie zerschleißen, indem sie auf Knien zu holperigen Steinstufen hochkrauchen.

Ebenso viele Menschen pilgern jährlich nach Fatima in Portugal, 2010 war ein gewisser Joseph Ratzinger einer von ihnen.

Er selbst wurde gefahren, aber seine Gläubigen verachtet er offenbar so sehr, daß er findet sie hätten allen Grund zur Buße und so gefiel es ihm zuzusehen, daß die Pilger als Buße den langen Weg zur Kapelle auf den Knien rutschten.
Haßt Ratzinger die Menschen generell oder gefällt ihm einfach nur die Demütigung und der Schmerz den die oft betagten Pilger bei der Tortur erleiden müssen?


Ein mitleidigerer Mann als der Pontifex würde keinen Spaß an der Myriaden-fachen Erniedrigung haben und in Sorge um Meniskus und Kniescheiben den Massen zurufen, daß Gott sie auch liebe ohne sich die Extremitäten zu zerschinden.

Merkel selbst habe ich noch nicht auf Knien vor einem protestantischen Bischof oder bei einer Pilgerfahrt gesehen; ebenso wenig wie Seehofer sich schon selbst die Knie für den Papst aufgerieben hätte.

Merkel kann aber durchaus vor den ganz wichtigen Personen kriechen und geht devot in die Knie, wenn sie Jürgen Grossmann, George W. Bush, Joseph Ackermann, der PKVen-Lobby oder einem Pharmaboss begegnet.

Das ist das Radfahrer-Wesen der konservativ-christlichen Politik; buckeln vor den Mächtigen und nach unten treten.
Wie ihre Klerusfreunde, präferiert die CDU-Chefgin ihrer Untertanten kriechend.
Aufrechter Gang, Mitdenken, Protestieren und Aufmüpfigkeit schätzt die Hobbytheologin gar nicht. Verglichen mit dem Jahr 2000 sind in Deutschland die Löhne langsamer als in allen (sic!) anderen EU-Ländern gestiegen.

Wir sind einsamer Letzter!

In Deutschland sind die Löhne und Gehälter in den vergangenen zehn Jahren deutlich langsamer gestiegen als im Rest Europas. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Grund dafür ist auch der steigende Anteil von Beschäftigten in prekären Jobverhältnissen. Während die Bruttolöhne und –gehälter im EU-Durchschnitt in den vergangenen zehn Jahren um 37 Prozent gestiegen sind, bildet Deutschland mit einem Anstieg von 22 Prozent das traurige Schlusslicht.
(Mindestlohn.de)

Nach den Angaben der Wiesbadener Behörde liegt Deutschland mit deutlichem Abstand am Ende der Tabelle der 22 EU-Länder. An der Spitze liegt Rumänien, wo die Löhne um 563,2 Prozent stiegen.[…] In Frankreich, Osterreich oder Portugal liegen die Raten im Vergleich zum Jahr 2000 um 'Knapp ein Drittel hoher. Im gesamten Euroraum stiegen die Verdienste in diesem Zeitraum um 30,7 Prozent.[…] "Es gibt in Deutschland keinen Mindestlohn und in Ostdeutschland tariffreie Zonen. Durch die Arbeitsmarktpolitik besteht schon seit Jahren ein großer Druck auf die Löhne hierzulande", sagt Gustav Horn, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung der Süddeutschen Zeitung. […] Es sei "armselig", dass ausgerechnet im reichen Deutschland die Löhne hinterherhinkten. Christoph Schröder vom Institut der Deutschen Wirtschaft sieht dagegen noch keinen Spielraum für Lohnerhöhungen. "Dafür ist es zu früh, weil die Produktivität noch nicht wieder das Niveau von vor der Krise erreicht hat", sagt Schröder. Laut den Angaben des Statistischen Bundesamtes mussten die deutschen Firmen im dritten Quartal 0,5 Prozent weniger je Arbeitsstunde zahlen als im Frühjahr. Der Rückgang ist damit so hoch wie zuletzt im Sommer 2005. Angesichts voller Auftragsbucher wird in Deutschland wieder langer gearbeitet, die Kurzarbeit spielt kaum noch eine Rolle. Auch hier ist Deutschland im europäischen Zehnjahresvergleich das Schlusslicht: Seit 2000 stiegen die Arbeitskosten um 19,4 im EU-Durchschnitt um 37,6 Prozent. Mit durchschnittlich 30,90 Euro je Stunde müssen Arbeitgeber in Deutschland derzeit knapp ein Fünftel mehr zahlen als vor zehn Jahren. Deutsche Firmen kommen somit im europäischen Vergleich besonders günstig weg.
(Süddeutsche Zeitung 10.12.10)

So ist das, wenn man sich von einer Mannschaft, die dem christlichen Leitbild verpflichtet fühlt, regieren läßt.
Und wenn diese europaweit in Relation sinkenden Löhne noch zu hoch sind, springen die Christlichen Gewerkschaften ein, die Spezialisten dafür sind die Löhne noch mehr zu drücken.

Der Christliche Gewerkschaftsbund (CGB) hat es mit seiner U-Boot-Tätigkeit für Ausbeuter-Unternehmer inzwischen so weit getrieben, daß seine 'Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit' ('CGZP') vom Bundesarbeitsgericht an diesem Mittwoch als tarifunfähig eingestuft wurde.

Löhne von 4,83 Euro pro Stunde hatten die christlichen Gewerkschaftler „für“ ihre Arbeiter „ausgehandelt.“
Noch billiger wird es für den Arbeitgeber nur noch, wenn es sich um einen der eine Million direkt bei der Kirche Beschäftigten handelt.
Kirchen werden von der politischen Klasse so stark protegiert, daß sie als „Tendenzbetriebe“ überhaupt keine Arbeitsrecht-Regeln einhalten müssen.

Sie bezahlen ihre Mitarbeiter noch schlechter.

Ein weiterer Grund dafür, daß die Kanzlerin so vehement auf die „Christliche Leitkultur“ pocht, dürfte der Islamische Umgang mit Geld und Banken und Vermögen sein.
Bei Muslimen gelten Zinsen als Geld ohne Leistung – und damit als Wucher; welcher im Koran verachtet wird.

Das wäre nämlich nichts für Joseph Ackermann!

Die muslimische Welt sieht in der Finanzkrise die Stärke ihres Finanzwesens bestätigt. „Die islamischen Banken handeln nicht auf Pump, sondern mit tatsächlichen Guthaben – das bewahrt sie vor den Problemen, mit denen die Banken in Amerika und Europa gerade Bekanntschaft machen“, sagte der Chef der Qatar International Islamic Bank, Abdel Bassat El Schibi.[…] Das islamische Finanzwesen unterscheidet sich in zwei wesentlichen Punkten vom Kapitalismus. Zum einen unterliegt es einem Zinsverbot, das im Koran verankert ist; bei Muslimen gelten Zinsen als Geld ohne Leistung und damit als Wucher. Zum anderen sind bei den verschiedensten islamischen Produkten Risiken und Gewinne zwischen der Bank und dem Kunden geteilt. In der ganzen Welt gibt es derzeit mehr als 300 islamische Finanzeinrichtungen in 75 Ländern.
(Die Welt 16.10.2008)

Und dann erst die „Zakat“; das dritte Gebot des Islams; also eine der fünf Säulen des Islams.
Es gebietet Mildtätigkeit und verpflichtet den Vermögenden erkleckliche Teile seines Geldes an Bedürftige zu geben - und dies auch noch ohne damit zu protzen!
Dabei handelt es sich nicht um ein paar Münzen, die man in den Klingelbeutel tut, oder nicht.

Es ist eine ausdrückliche Pflicht.

Ein Ausspruch des Gesandten Muhammad (s*) lehrt uns: „Allah hat den Reichen in ihrem Reichtum den Betrag, der den Bedarf der Armen deckt, auferlegt. Die Armen leiden weder Hunger noch Nacktheit, außer als Folge des Handelns der Reichen. Allah wird sie genau prüfen und sie schwer bestrafen“ (at-Tabarani).
(Muslimehelfen.org)

Bei dem Geschrei, das hierzulande herrscht, wenn auch nur das Wort „Vermögenssteuer“ erwähnt wird, werden die 100 Milliardäre Deutschlands aber froh sein, daß Merkel sie vor Islamischen Sitten beschützt - dann würden sie nämlich jedes Jahr rund 7,5% ihres Vermögens an „Arme, Bedürftige, Verschuldete, Gefangene, Reisende, etc“ spenden müssen.
Und dies bei einem marginalen Jahresfreibetrag von 1895 Euro!

Das wären für die Familie Georg Enoch von und zu Guttenberg bei einem konservativ geschätzten Vermögen von 400 Millionen Euro (Platz 272 der reichsten Deutschen laut „Manager Magazin Spezial Oktober 2010“) immerhin 30 Millionen Euro jedes Jahr an die Hartz’ler!

Da würde unser Bundesverteidigungsbaron aber weit weniger gut gelaunt sein.

Die Familie seiner Frau Stefanie, die von Bismarcks aus Friedrichsruh (Platz 401, 250 Millionen) hätte weitere knapp 18 Millionen im Jahr zu entrichten.


Sonntag, 26. Dezember 2010

Die Sache mit Jesus und Weihnachten, und so...

Der Artikel ist vom Jahr 2006, aber immer noch interressant:

http://www.haaretz.com/news/christmas-2006-is-jesus-still-a-palestinian-1.206893


Is Jesus still a Palestinian?

By Bradley Burston 

If you believe in Christmas, Bethlehem may be no place for you.
The Little Town, since antiquity an emotional world capital of Christianity, is steadily becoming a town without Christians. A city that was 80 percent Christian in 1948, is now 85 percent Muslim.
Until recently, this was the West Bank city that belonged to the world. Now it belongs to Hamas.
That thought must trouble Hamas even as it does Christians, who are finding it harder and harder to hold on to their presence in the literal birthplace of Christianity.

So it was, that this month, Hamas earmarked $50,000 from its depleted coffers to spruce up Bethlehem for the holiday.
"We don't fund any Islamic celebrations, but we want to fund this Christian festival, which is a special part of Bethlehem," said Acting PA Finance Minister Samir Abu Eisha. "As a Palestinian government, we hope our Christian brothers have a happy celebration. They are an integral part of Palestinian society."
Integral may not be the word most Christians would choose. The tide of Islamization has had telling effects on Bethelehem..
There are external signs, like the words "Islamic Jihad" sprayed in graffiti under the steeple of the city's Christmas Lutheran Church.
There are internal signs, like the reluctance of residents and officials to openly express trepidations over the Christian character of the city, and the influence that an avowedly Islamic government could have over daily life.
There are quantitative signs. Anxieties over Islamization have now added a strong new incentive to the exodus of local Christians, a process already spurred by Israel's military occupation, settlement policies and the separation fence, as well as the violence and upheaval of the intifada, and ever-beckoning opportunities in the Americas and elsewhere.
And there are global signs that could give any Christian Palestinian a sense of marginality, such as a Hamas declaration that every inch of Holy Land soil is Islamic land.
In a speech during his visit to Iran at the weekend, Palestinian Prime Minister Ismail Haniyeh declared in the name of the Hamas-led Palestinian government that "we are the trustful protectors of the Islamic land of Palestine."
On Sunday, Haniyeh, holding talks with Iranian Supreme Leader Seyed Ali Khamenei, derided past attempts to make a distinction between the Palestine problem and Islam. Haniyeh stressed that the Palestinian cause is "Islamic" and that Palestine is an Islamic territory.
"Therefore, no individual and government in Palestine has the right to overlook even the slightest portion of its soil," he added.
It was only a decade ago that Yasser Arafat effectively made Bethlehem Christians into the very symbol of Palestine, by choosing the city's Church of the Nativity to declare that Jesus was a Palestinian. "This is the birthplace of our Lord the Messiah, the Palestinian," he stressed.
In a Holy Land where history and analogy are often inseparable, the casting of Arafat's Nativity play was clear. Not only was Jesus a Palestinian, the Palestinians as a people were Jesus.
They personified Jesus as long-suffering and pure of intention, a refugee, persecuted and oppressed with unspeakable cruelty and state-of-the-art weaponry by an occupying invader who had defiled the Holy Land with heathen, foreign beliefs.
In the Nativity pageant of Jesus as Palestinian, IDF paratroopers portrayed the Roman Legion, Israel's government took the part of expansionist, heartless Imperial Rome, and hardline settlers and rightists played the Jews who refused to recognize the godliness of Jesus' message.
In those days, it was much easier to accept that Christian Palestinians were seen by Muslims are brothers and sisters in common cause. Arafat, after all, had married into a prominent Christian family. The sense was fostered, also, by declarations of Arafat's Fatah, then in power, which formally foresaw a secular Palestinian state, multi-religious in character.
Moreover, when Arafat spoke publicly of going to Jerusalem and flying the Palestinian flag, he often stated that he would fly it "from the churches and from the mosques," placing the churches first.
But that was then.
A sea change came during the Al Aqsa uprising - pointedly named for a mosque - coupled with a rising tide of Islamization the world over. For Bethlehem, all bets were suddenly off. Young Fatah gunmen took on the religious fundamentalism and the maximalist ideology of their Hamas and Islamic Jihad compatriots.
Ibrahim Shomali, a Christian restaurant owner in Bethlehem, told a reporter earlier this year that he was selling what he could before he leaves with his wife this month for Flint, Michigan.
"We Christians now feel like we are on the cross," he said.
If the Palestinian national movement has gone Islamic, so has the narrative. The admired figure of the refugee Jesus has been replaced by barbs slung at Crusaders and the Pope.
Certainly, for the Christians of Bethlehem, the Nativity is changing, perhaps forever. The Star has dimmed, the Wise Men are nowhere in sight, and the sense is growing that there may soon be no room at the inn.
It's Christmas 2006. Christianity's place in Palestine is now as tenuous as it was in antiquity.
It's Christmas 2006. Is Jesus still a Palestinian?

 Und hier eine andere Weihnachtsgeschichte:

http://www.thepeoplesvoice.org/TPV3/Voices.php/2010/12/12/christmas-story-mary-and-joseph-in-pales-2010

CHRISTMAS STORY- MARY AND JOSEPH IN PALESTINE 2010

December 12th, 2010
James Petras

Times were tough for Joseph and Mary. The real estate bubble crashed. Unemployment soared among construction workers. There was no work, not even for a skilled carpenter.

The settlements were still being built, financed mostly by Jewish money from America, contributions from Wall Street speculators and owners of gambling dens.

“Good thing”, Joseph thought, “we have a few sheep and olive trees and Mary keeps some chickens. But Joseph worried, “cheese and olives are not enough to feed a growing boy. Mary is due to deliver our son any day”. His dreams foretold of a sturdy son working alongside of him…multiplying loaves and fish.
The settlers looked down on Joseph. He rarely attended shul, and on the high holidays, he would show up late to avoid the tithe. Their simple cottage was located in a nearby ravine with water from a stream, which flowed year round. It was choice real estate for any settlement expansion. So when Joseph fell behind on his property tax, the settlers took over their home, forcibly evicted Joseph and Mary and offered them a one-way bus ticket to Jerusalem.
Joseph, born and raised in the arid hills, fought back and bloodied not a few settlers with his labor-hardened fists. But in the end he sat, battered on their bridal bed under the olive tree, in black despair.

Mary, much the younger, felt the baby’s movements. Her time was near.

“We have to find shelter, Joseph, we have to move on …this is no time for revenge”, she pleaded.

Joseph, who believed with the Old Testament prophets in an “eye for an eye”, reluctantly agreed.

So it was that Joseph sold their sheep, chickens and other belongings to an Arab neighbor and bought a donkey and cart. He loaded up the mattress, some clothes, cheese, olives and eggs and they set out for the Holy City.

The donkey path was rocky and full of potholes. Mary winced at every bump; she worried that it would harm the baby. Worse, this was the road for the Palestinians with military checkpoints everywhere. No one ever told Joseph that, as a Jew, he could have taken a smooth paved road – forbidden to the Arabs.

At the first roadblock Joseph saw a long line of Arabs waiting. Pointing to his very pregnant wife, Joseph asked the Palestinians, half in Arabic, half in Hebrew, if they could go ahead. A path was opened and the couple went forward.

A young soldier raised his rifle and told Mary and Joseph to get down from the cart. Joseph descended and nodded to his wife’s stomach. The soldier smirked and turned to his comrades, “The old Arab knocks up the girl he bought for a dozen sheep and now he wants a free pass”.

Joseph, red with anger, shouted in rough Hebrew, “I am a Jew. But unlike you … I respect pregnant women”.

The soldier poked Joseph with his rifle and ordered him to step back: “You are worse than an Arab - you’re an old Jew who screws Arab girls”.

Mary frightened by the exchange turned to her husband and cried, “Stop Joseph or he will shoot you and our baby will be born an orphan”.

With great difficulty Mary got down from the wagon. An officer came out of the guard station, summoning a female soldier, “Hey Judi, go feel under her dress, she might be carrying bombs”.

“What’s the matter? Don’t you like to feel them yourself anymore? ” Judith barked back in Brooklyn-accented Hebrew. While the soldiers argued, Mary leaned on Joseph for support. Finally, the soldiers came to an agreement.

“Pull-up your dress and slip”, Judith ordered. Mary blanched in shame. Joseph faced the gun in disgrace. The soldiers laughed and pointed at Mary’s swollen breasts, joking about an unborn terrorist with Arab hands and a Jewish brain.

Joseph and Mary continued on the way to the Holy City. They were frequently detained at the checkpoints along the way. Each time they suffered another delay, another indignity and more gratuitous insults spouted by Sephardim and Ashkenazi, male and female, secular and religious - all soldiers of the Chosen people.

It was dusk when Mary and Joseph finally reached the Wall. The gates had closed for the night. Mary cried out in pain, “Joseph, I can feel the baby coming soon. Please do something quickly”.

Joseph panicked. He saw the lights of a small village nearby and, leaving Mary on the cart, Joseph ran to the nearest house and pounded on the door. A Palestinian woman opened the door slightly and peered into the dark, agitated face of Joseph. “Who are you? What do you want?”
“I am Joseph, a carpenter from the hills of Hebron. My wife is about to give birth and I need shelter to protect Mary and the baby”. Pointing to Mary on the donkey cart, Joseph pleaded in his strange mixture of Hebrew and Arabic.

“Well, you speak like a Jew but you look like an Arab,” the Palestinian woman said laughing as she walked back with him to the cart.

Mary’s face was contorted with pain and fear: her contractions were more frequent and intense.

The woman ordered Joseph to bring the cart around to a stable where the sheep and chickens were kept. As soon as they entered, Mary cried out in pain and the Palestinian woman, who had now been joined by a neighbor midwife, swiftly helped the young mother down onto a bed of straw.

And thus the child was born, as Joseph watched in awe.

It came to pass that shepherds, returning from their fields, heard the mingled cries of birth and joy and hurried to the stable carrying both their rifles and fresh goat milk, not knowing whether it was friend or foe, Jew or Arab. When they entered the stable and beheld the mother and infant, they put aside their weapons and offered the milk to Mary who thanked them in both Hebrew and Arabic.

And the shepherds were amazed and wondered: Who were these strange people, a poor Jewish couple, who came in peace on a donkey cart inscribed with Arabic letters? The news quickly spread about the strange birth of a Jewish child just outside the Wall in a Palestinian’s stable. Many neighbors entered and beheld Mary, the infant and Joseph.

Meanwhile, Israeli soldiers, equipped with night vision goggles, reported from their watchtowers overlooking the Palestinian neighborhood, “The Arabs are meeting just outside the Wall, in a stable, by candle light”.

The gates under the watchtowers flew open and armored carriers with bright lights followed by heavily armed solders drove out and surrounded the stable, the assembled villagers and the Palestinian woman’s house. A loud speaker blared, “Come out with your hands up or we’ll shoot.” They all came out from the stable together with Joseph, who stepped forward with his hands stretched out to the sky and spoke, “My wife, Mary cannot comply with your order. She is nursing the baby Jesus”.
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James Petras is the author of over 62 books published in 29 languages, and over 600 articles in professional journals, including the American Sociological Review, British Journal of Sociology, Social Research, and Journal of Peasant Studies. He has published over 2000 articles in nonprofessional journals such as the New York Times, The Guardian, The Nation, Christian Science Monitor, Foreign Policy, New Left Review, Partisan Review, TempsModerne, Le Monde Diplomatique, and his commentary is widely carried out in the Internet. James Petras is a former professor of Sociology at Binghamton University, New York, has a 50-year membership in the class struggle, the author is an advisor to the landless and jobless in Brazil and Argentina and is co - of Globalization Unmasked (Zed Books) and Zionism, Militarism and the Decline of U.S. Power (Clarity Press, 2008). James Petras latest book is War Crimes in Gaza and the Zionist Fifth Column in America (Atlanta:Clarity Pres 2010) He can be reached at: jpetras@binghamton.edu. | Read other articles by James Petras, or visit his website: http://petras.lahaine.org/index.php


Hartz IV Generation?




Trotz Vollzeitjob auf Hilfe angewiesen

Sozialarbeiterin berichtet vom Leben mit Hartz IV

Sie hat studiert, gearbeitet, geheiratet und eine Familie gegründet. Eigentlich ein ganz normales, gutbürgerliches Leben. Und dennoch rutschte die Frau aus unserem Beispiel in die Abhängigkeit von Hartz IV.

 Weiter lesen:

http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/land-welt_artikel,-Sozialarbeiterin-berichtet-vom-Leben-mit-Hartz-IV-_arid,120843.html

Die wahren Schmarotzer spielen sich auf

5.-- Euro sind genug... - sagt Frau von der Leyen.

Fünf-Euro-Erhöhung

Von der Leyen sperrt sich gegen Hartz-IV-Poker mit SPD

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen lehnt eine Anhebung der Regelsätze für Langzeitarbeitslose über die von der Regierung geplanten fünf Euro hinaus ab.

http://www.welt.de/aktuell/article11831880/Von-der-Leyen-sperrt-sich-gegen-Hartz-IV-Poker-mit-SPD.html



Den angedachten fünf Euro stellen wir die teuerste Party der schwarz-gelben Koalition gegenüber. "Der Kater kommt spät, aber er kommt: Ein Jahr nachdem die NRW-Landesvertretung den Koalitionsvertrag von CDU,CSU und FDP in Berlin gefeiert hat, folgt nun das Nachspiel: Der NRW-Rechnungshof kritisiert die Kosten - etwa Wein für 6400 Euro.....Die auf 40 Köpfe geschätzte Runde stieß mit 75 Flaschen Wein an. Die haben zusammen 6417,67 Euro gekostet. Der Landesrechnungshof Nordrhein-Westfalen ermittelt: Zu teuer."

http://kinder-alarm.blogspot.com/2010/12/sozialschmarotzer-vs-premiumschmarotzer.html

Nerds und Wikileaks




http://www.struppig.de/vigilien/?p=2954

Ручной музыки - von Hand gemachte Musik



Счастливые дни

Weihnachtsansprache Bundeskanzlerin

Die Bundeskanzlerin zu Weihnachten Wie verletzlich der Mensch ist

Der kindliche Gottessohn erinnert uns an die eigene Verwundbarkeit, aber gibt auch Zuversicht. Die Bundeskanzlerin sagt: Wir können die Dinge zum Besseren wenden.

Ganze Rede lesen:
http://www.zeit.de/2010/52/Weihnachten-Merkel

Politik und Religion - zum Beispiel Thailand

http://www.schoenes-thailand.de/startseite/analysen/7127-weihnachten-religion-politik


Weihnachten, Religion, Politik

Samstag, den 25. Dezember 2010 um 19:41 Uhr
(Mark Teufel, 25.12.2010) Nachdem ich in der Nacht mit thailändischen Freunden eine Christmette der katholischen Kirche in Deutschland besucht hatte, kamen wir schnell überein, dass die Rolle der Religionen, aber insbesondere der Kirchen in fast allen Zivilisationen die gleiche war und nunmehr ist. Die Ausprägung ist jeweils stärker oder schwächer, aber die Grundidee war fast immer die Gleiche. Das Stützen einer hierarchischen Ordnung welche die Vorherrschaft von Wenigen über Viele ermöglicht.

Zunächst muss man den Ursprung der Religionen begreifen. Als die Menschen aus Horden von Wilden bestanden, die keinerlei Regeln und keiner Ordnung folgten, bestand die Notwendigkeit Regeln und Normen aufzustellen, damit die menschliche Rasse überhaupt überleben konnte. Der Bedarf nach einer   „höheren Ordnung“   entstand, die noch über der des Faustrechtes stand. Zunächst waren dies Vielgöttersysteme, die ähnlich wie die ersten Menschen, in heftige Kämpfe verwickelt waren, und in erster Linie die Konflikte der Erdenbürger widerspiegelten und stellvertretend ausfochten.

Aber schon mit diesen ersten Göttersystemen war etwas für das Überleben der Rasse und das Entstehen einer Zivilisation überaus Wichtiges entstanden: Regeln und Normen für das Zusammenleben. Sie wurden als von den Göttern verkündet dargestellt, waren in Wirklichkeit aber nur die elementarsten und wichtigsten Gesetze mit denen verhindert wurde, dass die Menschen sich gegenseitig auslöschten. Was wir 2010 in Laos als   „Staatenbildung“   verfolgten, war zu jener Frühzeit das Entstehen von ersten sozialen Strukturen. Die grundlegenden Gebote wie   „Du sollst nicht töten“   oder   „Du sollst deines Nächsten Weib nicht begehren“   finden sich in fast allen Religionen wieder.

Indem kluge und weitsichtige Menschen Regeln aufgestellt und diese nicht als die eigenen, sondern die Regeln einer höheren Macht darstellten und dadurch unangreifbar machten,  schufen Sie ein System der hierarchischen und autoritären Ordnung die bis heute wirkt. Wobei Religionen immer noch das Rückgrat der Hierarchie darstellen.

Schon sehr früh hatten wohl einige Menschen erkannt, dass man als Vermittler zwischen der höheren Macht und den „niedrigen“  Menschen Interpretationsmöglichkeiten besitzt, die auch dazu dienen können, eigene Ziele zu verfolgen und durchzusetzen. Und diese, nennen wir sie Hohepriester, Päpste oder Propheten, erweiterten das ursprünglich vernünftige und überaus sinnvolle Regelwerk der sozialen Ordnung um immer weitere und zusätzliche Regeln, die den Bedürfnissen der Zeit in der sie entstanden und den Bedürfnissen jener, die sie verkündeten, angepasst waren.

Möglicherweise entstanden die ersten Regeln im gesellschaftlichen Konsens und waren noch sinnvoll. Aber mit zunehmender Größe des Regelwerkes, zunehmendem Bedarf an Interpretation und fortschreitender Entwicklung der Gesellschaft entstand aus diesem Regelwerk ein Werkzeug von Wenigen, um die Massen zu beeinflussen und zu lenken. Und diese Funktion der Religionen hat sich über Jahrtausende erhalten,...... bis in das 21. Jahrhundert.

Dabei gibt es natürlich Unterschiede. Der Buddhismus zum Beispiel hat sich über Jahrhunderte gegen eine Vereinnahmung zur Kontrolle der Menschen erfolgreich gewehrt. Aber spätestens mit König Mongkut und  der von ihm gegründeten Thammayut-Sekte, war auch die letzte Bastion der sozialen Religionsrevolutionäre gefallen und der Buddhismus in den Dienst einer weltlichen Macht gestellt worden.

Waren ursprünglich alle Führer auch religiöse Führer, da sie durch die Interpretation des Willens eines höheren Wesens der Notwendigkeit enthoben waren, ihre Entscheidungen rational zu begründen, und dadurch jeden Widerstand gegen ihren Hegemonieanspruch beiseite fegen konnten, so gab es doch innerelitäre Streitigkeiten, die dann eine zweite Form der autoritären Führung begründeten, die der Führung durch das Schwert.

War die Legitimation der Einen die Berufung auf das   „Höhere Wesen“,  so war die Legitimation der Anderen die Macht der Gewalt, die Macht der Waffen und der Krieger. War anfangs die Geschichte gekennzeichnet von Kämpfen zwischen religiösen und weltlichen Führern, bildete sich mit zunehmender Nationenbildung bald eine Symbiose zwischen beiden heraus, die oft wieder in einer Vereinigung unter einer einheitlichen Führung mündete. Und so war es möglich, Krieg gegen äußere Feinde zu führen und zu versuchen, das Einflussgebiet auszudehnen.

Die ideale Herrschaftsform war geschaffen. Eine Form die sich über Jahrhunderte und auch bis heute
gegen Herausforderungen aus Aufklärung, Rationalismus, Demokratie und Bildung gewehrt hat. Der Herrscher, der durch die Religion legitimiert wird, welche wiederum ihre Legitimation aus dem Glauben an ein Höheres Wesen zieht. Da es aber inzwischen mehrere unterschiedliche   „Höhere Wesen“   gab, musste natürlich sicher gestellt werden, dass nur der eigene Glauben als der wirkliche und wahre angesehen wird. Und so findet man in den meisten Religionen einen Alleinvertretungsanspruch.

Seit Rama III, König Mongkut, sich die Religion, den Buddhismus erfolgreich als Werkzeug der Monarchie unterworfen hatte, konnte die Chakri Dynastie ihren Hegemonieanspruch aufrechterhalten. Herausgefordert wurde sie durch die Revolution von 1932 und dann später durch die weltlichen Diktatoren. In beiden Fällen aber war die Einheit von Religion und Monarchie zu stark, um sie beseitigen zu können. Stattdessen erkannten die weltlichen Herrscher, die nun in Form der Generäle auftraten, dass es für ihre Herrschaft keinen besseren Schutzschirm als den der Monarchie und in seiner Gefolgschaft des Buddhismus geben konnte. So entstand in Thailand im Prinzip die gleiche Herrschaftsausprägung, die man z.B. in Europa schon länger kannte.

Glossar Thaksin Shinawatra hatte diesen Herrschaftsanspruch in Gefahr gebracht. Er hatte seine Legitimation auf dem Votum des Wählers begründet. Mit.... und seit dem Militärcoup von 2006 wurde klargestellt, dass die Herrscher Thailands dies nicht zulassen werden. In seiner Folge sehen wir, wie die Militärdiktatoren eine Kritik der Monarchie als Angriff auf die   „Sicherheit der Nation“   ansehen. Denn für sie würde bedeuten, dass sie ihre Legitimationsbasis verlieren würden, wenn der Einfluss von Monarchie und damit untrennbar verbunden der Religion, nachlassen würde. Und so explodiert logischerweise die Verfolgung und Verurteilung von Straftätern wegen Lèse Majèsté.

In Deutschland dagegen erkennt man auch in den diesjährigen Weihnachtspredigten den Konflikt, der z.B. in der katholischen Kirche offenbar wird. Einerseits wird Jesus Christus als der Erlöser von allen Übeln der Welt bezeichnet. Was bedeutet, dass wir, egal was wir tun, dafür Vergebung erlangen werden. Und Gott wird als das Höchste Wesen bezeichnet, und wenn man den Regeln und Normen dieses Wesens folgt, ist man auf der sicheren Seite und kann auch nach dem Tod auf ein angenehmes Jenseits hoffen. Andererseits passt dieser Ansatz nicht in ein föderalistisches, demokratisches Umfeld. Und so sind die Predigten gespickt mit Versuchen, die hierarchische Ordnung der Bibel und der Religion so zu interpretieren, dass sie in Einklang mit einer modernen Gesellschaft gebracht werden kann.

Worte wie   „Gott ist in uns“   und   „Gott ist das Wort, aber wir sind das Fleisch“,   versuchen die alte hierarchische Ordnung von Befehl und Gehorsam zu unterbrechen. Jeder Einzelne wird zum Interpreten des Willens eines Gottes gemacht. Für Konservative eine gefährliche Entwicklung, weil früher oder später die Menschen die Frage stellen werden, ob nicht der Mensch selbst Regeln und Normen aufstellen sollte, statt sie nur zu interpretieren. Denn was für Verkehrsregeln längst gilt, so die Befürchtung, könnte dann auch auf ethische und moralische Normen übertragen werden. Ein Bereich, in dem die Religionen auch in entwickelten Ländern nach wie vor einen Hegemonieanspruch innehaben.

Eine interessante Variante dieser Entwicklung kann man aktuell in der Diskussion über WikiLeaks sehen. In entwickelten Gesellschaften, die an diesem Punkt angekommen sind  ( nicht in Diktaturen wie China oder Thailand )  gibt es eine heftige Diskussion über die moralischen und ethischen Aspekte der WikiLeaks-Veröffentlichungen. Auf der einen Seite die Staatsgewalt, die sich legitimiert fühlt Geheimnisse vor der Gesellschaft wahren zu dürfen und sich sogar das Recht vorbehält, Menschen wegen   „Geheimnisverrat“   zu töten. Auf der anderen Seite die Zweifler, die sich fragen, ob es noch legitim ist, dass der Staat Geheimnisse hat, wenn man davon ausgeht, dass der Souverän das Volk ist.

In Thailand würde man eine solche Diskussion natürlich niemals führen. Thailands Herrscher beanspruchen ihren Hegemonieanspruch nicht aus dem Votum des Volkes, sondern aus der Religion. Interessant ist die Entwicklung in China. Dort scheint man ohne Religion auszukommen. Tatsächlich aber hat sich eine neue Religion ausgebildet: Die des schieren Kapitalismus. Ein großer Teil der Gesellschafts-Legitimation eines  „Höheren Wesens“.  Und zeigen damit einen gesellschaftlichen Entwicklungsstand, der auf gleichem Niveau mit dem des Iran oder Saudi-Arabiens liegt.

Betet den Götzen des Wachstums und wirtschaftlichen Erfolges an. Und daher ist diese Herrschaftsform die vielleicht fragilste und am meisten gefährdete. Denn wenn der Götze des wirtschaftlichen Erfolges sich als Luftblase herausstellen und die Wirtschaft zusammen brechen sollte, würde das unweigerlich auch zu einem Zusammenbruch des politischen Systems führen.

Und so läutet die Diskussion über WikiLeaks vielleicht zu Weihnachten 2010 für einen Teil der Welt eine neue Phase der gesellschaftlichen Entwicklung ein. Der Loslösung der Menschen vom vordefinierten Glauben. Eine Entwicklung, die die Hegemonie von Religionen als ethische und moralische Entscheidungsinstanzen in Frage stellt. Eine Entwicklung in der die Menschen beginnen selbst zu definieren, was Moral und Ethik bedeutet, und den Anspruch erheben, ihre Führer danach zu beurteilen.

Leider würde das die Kluft zwischen entwickelten Gesellschaften und neu-feudalistischen bzw. wirtschaftlich-neoliberalen aber gesellschaftlich diktatorischen Regimen weiter verbreitern. Wenn in diesen nicht gleichzeitig eine Bewegung entsteht, die den Machtanspruch von Eliten erfolgreich in Frage stellt.

Die Weihnachtsgeschichte

An Arab Woman Blues - Reflections in a sealed bottle...: Baghdad's Bloody Xmas Leaks...

An Arab Woman Blues - Reflections in a sealed bottle...: Baghdad's Bloody Xmas Leaks...:
"Merry Christmas? Happy Holidays? Season's Greetings? What Christmas, what Holidays, what Greetings?! Another Christmas has gone by and the ..."

Zensur greift um sich...

http://direkteaktion.over-blog.de/ext/http://unzensiert-lesen.de/cgi-bin/showwebsite.pl?d=../soli-aufruf.shtml

Wir wehren uns gegen staatliche Zensurversuche!

English Version: Call for Solidarity "Against Censorship"
Aufruf als pdf in deutsch (58 kb) -- English (78 kb) -- Español (71 kb)
Solidaritätsaufruf der Initiative "unzensiert-lesen" (November 2010):
Seit 2009 ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen drei Berliner Buchhandlungen und Gemischtwarenläden.
Die Geschäftsräume von oh*21, M99 und Schwarze Risse wurden mehrfach polizeilich durchsucht, allein bei Schwarze Risse gab es neun Durchsuchungen. Beschlagnahmt wurden diverse Flugblätter und Zeitschriften (mehr Infos).
Nun hat die Berliner Staatsanwaltschaft Anklage erhoben, der Vorwurf: die Auslage gewisser Publikationen stelle eine öffentliche Anleitung zu Straftaten und einen Verstoß gegen das Waffengesetz dar. Ein erster Prozesstermin ist bereits anberaumt.

BuchhändlerInnen sollen also zukünftig für die Inhalte der Schriften haftbar gemacht werden, die sie vertreiben! Für die BuchhändlerInnen bedeutete dies nicht nur eine enorme rechtliche Verunsicherung, sie wären permanent von Kriminalisierung bedroht.
Ab wann gilt ein Zitat von Kurt Tucholsky als Volksverhetzung, ein Essay von Walter Benjamin als Verstoß gegen das Werbeverbot von Betäubungsmitteln, ein Roman von Elfriede Jelinek als die Menschenwürde verletzende Gewaltdarstellung?
Welcher Text, welches Flugblatt jeweils als "Aufforderung zu Straftaten" rechtlich geahndet wird, ist eine Frage der politischen Opportunität.
Macht sich jemand strafbar, der dazu aufruft, einen Nazi-Aufmarsch zu blockieren? Gegen einen Castor-Transport zu demonstrieren? Einen Bauplatz zu besetzen, um ein Projekt wie Stuttgart 21 zu verhindern?
Geht es nach der Berliner Staatsanwaltschaft, sollen nicht nur Widerstandsformen der außerparlamentarischen Opposition zu Straftaten erklärt werden, sondern auch das Zugänglichmachen von Flugblätter und Zeitschriften, die dazu auffordern.

Neben den Berliner Buchläden wurde auch das Münchener Kafe Marat innerhalb der letzten Monate drei Mal durchsucht. Und linke Internet-Provider haben wegen gehosteter Internetseiten oder Flugblätter wiederholt Besuch vom Staatsschutz erhalten.
Von diesen Kriminalisierungsversuchen müssen sich alle betroffen fühlen, "die nicht einverstanden sind, und es auch noch wagen wollten, ihr Mißfallen öffentlich kundzutun." (O. Tolmein)
Linke Gegenöffentlichkeit war immer Voraussetzung und unentbehrlicher Bestandteil sozialer Protestbewegungen. Die Geschichte der Versuche, sie durch Durchsuchungen, Razzien und Strafverfahren einzuschüchtern, zu drangsalieren und zu kriminalisieren, ist ebenso lang wie unrühmlich.
Wir protestieren aufs schärfste gegen die Repressionsmaßnahmen gegen linke Buchhandlungen und solidarisieren uns ausdrücklich mit den Betroffenen.
Wir fordern die sofortige Einstellung der Verfahren gegen die Berliner Buchhändler.
Wir fordern die kritische Öffentlichkeit auf, sich diesem Protest anzuschließen: Es geht um die Legitimität von Opposition. Darüber wird nicht in juristischen, sondern in politischen Auseinandersetzungen entschieden!

Berlin, November 2010 

Die Dunkelheit vertreiben

http://www.radio-utopie.de/2010/12/25/%E2%80%9Edie-dunkelheit-vertreiben%E2%80%9C/


„Die Dunkelheit vertreiben“

Von Uri Avnery | 25.Dezember 2010
ES IST leicht, angesichts der schmutzigen Welle von Rassismus, die uns überschwemmt, zu verzweifeln.
Die Medizin gegen die Verzweiflung ist die wachsende Anzahl junger Leute, Söhne und Töchter der neuen israelischen Generation, die sich vereinigt, um sich dem Kampf gegen Rassismus und Besatzung zu engagieren.
IN DIESER Woche versammelten sich mehrere Hundert von ihnen in einer Halle in Tel Aviv (die ironischerweise der Zionistischen Vereinigung von Amerika gehört), um ein Buch vorzustellen, das die Gruppe „Das Schweigen brechen“ veröffentlichte.
In der Halle waren auch ein paar Veteranen des Friedenslagers, aber die große Mehrheit der Anwesenden waren Jugendliche in den Zwanzigern, junge Männer und Frauen, die ihren Militärdienst abgeschlossen hatten.
„Die Besatzung der Gebiete“ ist ein Buch mit 344 Seiten, das aus fast 200 Zeugnissen von Soldaten über das tägliche und nächtliche Leben der Besatzung besteht. Die Soldaten lieferten die Augenzeugenberichte, und die Organisation, die aus Ex-Soldaten besteht, überprüfte, verglich und wählte aus. Am Ende wurden 183 von etwa 700 Zeugnissen für die Veröffentlichung ausgewählt.
Nicht ein einziges dieser Zeugnisse wurde vom Armeesprecher abgestritten, der sich sonst beeilt, diesen ehrlichen Berichten über das, was in den besetzten Gebieten geschieht, zu widersprechen. Da die Herausgeber des Buches selbst Soldaten waren, die an diesen Orten ihren Militärdienst machten, war es für sie leicht, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden.
Das Buch ist sehr deprimierend – nicht weil es detailliert über schreckliche Grausamkeiten berichtet. Im Gegenteil, die Herausgeber bemühten sich, nicht Vorfälle von außergewöhnlicher Brutalität – von Sadisten begangen, die man in jeder israelischen Armeeeinheit und in den Armeen aller Welt findet – mit hineinzunehmen. Sie wollten eher ein Licht auf die graue Routine der Besatzung werfen.
Es gibt Berichte von nächtlichen Überfällen in ruhige palästinensische Dörfer als Übung – Einbruch in irgendwelche Häuser, in denen es keine „Verdächtige“ gibt, wo Kinder, Frauen und Männer terrorisiert, Chaos im Dorf angerichtet wird – und all dies nur, um die Soldaten zu „trainieren.
Es gibt Geschichten über das Demütigen von Passanten an den Checkpoints ( „Mach den Checkpoint sauber, dann bekommst du deine Schlüssel wieder !“), gelegentliche Schikane ( „Er begann zu meckern, also schlug ich ihm mit dem Gewehrkolben ins Gesicht!“) . Jedes Zeugnis ist sorgfältig dokumentiert mit Zeit, Ort, Einheit.
Bei der Einführung des Buches wurden einige der Zeugenaussagen sogar im Film gezeigt mit den Zeugen, die es wagten, ihr Gesicht zu zeigen und ihre Identität mit vollem Namen preiszugeben. Sie waren keine ungewöhnlichen Leute, keine Fanatiker oder „blutende Herzen“. Keine Weichen aus der „Wir schießen und weinen“-Schule. Ganz gewöhnliche junge Leute, die Zeit hatten, sich mit ihren persönlichen Erfahrungen aus einander zu setzen.
Gelegentlich blitzt sogar Humor auf. Wie die Geschichte des Soldaten, der lange Zeit an einem Checkpoint zwischen zwei palästinensischen Dörfern stehen musste, ohne den Wert für die Sicherheit hier zu verstehen. Eines Tages erschien plötzlich von nirgendwo ein Bulldozer, ergriff die Betonblöcke und nahm sie weg – wieder ohne jegliche Erklärung. „Sie haben meine Straßensperre geklaut!“ beklagte sich der Soldat, da er sich an den Platz gewöhnt hatte.
Die Titel der Zeugnisse sprechen für sich selbst: „Um Schlaflosigkeit im Dorf zu schaffen“, „Wir pflegten Nachbarn zu schicken, um Explosivstoffe zu beseitigen “, „Der Bataillonskommandeur befahl, jeden zu erschießen, der versuchte, die Toten zu beseitigen“, „ Der Marinekommandeur der Flotte steckte die Mündung seines Gewehrs in den Mund des Mannes“, „Sie sagten uns, auf jeden zu schießen, der sich auf der Straße bewegt“, „Du kannst alles machen, was dir gefällt, keiner wird dich später etwas fragen“, „Du schießt aus Spaß auf das TV“. „Ich wusste nicht, dass es Straßen nur für Juden gibt“, „Eine Art totaler Willkürlichkeit“, „Die Jungs (der Hebron-Siedler) schlugen die alte Frau zusammen“, „Arrest der Siedler? Das kann die Armee nicht tun“. Und so weiter. Nur Routine.
Die Absicht des Buches ist nicht, Brutalitäten aufzudecken und die Soldaten als Monster zu zeigen. Es will eine Situation darstellen: die Herrschaft über ein anderes Volk mit all der überheblichen Willkür, die notwendigerweise damit verbunden ist, Demütigung der Besetzten, Degeneration des Besatzers. Nach den Herausgebern ist es für den einzelnen Soldaten ganz unmöglich, die Situation zu verbessern. Er wird zu einer Schraube in einer Maschine, die von Natur aus unmenschlich ist.
GRUPPEN junger Leute, denen es einfach zu übel wird, tauchen im Lande auf. Sie sind Zeichen eines Erwachens, das seinen Ausdruck im täglichen Kampf von Hunderten von Gruppen findet, die sich für verschiedene Dinge engagieren. Nur scheinbar verschieden – weil diese Dinge mit einander verbunden sind. Der Kampf gegen die Besatzung, für die Flüchtlinge, die Schutz suchen, gegen die Zerstörung der Beduinenhütten im Negev, gegen dir Invasion der Siedler in arabische Stadtteile Ostjerusalems, für gleiche Rechte der arabischen Bürger in Israel, gegen soziale Ungerechtigkeiten, für die Erhaltung der Umwelt, gegen die Korruption der Regierung, gegen religiösen Zwang etc. etc. Sie haben einen gemeinsamen Nenner: der Kampf für ein anderes Israel.
Junge Freiwillige für jeden dieser Kämpfe – und für alle zusammen – sind heute nötiger denn je, angesichts des Rassismus, der in ganz Israel seinen hässlichen Kopf in die Höhe hebt – ein offener Rassismus, schamlos und tatsächlich stolz auf sich selbst.
Das Phänomen als solches ist nicht neu. Was neu ist, ist der Verlust jeder Spur von Scham. Die Rassisten schreien ihre Botschaft an jeder Straßenecke heraus und ernten Applaus von Politikern und Rabbinern.
Es begann mit der Flut rassistischer Gesetzesentwürfen, die dafür bestimmt waren, die arabischen Bürger zu delegitimieren und zu vertreiben. „Zulassungskomitees“, „Treueeid“ und vieles mehr. Dann kam das religiöse Edikt des Chefrabbiners von Safed, das Juden verbat, Arabern Wohnungen zu vermieten. Dies verursachte Entsetzen und Beschämung. Seitdem sind alle Dämme gebrochen. Eine Bande 14Jähriger überfiel Araber mitten in Jerusalem, benützte ein 14jähriges Mädchen als Köder und schlugen sie bewusstlos. Hunderte von Rabbinern im ganzen Lande verfassten zusammen ein Manifest, das verbietet, Wohnungen an „Ausländer“ ( gemeint sind Araber, die seit Jahrhunderten im Lande lebten) zu vermieten. In Bat Yam, das an Tel Aviv grenzt, rief eine stürmische Demonstration, alle Araber aus der Stadt zu vertreiben. Am nächsten Tag verlangte eine Demonstration in Tel Avivs ärmsten Viertel die Vertreibung der Flüchtlinge und Fremdarbeiter aus dem Stadtviertel.
Offensichtlich waren die Demonstrationen in Bat Yam und Tel Aviv verschiedenen Zielen gewidmet: die erste gegen die Araber, die zweite gegen Fremdarbeiter. Aber dieselben wohlbekannten faschistischen Aktivisten erschienen und sprachen bei beiden, sie trugen dieselben Poster und schrieen dieselben Slogans. Der auffälligste unter ihnen war die Behauptung, dass die Araber und die Ausländer jüdische Frauen gefährden – die Araber heiraten sie und nehmen sie mit in ihre Dörfer, die Fremdarbeiter flirten mit ihnen. „Jüdische Frauen für das jüdische Volk!“ schrieen die Poster – als ob die Frauen ein Besitz wären.
Die Verbindung zwischen Rassismus und Sex interessierte die Forscher schon immer. Die weißen Rassisten in den USA verbreiteten das Gerücht, dass die „Nigger“ einen dickeren Penis hätten. Unter den deutschen Nazizeitungen war die sensationellste „Der Stürmer“, ein pornographisches Blatt, das voll mit Geschichten über unschuldige blonde Mädchen waren, die von krummnasigen hässlichen Juden mit Geld verführt wurden. Sein Herausgeber Julius Streicher, wurde in Nürnberg gehängt.
Einige glauben, eine der Wurzeln des Rassismus sei ein Gefühl von sexueller Unzulänglichkeit , der Mangel an Selbstvertrauen von Männern, die fürchten, sexuell impotent zu sein – das ganze Gegenteil des Macho-Rassisten. Es genügt, sich die rassistischen Demonstranten anzusehen, um die entsprechenden Schlüsse zu ziehen.
JEAN-PAUL SARTRE sagte bekanntermaßen, dass jede Person ein Rassist sei – es gäbe nur den Unterschied zwischen denen, die es zugeben und versuchen, dagegen anzukämpfen und jenen, die das nicht tun.
Das stimmt zweifellos. Ich habe einen einfachen Test für die Macht des Rassismus: man fährt mit dem Wagen und jemand schneidet einem den Weg ab. Wenn es ein schwarzer Fahrer ist, sagt man: „Verdammter Nigger!“ wenn es eine Frau ist, schreit man: „Geh in deine Küche!“ Wenn er eine Kipa trägt, schreit man: „Blöder Dos“ („Dos“ ist ein abfälliger hebräischer Spitzname für religiöse Juden). Wenn es ein Fahrer ohne besondere Kennzeichen ist, schreit man nur „Idiot! Wer gab dir eine Fahrerlaubnis?“
Der Fremdenhass, die Aversion gegen jeden, der anders ist , als man selbst, hat scheinbar biologische Züge, Überbleibsel aus Zeiten der Urmenschen, als jeder Fremde eine Bedrohung für die begrenzten Ressourcen des Stammes war. Er besteht auch unter vielen anderen Tierarten. Es ist nichts, auf das man stolz sein kann.
Der zivilisierte Mensch und mehr noch die zivilisierte menschliche Gesellschaft hat die Pflicht, diese Züge zu bekämpfen – nicht nur, weil sie in sich hässlich sind, sondern weil sie die Modernisierung der globalen Welt hindern, in der die Zusammenarbeit zwischen Menschen und zwischen Völkern zwingend ist. Sie bringen uns zu den Höhlenmenschen zurück.
Die Situation hier bewegt sich in die andere Richtung: das Land umarmt den rassistischen Dämon. Nach Jahrtausenden Opfer des Rassismus zu sein, sind Juden hier anscheinend glücklich, nun anderen das anzutun, was ihnen angetan wurde.
ES IST unmöglich, die zentrale Rolle zu ignorieren, die Rabbiner bei diesem widerlichen Durcheinander spielen. Sie reiten oben auf der Welle und behaupten, dies sei der Geist des Judentums. Sie zitieren die heiligen Texte in voller Länge.
Die Wahrheit ist, dass das Judentum, wie fast jede andere Religion, rassistische und antirassistische, humanistische und barbarische Elemente einschließt. Die Kreuzfahrer, die auf dem Weg ins Heilige Land die Juden im Rheinland schlachteten und die Bewohner Jerusalems mordeten – Muslime genau so wie Juden – als sie die Stadt eroberten, schrieen: „Gott will es!“ So kann man im Neuen Testament großartige Passagen finden, die Liebe predigen, und auch ganz andere Passagen. So sind auch im Koran Suren voller Liebe für die Menschheit und Aufrufe zu Gerechtigkeit und Gleichheit, aber es gibt auch ganz andere voller Intoleranz und Hass.
So ist es auch mit der hebräischen Bibel. Die Rassisten zitieren Rabbi Maimonides, der zwei biblische Worte als ein Gebot interpretiert, Nichtjuden keine Wohn- und Lebensmöglichkeit im Lande zu geben. Das ganze Buch Josua ist ein Aufruf zum Genozid. Die Bibel befiehlt den Israeliten, den ganzen Stamm der Amalekiter umzubringen („Männer, Frauen, Kinder und Säuglinge“) und der Prophet Samuel entthronte König Saul, weil er das Leben von amalekitischen Gefangenen schonte (1. Sam.15).
Aber die hebräische Bibel ist auch ein Buch von unvergleichlicher Menschlichkeit. Es fängt mit der Beschreibung der Erschaffung von Mann und Frau an, indem betont wird, dass alle Menschen nach dem Bilde Gottes geschaffen sind – und deshalb gleich. „Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach dem Bilde Gottes schuf er ihn, Mann und Frau. Die Bibel verlangt viele Male, den „Gerim“ (den Fremden, der unter den Israeliten lebt ) als Israeliten zu behandeln, „Weil ihr Fremde im Lande Ägyptens ward.“
Wie Gershom Schocken, der Besitzer und lange Zeit Chefredakteur von Haaretz, in einem in dieser Woche – seinem 20. Todestag – wieder veröffentlichten Artikel hinwies: Esra hat tatsächlich die nicht-jüdischen Frauen aus der Gemeinde ausgeschlossen. Aber davor spielten fremde Frauen eine zentrale Rolle in der biblischen Geschichte. Bathseba war die Frau eines Hettiters, bevor sie König David heiratete und wurde die Mutter des Hauses David, aus dem der Messias kommen wird ( oder von dem, nach christlichem Glauben, Jesus heute vor 2010 Jahren geboren wurde). David selbst war ein Nachfahre von Ruth, einer Moabiterin. König Ahab, der größte der israelitischen Könige, heiratete eine Phönizierin.
Wenn unsere Rassisten das hässlichste Gesicht des Judentums darstellen und dabei dessen universale Botschaft ignorieren, schaden sie der Religion von Millionen von Juden in aller Welt. Die bedeutendsten jüdischen Rabbiner schwiegen in dieser Woche angesichts des rassistischen Feuers, das von Rabbinern angezündet wurde, oder murmelten etwas über „Wege des Friedens“ – womit sie auf die Regel verwiesen, es sei verboten, die Goyim zu provozieren, weil sie die Juden in anderen Ländern so behandeln könnten, wie die Juden die Minderheit in ihrem eigenen Staat. Bis jetzt hat noch kein christlicher Priester seine Gemeinde aufgerufen, Juden keine Wohnung zu vermieten – aber es könnte geschehen.
Das Schweigen der „Torah-Weisen“ ist donnernd. Noch mehr ist es das Schweigen der politischen Führer des Landes. Der Friedensnobelpreisträger Shimon Peres erhob seine Stimme nicht, um seinen Unmut auszudrücken, und Binyamin Netanyahu begnügte sich, die Rassisten aufzurufen, „ das Gesetz nicht in ihre eigenen Hände zu nehmen.“ Kein einziges Wort gegen den Rassismus, nicht ein einziges Wort über Moral und Gerechtigkeit.
ALS ICH den Exsoldaten bei der Veranstaltung „Das Schweigen brechen“ zuhörte, war ich voller Hoffnung. Diese Generation hat die Pflicht, den Staat zu heilen, in dem sie ihr Leben verbringen will.
Wie es im Chanukkalied heißt, das schnell zur Hymne der Antirassisten-Demonstrationen wird: „Wir kommen, um die Dunkelheit zu vertreiben.“
25.Dezember 2010
(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

Samstag, 25. Dezember 2010

Heilige Nacht



http://www.muslim-markt.de/forum/messages/2412.htm


Von Yavuz Özoguz am 24. Dezember 2010 18:21:36:

 
Ein ungewöhnlicher Weihnachtsgruß - Erinnert Ihr Euch?

Einstmals standen wir vor unserem Schöpfer. Er hatte uns auserwählt, um uns Seine Liebe zu geben. Zur höchsten Stufe der Liebe gelangt man durch Freiheit. So trennte Gott uns von Ihm und gab uns die Freiheit. Er legte Seinen Geist in unser Herz und die Trennung von ihm durch unser Ich. Dann fragte er uns, wer denn unser Herr sei, und wir antworteten voller Überzeugung, dass Er es ist! Erinnert Ihr Euch?

Er sandte Adam auf die Erde, der seine andere Seelenhälfte Eva fand und mit der er sich vereinigte. Diese vereinigte Seele konnte nunmehr Gott anstreben, und der erste Prophet Adam wies den Weg. Zwei ihrer Söhne empfingen diese Wegleitung. Der eine entschied sich für die Hinwendung zu Gott und der andere zur Ermordung der eigenen Seele, anstatt sie Gott zu unterwerfen. So wurde er zum ersten Mörder am ersten Märtyrer. Beide dienten Gott, der eine freiwillig und erlangte die Glückseligkeit, der andere unfreiwillig und erlangte den Unfrieden. Ihr Kampf ist der Kampf, der seither in jedem Herzen eines jeden Kindes Adams und Evas ausgefochten wird. Erinnert ihr Euch?



Ein Prophet nach dem anderen kam, allesamt reine Menschen, die sich ganz Gott zugewandt haben. Allesamt gelebte Offenbarungen, die ihre Vorbildfunktion nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten ausfüllten. Ein Noah kam und reinigte mit Wasser. Ein Moses kam und reinigte mit den Zehn Geboten. Alle kamen mit Wundern. Jonas mit dem Walwunder. David mit dem Kampfwunder. Salomon mit dem Windwunder und viele andere mehr mit vielen weiteren Wundern. Doch viele von uns wollten diese Wegweisung nicht annehmen. Die reinsten aller Menschen wurden missachtet und verleumdet. Wird nicht über den einen Propheten erzählt, er hätte einem Engel ein Auge ausgeschlagen, nachdem er sich mit ihm geprügelt hat? Was ist das für ein Prophetenbild, das einen Engel nicht erkennt? Und was ist das für ein Engelbild, dem man ein Auge ausschlagen kann? Wurde nicht über einen anderen Propheten verleumderisch behauptet, er hätte im Vollsuff seine eigenen Töchter geschwängert? Was sind das für abartige Gedanken, die Menschen zu solchen Verleumdungen hinreißen lassen, die dann auch noch Jahrtausende in Büchern stehen bleiben? Erinnert ihr Euch?

Jahrhundert um Jahrhundert wurden Propheten verleumdet, bis der große Prophet Imran eine besondere Geburt ankündigte, die er selbst nicht mehr miterlebte. Seine ehrenvolle Ehefrau Hanna gebar Maria. Doch viele Anhänger wandten sich ab, weil sie einen Jungen erwartet hatten. Was sind das für Unmenschen, die ein Mädchen als geringer und niedriger einschätzen? Jene Maria sollte ihr Leben lang ein Wunder nach dem anderen vollbringen, Heilungswunder über Heilungswunder, Speisewunder, Gebetswunder und viele andere mehr. Doch das größte Wunder Gottes sollte in ihrem Leib groß werden, ohne dass sie jemals ein Mann berührt hatte. Sie gebar Jesus, den Messias und Geist Gottes. Ein Prophet, wie es ihn so vorher noch nicht gab. Doch auch er wurde von den meisten abgelehnt und verleumdet. Manche behaupteten, er wäre die Frucht eines Ehebruchs, und andere machten ihn selbst zum Gott. Ja, er hat sicherlich gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Aber war es nicht Gott, der durch ihn sprach? Ist nicht ein wahrer reiner Prophet eine offenbarte Offenbarung, der mit Gottes Augen sieht, Gottes Ohren hört und Gottes Zunge spricht? Der unbegrenzte Gott hat weder Auge, Ohr noch Zunge, aber der begrenzte Mensch wird zum Zeugen Gottes, dadurch, dass er Gottes Worte verkündet! Dennoch wurde er abgelehnt, und man wollte ihn sogar ermorden. Erinnert ihr Euch?

Wir wissen nicht, wann dieser großartige Mensch geboren wurde, es war aber sicher nicht am 24. Dezember. Die ältere orthodoxe Kirche feiert den 6. Januar. Der 24. Dezember war eher die Adaption eines heidnischen Festes der ersten länger werdenden Tage nach der Mitwinterwende. Einen Tannenbaum hat es in Bethlehem sicher nicht gegeben. Der Weihnachtsmann ist eine marketingtechnisch pervertierte Version des Nikolaus, und das Geschenke verteilende Christkind ist ebenfall eine Erfindung des letzten Jahrhunderts, denn ein Neugeborenes kann doch kein Kind von mehreren Jahren sein! Erinnert ihr Euch?
Von all dem hat man möglicherweise schon einmal gehört. Aber man wollte es nicht so recht wahr haben.

Nun gut, wenn man wirklich die reine Absicht hat, den Geburtstag des großen Propheten Jesus zu feiern, dann ist jeder Tag dafür geeignet. Was hat Jesus gelehrt? Wozu hat er aufgerufen? Was waren seine Wirkungen? Sind das wirklich die Elemente von Weihnachten? Hat Jesus irgendeines der Zehn Gebote aufgehoben? Warum werden sie dann in den Gesellschaften mit Füßen getreten, die Weihnachten feiern? Hat Jesus sich jemals auf die Seite von Unterdrücker geschlagen? Warum unterstützen dann die meisten christlich geprägten Länder ausgerechnet die Besatzer von Jesu Geburtsstätte? Hat Jesus jemals zum Waffengang in ferne Länder aufgerufen? Wie kann es dann eine Weihnachtsmesse bei Soldaten in Afghanistan geben? Ist das nicht fast schon Blasphemie? Und wie ist es mit der christlichen Nächstenliebe und dem Einsatz für Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, wahre Freiheit und Liebe? Und gehören Guantanamo , Besatzung des Irak mit einer Million Toten, Waterboarding im Namen von Frieden und Freiheit, Freibriefe zur fortgesetzten Besatzung in Palästina, Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden zu lassen, zur christlichen Tradition? Hat Jesus nicht einstmals gesagt: „Fürchtet euch nicht“? Warum wird dann vor allem in den christlich geprägten Ländern eine Atmosphäre der Angst verbreitet und tagtäglich vergrößert? Erinnert ihr Euch, wie es begann?

Jesus hat einen “Paraklet“ angekündigt. Während heutige Christen - wenn sie überhaupt noch davon wissen - darin den Heiligen Geist sehen, sehen Muslime darin den für sie größten aller Menschen und denjenigen, der Gott am nächsten stand: Prophet Muhammad. Aber was hat man aus ihm gemacht? Er ist der Prophet, der alle Wunder der vorherigen Propheten, alle Zeichen und alle Offenbarungen in einer Person vereinigt. Er ist die Offenbarung selbst. Sein Leben und das offenbarte Buch leben unverändert und sind bis zum jüngsten Tag miteinander verschmolzen. Er hat Jesus und Maria geehrt und Ihnen die höchste Würdigung verliehen. Aber in der Person des Heiligsten aller Menschen, Muhammad, vereinigen sich nicht nur alle Gnaden des Gnädigsten aller Gnädigen. Auch alle Verleumdungen, die gegen alle Propheten zuvor verbreitet wurden, wurden über Prophet Muhammad verbreitet, aber dieses Mal alle auf eine Person konzentriert. Dieser Kampf Kains gegen Abel im Herzen der Anhängerschaft des größten Propheten führte dazu, dass seine Tochter, sein Schwiegersohn, seine beiden Enkel und viele andere heilige Personen allesamt im missbrauchten Namen des Islam ermordet und zu Märtyrern wurden. Die gesegnete Fatima war die Vollendung der Maria! Doch erinnert ihr Euch überhaupt an sie und ihr Leben?

Eines Tages - das ist gewiss - werdet ihr Euch erinnern, und was macht ihr dann? Wer heute wirklich den Geburtstag Jesu feiert, mit seinem Herzen und mit seinem Verstand, wer heute an die Taten des großen Propheten Jesus denkt und seine weisen Worte, wer heute die Heilige Maria ehrt, der ist zu beglückwünschen und dem wünschen wir auch als Muslime von ganzem Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest. Möge die Hinwendung zu Jesus Sie zum Schöpfer allen Lichtes führen und das Licht in Ihrem Herzen aufleuchten lassen bis zu dem Tag, an dem jede Erinnerung wachgerüttelt wird, bis auf die Erinnerung, die Gott in Seiner Gnade bedeckt.

Wir wünschen ein gesegnetes Fest zum Geburtstag Jesu, dem Sohn der Maria.


 Während wir warten, bis es Zeit ist für meinen Mann, am ersten Weihnachtsfeiertag Schnee zu räumen, schliessen wir uns allen guten Wünschen an - und fügen die eigenen hinzu:

Möge es für alle so ruhige und schöne Tage sein, wie es am heiligen Abend dieses mal war bei uns. Es war das erste Mal seit vier Jahren, dass mein Mann am heiligen Abend zu Hause sein konnte - wenigstens dieser eine Tag ohne Einsatz.

Es war schön, und ich denke, dass meine Bilder dies ein wenig wieder spiegeln, besonders das Erste.

Nein, es gab keine Schlemmerei, nach vielen Jahren der Hunger-Weihnachten war mein grösster Wunsch in Erfüllung gegangen: Satt zu essen für alle...

Und so gab es ein kräftiges Vesper. Vielleicht wissen manche nicht, wie köstlich weisser Schwartenmagen vom Metzger, Kartoffelbrot vom Bäcker und gesalzene Zwiebeln dazu schmecken können. Das war mein Essen das ich mir gewünscht hatte.

Ich hätte auch etwas Teureres essen können, diesmal wäre noch etwas Geld da gewesen. Aber, ich wollte das nicht - ich hatte einfach Lust auf dieses Essen, warum soll ich dann etwas anderes essen?

Ich wünsche jedem Menschen, dass er satt wird, es warm hat, und dass er dies feiern kann.

Liebe Weihnachtsgrüsse von Inge - mit noch einigen Bildern von draussen, vor Fenstern und Türen:






































































Sozialdarwinisten und die Realität




http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=1844



Hartz IV und die vererbte Armut  

(23.12.2010) Sozialdarwinisten tun gerne so, als liege es an mangelndem Willen zu Arbeit und Weiterbildung, dass Menschen von Generation zu Generation von Sozialhilfe abhängig sind. Drei neue Meldungen aus Deutschland sprechen aber nicht nur für sich, sie stellen auch einen Zusammenhang her, der die überragende Bedeutung von Rahmenbedingungen zeigt.

Fast scheint es so, als könne man ihnen gar nicht entrinnen - aber das wäre eine wenig optimistische Geschichte vor Weihnachten. Man könnte aber verständnisvoller mit Menschen in existentiell schwierigen Situationen umgehen, für die nicht diese oder jene Karriere, diese oder jene Urlaubsreise, ein Haus oder eine Mietwohnung die entscheidenden Fragen sind, sondern das schlichte Überleben ein Kampf ist.

Geschichte Nr. 1: Schwanger aus Armut

Ein beliebter Vorwurf an sozial Schwache ist, dass sie ohne nachzudenken Kinder bekommen, was man auch noch mit einer Prise Rassismus würzen kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Menschen auch mit Pädagogik befassen, ehe sie Kinder in die Welt setzen, hat aber nicht nur einen Bildungsaspekt, sondern hängt auch mit finanziellen Möglichkeiten zusammen. Es ist wohl auch gefühlmäßig etwas anderes, Kindern eine Zukunft bieten zu können oder nur pragmatisch zu denken, dass es sich schon irgendwie ausgehen wird.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass sich viele von Hartz IV lebende Frauen Verhütungsmittel nicht leisten können. Sie müssten die Pille von ihrem Regelsatz bezahlen, was einfach zu teuer ist. "Mit der Fruchtbarkeit lassen sich in Deutschland trefflich Geschäfte machen: Es gibt Tausende Frauen, die ein Kind bekommen wollen, aber nicht können, und Millionen, die könnten, aber nicht wollen. Experten schätzen, dass mindestens sechs Millionen Frauen täglich die Antibabypille schlucken. Es wären sogar noch mehr, wenn alle, die die Pille wollen, diese auch bekämen. Doch monatlich kostet sie bis zu 16 Euro. Für Hartz-IV-Empfängerinnen ist das unerschwinglich.

Bis zur Einführung der Agenda 21 bekamen bedürftige Frauen die Pille auf Rezept, seit 2005 ist damit Schluss. Nun müssen sie Verhütungsmittel aus ihrem Regelsatz bezahlen - und Beratungsstellen schlagen Alarm: Immer mehr ALG-II-Empfängerinnen verzichten darauf, die Pille zu nehmen. Die Folge ist eine drastische Zunahme ungewollter Schwangerschaften. Zuletzt veröffentlichte die Beratungsorganisation Pro Familia eine Umfrage aus Köln, wo die Zahl regelmäßig verhütender Hartz-IV-Empfängerinnen seit der Reform von 67 auf 30 Prozent gesunken ist."

Politisch zeichnet sich ein Umdenken ab, das von den SPD-regierten deutschen Bundesländern ausgeht. Auch die CDU zieht mit, hat aber auf Bundesebene (noch) mit dem Widerstand von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zu kämpfen. "Ihre Bewertung, dass Bezieherinnen von Arbeitslosengeld II häufiger zu ungewollten Schwangerschaften tendieren, weil sie sich die Finanzierung von Verhütungsmitteln aus dem Regelsatz nicht leisten können, teile ich nicht", teilte sie im Frühjahr dem Paritätischen Wohlfahrtsverband mit, der sich auch an sie gewandt hatte.

Immerhin gibt es Pilotprojekte, in denen die Pille kostenlos an Hartz-Empfängerinnen abgegeben wird - mit dem Ergebnis, dass auch die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche sinkt. Der Bund möchte bei den 16 Euro sparen, da er die Kosten übernehmen müsste, während die Länder für Abbrüche aufkommen, die um die 500 Euro kosten. Die Süddeutsche stellt fest: "Am Ende läuft der Streit also auf eine Umverteilungsfrage hinaus. Solange die nicht geklärt ist, wird öffentliches Geld lieber in Schwangerschaftsabbrüche gesteckt als in die Verhinderung ungewollter Schwangerschaften."


Geschichte Nr. 2 - Jedes sechste Kind lebt von Hartz IV

N-TV stellt nüchtern fest, dass Kinderarmut weit verbreitet ist: "Neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit verdeutlichen das Ausmaß der Kinderarmut in Deutschland. Im Bundesdurchschnitt wohnen 15,8 Prozent der unter 15-Jährigen in einem Haushalt, der auf Hartz IV angewiesen ist. Besonders dramatisch ist die Lage in den östlichen Ländern - hier sind es 27,1 Prozent."

Wer hier einwendet, dass diese Kinder wohl doch genug zu essen haben werden und nicht nackt herumlaufen müssen, sei darauf verwiesen, dass auch Sattwerden unter diesen Bedingungen keineswegs so sicher ist. Wie sollten Kinder das Gefühl bekommen, eine Chance zu haben und Wertschätzung zu genießen, wenn sie jeden Tag die Erfahrung machen, mit anderen nicht mithalten zu können? Wie ist es, selbst Gratisangebote an Freizeitgestaltung zu nutzen, wenn die Eltern dann eben nicht wie andere mal eben etwas zu Essen und zu Trinken kaufen können, weil sie jeden Cent umdrehen müssen?

Geschichte Nr. 3  - Jede/r vierte BezieherIn von Hartz IV arbeitet

Im Land Bremen sind viele Menschen auf Unterstützung angewiesen, obwohl sie berufstätig sind, wie die Taz berichtet: "Die These, dass die niedrigen Löhne oder auch Teilzeitjobs für Menschen, die länger arbeitslos sind, einen Einstieg bedeuten könnten in einen richtigen Job, wird von den Zahlen der Arbeitnehmerkammer nicht bestätigt: Für 56 Prozent der Menschen mit Vollzeit-Job, die ergänzende Sozialhilfe bekommen, dauert dieser Zustand schon mehr als zwei Jahre an.

Im Durchschnitt zahlen Bund und Kommunen 500 Euro im Monat 'drauf' für jeden, der in seinem Job entweder nicht genug Lohn erhält oder zu wenig Stunden arbeiten kann, fast die Hälfte davon zahlen die Kommunen. Für Bremen und Bremerhaven sind das immerhin 35 Millionen Euro im Jahr - in vielen Fällen schlicht Lohn-Zuschüsse für Firmen, die zu wenig Lohn zahlen, sagt die Kammer." Es müssen also alle dafür bezahlen, dass es Unternehmen gibt, die Menschen ausbeuten. Zugleich wird immer wieder gegen Schwache polemisiert, man schürt Sozialneid, unterstellt ein bequemes Leben auf Kosten der Allgemeinheit.

Tatsächlich verdienen viele Menschen aber trotz Arbeit zu wenig, um ohne Unterstützung über die Runden zu kommen, und in der vielzitierten Hängematte ruhen Firmen, die nicht bereit sind, angemessene Löhne zu berappen. Stigmatisierung von Menschen, Ein Euro-Jobs oder Forderungen nach gemeinnütziger Arbeit für BezieherInnen von Leistungen schaffen auch psychologisch ein entsprechendes Klima, das Arbeit abwertet und manche Firmen unverschämt werden lässt. DIe Zeche bezahlen Arme, die keine Chance haben, ihrer Situation zu entrinnen - nicht weil sie es nicht wollen oder weil sie nicht arbeiten, sondern weil die Rahmenbedingungen so sind.
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Alexandra Bader
alexandra.bader@chello.at
alexandra@ceiberweiber.at
(bitte alle Inputs, Anregungen, Infos, Feedback für Ceiberweiber an eine dieser Adressen)