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Menschenrecht als Grundlage

Die Arbeit an diesem Blog bezieht sich auf menschenrechtliche Grundlagen.

-Art. 5 Abs. 1 S. 1 Grundgesetz (Meinungsfreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 2 Grundgesetz (Informationsfreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 3 Grundgesetz (Pressefreiheit)
-Art. 5 Abs. 1 S. 4 Grundgesetz (Zensurverbot)
-Art. 19 Allgem. Erkl. der Menschenrechte sowie Art. 19 Uno-Zivilpakt (Meinungs- und Informationsfreiheit auch Staatsgrenzen überschreitend)
-Art. 1 von Uno-Resolution 53/144 (schützt das Recht, sich für die Menschenrechte zu engagieren)

Trotzdem sehe ich mich dazu gezwungen, gewisse Kommentare zu überprüfen, und gegebenenfalls nicht zu veröffentlichen. Es sind dies jene, die sich in rassistischer Weise gegen andere Menschen richten - gewalttätige Inhalte enthalten - Beschimpfungen, etc. Derlei Inhalte kann ich nicht damit vereinbaren, dass sich dieses blog für Menschenrechte einsetzt - und zwar ausnahmslos für alle Menschen.

Mein Blog ist ab 18 Jahren, denn ab da kann man voraussetzen, dass der Mensch denkt...

...und ausserdem nicht mehr mit den Umtrieben der Ministerin von der Leyen gegen Websiten in Schwierigkeiten kommt, wenn er einen blog lesen will.

Im Übrigen gilt Folgendes für die verlinkten Seiten:

Hinweis:
Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten sind. Dieses kann – laut Landgerichtsurteil – nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.

So bleibt hier vorsorglich festzustellen, dass wir weder Einfluss auf die Gestaltung noch auf den Inhalt dieser gelinkten Seiten haben und uns auch nicht dafür verantwortlich zeichnen. Dies gilt für ALLE auf dieser Seite vorhandenen Links.



Sonntag, 4. Juli 2010

Das verstehe wer will, dass über die Ölkatastrophe, bei Androhung von saftiger Strafe, nichts mehr berichtet werden soll

http://wahrheit.im-blog.de/allgemein/offizieller-krieg-gegen-die-pressefreiheit



Offizieller Krieg Gegen Die Pressefreiheit

"Das Öldesaster im Golf von BP ist nun Regierungssache" - "Wer über die Ölpest bloggt berichtet schreibt fotografiert und ähnliches, der begeht ein Verbrechen gegen den amerikanischen Staat und wird mit 40.000 Dollar Strafe angezeigt."
Ironischerweise sind es ja BP und die Wirtschaft und jede Regierung dieser Welt, die die Ausbeute der Meere und Erde in diesem Maße zulassen - und somit haben SIE dieses Verbrechen gegen die Natur begangen. 
Aber die Natur wird sich selbst rächen und die Verantwortlichen werden ebenfals ihre Strafe erhalten.
Gutes Video zur Pressezensur zur Ölkatastrophe von ---> CNN 

Wieso dieser harte Gang? Wenn wir Menschen ANGST haben, dann funktionieren wir besser.  Nur mal ehrlich ... bringt diese Zensur irgendetwas? Wir wissen wie schlimm die Lage ist und was da passiert ist. Vertuschen geht nicht ... also ist Zensur einfach nur hohl .. und jedes Gericht dieser Welt, würde eine Anklage gegenjemanden der Bericht erstatten möchte .. abweisen. Dafür geht dieses Unglück die gesamte Welt zu sehr an und es betrifft uns alle.


http://www.duckhome.de/tb/archives/8214-Die-Vogelscheuche-das-Schreckgespenst.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Duckhome+%28Duckhome%29


Die Vogelscheuche / das Schreckgespenst

Von Gideon Levy- Unsere Landschaft ist übersäht mit Denkmälern, aber es gibt etwas, das noch häufiger vorkommt: Vogelscheuchen. Diese jämmerliche, lächerliche Lumpenpuppe, die ihre Hände in hilfloser Geste ausstreckt, um (die Vögel) zu erschrecken. In den vergangenen Jahren haben die Vögel angefangen, sich immer weniger vor den Vogelscheuchen zu erschrecken – sie haben entdeckt, dass dies nur ein Trick ist. Aber in Israel sind es die Menschen, die sich vor den Vogelscheuchen erschrecken, auch dann, wenn die Menschen sie selbst aufrichten. Die Politiker und Generäle erfinden diese Schreckgestalten/ Schreckgespenster – zu Hause und im Ausland, bis sie sich selbst vor ihnen fürchten – genau wie einst vor dem Golem in Prag. Das letzte Schreckgespenst: die Entlassung von Terroristen „mit Blut an den Händen“.

Die schrecklichen Zahlen sind heraufbeschwört worden: Die Gefangenen, die in der Vergangenheit entlassen worden sind, hätten wieder Juden getötet. Die Schlussfolgerung: nein zu einem Gefangenenaustausch gegen Shalit. Doch dies ist schon wieder ein anderes Schreckgespenst. Der Terror endete, nachdem die palästinensische Führung zur Schlussfolgerung kam, dass dies gar nichts bringt, und weil die palästinensische Gesellschaft erschöpft und verzweifelt ist. Bis die nächste Generation von Kämpfern heranwächst, wird es keinen bemerkenswerten Terror geben – ob gefangene Terroristen frei sind oder nicht. Sogar der Ausdruck „Blut an den Händen“ ist nur dafür gedacht, die Vogelscheuche/ das Schreckgespenst mit Kriegsfarbe zu beschmieren. Beide Seiten haben Blut an ihren Händen – und es ist besser, wenn wir nicht vergleichen, wessen Hände mehr befleckt sind.

Es gibt eine lange Tradition, den Leuten vor der Entlassung von Terroristen einen Schrecken einzujagen. Die Anregung, mit der PLO zu reden, war einmal ein besonders furchterregendes Schreckgespenst, genau wie die Errichtung eines palästinensischen Staates. Abi Nathan ging wegen seiner Kontakte zur PLO für Monate ins Gefängnis. Doch später haben fünf Ministerpräsidenten mit den Führern der Organisation gesprochen und die PLO wurde Israels Lieblingspartner. Jene, die einen palästinensischen Staat befürworten, wurden einst als Verräter angesehen, bis alle in Israel – von Bibi bis Tibi – begannen, für solch eine Lösung zu sein. Das letzte Schreckgespenst ist das Reden mit Hamas, das sehr seinem Vorgänger ähnelt.

Vor der Operation Cast Lead ( 2008/09) haben wir die Angst verbreitet, die Hamas bewaffnet sich mit iranischen Waffen, die durch die Tunnel geschmuggelt werden. Man sprach auch von Al-Qaida-Zellen, die sich im Gazastreifen nieder gelassen hätten. Das fiel in der brutalen IDF-Kampagne, die kaum militärischen Widerstand vorfand, wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Wo waren die iranischen Waffen? Das waren alles Schreckgespenster.
Und wenn jeder Teenager mit einer Rohrbombe als „ranghoher Hamasmann“ angesehen und jeder bewaffnete Mann als der Chef des islamischen Jihads bezeichnet wird, dann wird das Land mit Schreckgespenstern eigener Machart überflutet. Ein ganzes System von Regierungs- und Sicherheitspropaganda, zusammen mit dem erschreckenden Medienchor und seiner Fülle von Experten achten darauf, dass wir nie ohne eine furchterweckende Kampagne sind.
Das Lied des Schreckgespenstes warnt auch davor, die Blockade des Gazastreifens aufzuheben, bis sie still fällt und nichts passiert. Denk an die Straßensperren; jahrelang erzählte man uns, dass die täglich Zehntausende von Leuten hindernden und demütigenden Sperren wichtig für die Sicherheit sind. Viele der Straßensperren wurden schließlich aufgehoben und schau, was geschah. Die furchterregenden brachen zusammen und - nichts geschah.
Direkt vor der „Abtrennung“ ( dem Rückzug der Siedler aus dem Gazastreifen) wurde ein neues Schreckgespenst aufgebaut: die Aussicht auf einen Bürgerkrieg. Die Evakuierung der Siedler wird zu Blutvergießen führen; Zo Artzenu wird die Straßen blockieren und die Wirtschaft lahm legen. Aber nichts davon geschah. Doch das Schreckgespenst gab nicht auf. die Angst der Siedler hängt noch immer über unsern Köpfen. Jede nachfolgende Regierung hat vor jenem Papiertiger Angst bekommen.

Schauen wir uns nach mehr um? Uns wurde erzählt, dass der Rückzug aus dem Sinai eine Katastrophe sein würde; besser Sharm el Sheik ohne Frieden ( peace), sonst werden wir nur ein Stück (piece) Papier behalten. Auch das ging dahin. Aber dann erstand ein neues Schreckgespenst: Den Golan evakuieren, wird zu einer tödlichen Gefahr. Die Syrer werden ihre Füße im See Genezareth baumeln lassen. Aber wir bekamen die kalten Füße. Diese Furcht zu säen, reichte aus, um ein Friedensabkommen mit den Syrern abzuwenden. Als auch dieses Schreckgespenst umfällt, wird uns keiner fragen, wovor wir Angst haben – genau so, wie wir aus keinem Grund so viele Jahre Angst vor einem anderen Schreckgespenst hatten: dem Rückzug aus dem Libanon. Die ganze Welt will uns zerstören – noch so ein Schreckgespenst.

Und an der inneren Front gibt es auch ein paar Schreckgespenster: von „Israel wird austrocknen“ bis zur Schweinegrippe. Man erinnere sich nur an die Angst vor der Seuche und die schrecklichen Beschreibungen der Krankenhäuser, wie sie überfordert sind?

Und schließlich wird die Drohung, dass der Iran eine Atombombe auf Israel fallen lässt – trotz aller abschreckenden Stärke Israels - sich auch als hohle Waffe entpuppen. Schließlich können wir mit all unserer Geschichte kaum mehr den Unterschied zwischen einem Schreckgespenst und einer wahren Drohung feststellen. Unterdessen lernt man aus Erfahrung, dass dieses Land mit vielen gefährlicheren Schreckgespenstern überflutet wird.

Übersetzung Ellen Rohlfs Orginalbeitrag: 29.6.10 Haaretz--> The scarecrow



Ellen Rohlfs Buch: – »Nie wieder!«? – Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina? »Nur« Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord? – Eine Dokumentation von Ellen Rohlfs«. Zu beziehen bei der Autorin (Ellen.Rohlfs[at]freenet.de) gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro.

Deutschland verschenkt Geld, aber nicht an die Armen

...sondern ...an Unternehmen und private Haushalte (und damit sind nicht die Empfänger von Sozialtransfers gemeint). Das sind mehr als die gesamten Einnahmen aus der Einkommen- und Lohnsteuer in dem Zeitraum vom letzten Jahr 2009.

Mehr erfahren:


http://das-kleine-nachtbuechlein.blog.de/2010/07/04/vergangenen-jahr-verschenkten-deutschland-eu-rund-165-milliarden-euro-8907739/

schön saufen...

Sich die Politik, die eigentlich zu verantworten wäre, schön saufen.
Sich den Knast- und Sklavenstaat, der von einem selber verursacht und angerichtet wurde, schön saufen.
Sich den Verfall als Idylle schön saufen.
Sich jene, mit denen zusammen Politik gemacht werden muss, schön saufen.
Sich die eigene Selbstgerechtigkeit - den eigenen Zynismus - die eigene Arroganz - die eigene Depression - die eigene Eitelkeit schön saufen.
Sich die Gefühlskälte und Wurschtigkeit schön saufen.
Sich die eigene Entleertheit und Verblödung schön saufen.
Sich die Macht schön saufen.

Es gibt tausend Gründe, wenn man sie finden will, um sich etwas schön zu saufen, und der Verantwortung zu entkommen.

Die Bürger sollen dies nicht tun, aber...



...das sind nun mal die Vorbilder, auch im negativen Sinn.

1, 8 Millionen Euro für das Sommerfest des Bundespräsidenten - und die Bürger ins Elend gescheucht.

25 Jahre lang, mindestens, sollen die Elendsjahre mit Verfall und Not für die Bürger Europas anhalten.

Nur für die Bürger - die Politiker darben nie.

Ob sie uns lieb sind, sei dahingestellt - teuer sind sie uns allemale.

Wir Bürger nehmen Aussagen wörtlch, und das erweist sich als Irreführung



Der Bundespräsident feiert

BP bleibt Sommerfest-Sponsor

BP sponsert das Sommerfest des Bundespräsidenten. Dabei bleibt es, obwohl die Firma letzte Woche noch mitgeteilt hatte, sich nicht mehr zu beteiligen, um keinen "Anlass zu Diskussionen" zu geben. 

Mehr erfahren:
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/bp-bleibt-sommerfest-sponsor/?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

(Satire) Merkel voll dekadent...

Nachdem Bild berichtete, dass Kanzerlin Merkel mit der Nationalelf nach dem Spiel in der Kabine und bei Bier feierte, setzt Desparada News den Bericht da fort, wo Bild aufgehört hat - mit Satire und folgendem Bild:



Na, denn Prost ! --- Ups...

Der Meeresboden im Golf von Mexiko ist brüchig und das Öl suppt überall heraus

Kuckst Du hier:

http://ireport.cnn.com/docs/DOC-461896

Es fliesst demnach die unvorstellbare Zahl von 7. 570. 000. 000 Liter Öl in das, was vom Meer noch da ist.

Samstag, 3. Juli 2010

Uns ist so Vieles egal...

und genauso egal haben wir in den zurückliegenden, besseren Jahren jene erzogen, denen inzwischen noch viel mehr egal ist.

Es ist erschreckend, welcher Ton heute vorherrscht, welche Respektlosigkeit im Verein mit Rücksichtslosigkeit und Missachtung anderer Menschen.

Jede drei Minuten stirbt ein Kind auf dieser Welt, das wissen wir schon sehr lange, aber es ist zunehmend egaler geworden. Jeden Tag hungern und verzichten nun auch bei uns Kinder, aber auch das ist egal, denn niemand steht auf, - niemand schreit es heraus, wie egal alles geworden ist.

Wir machen alle gerade so weiter, die Regierenden sind inzwischen teilweise genauso drauf, Vorbilder finden sich keine mehr, wobei diese immer schon einen zweifelhaften Halt boten, wenn das nichts Eigenes vorhanden war.

Darauf käme es an, aber das ist ja nicht mehr gefragt - die eigene Festigkeit und innere Moral - das Ureigene, das keine vorgekauten Vorgaben benötigt, um gelebt zu werden.

Unsere Kinder und Enkel haben wir nicht in eine gute Zukunft entlassen, obwohl sie eben diese Zukunft sein sollen - sie ausfüllen mit sich und ihrer Lebendigkeit, mit ihren Fähigkeiten gestalten. Es sieht inzwischen so aus, dass das kaum erwünscht ist, weil die nächsten Jahrzehnte nicht viel geht, ausser das Elend weiter leben. Da ist alles, was den Kindern inzwischen angeboten wird - mehr hat die zivilisierte westliche Welt nicht zu Stande gebracht - hier nicht, und in den armen Ländern schon gar nicht.


"EU_Bürgerrechte - Der Weg nach vorn".


So nannte sich eine Konferenz an den ersten beiden Tagen des Juli, veranstaltet von der Europäischen Kommission. Es sollte Bestandsaufnahme und Ausblick sein, was noch zu tun bleibe für die Rechte der Bürger. Diese Rechte liegen aber schon am Boden, und stossen gerade ein verzweifeltes Röcheln der Agonie aus.

Doch, doch, diese Rechte sind am Boden, wie von Stiefeln niedergetreten und an manchen Orten sogar real - Afghanistan, Irak, usw. Allerdings bewegen sich die Befindlichkeiten jener, die in der EU solche Konferenzen veranstalten, auf anderer Ebene - ungefähr auf einer Ebene, wie ehemals beim sowjetischen Politbüro.

Die Bürger, um die es also gehen sollte, bemühen sich, ihre Pflichten zu erfüllen, arbeiten dafür, leben zu können, trotz der ständig steigenden Kosten und der Niedriglöhne. Derweilen bauen die Kommissionen für alle ein schönes neues Europa, und sie machen dies akkurat in Vier-Jahres-Plänen! - die in einer fürchterlichen, langweilig-steifen Sprache geschrieben sind, so trocken, wie ein dürres Stück Holz.

Damit wollen diese Leute für die Bürger der EU ein Europa schaffen, das nur so strotzt vor Freiheit, Sicherheit, und Gerechtigkeit. Alles soll einem offenen und doch sicheren Europa dienen, zum Schutz der Bürger.

Wie alle schönen Phrasen klingt das alles beeindruckend, oder ? Wer es nur überfliegt, bei dem mag dies zutreffen, dass er sich beeindrucken läßt. Auch wer es etwas genauer durchliest, gewinnt eventuell den Eindruck, dass da die Rede davon ist, dass es mit den Daten der Bürger und deren Schutz auf das Heftigste genau genommen werden soll. Zum Mindesten wird in dieser Art darüber geschrieben.

In Wirklichkeit ist es schade um das beschriebene Papier. Alle unsere Bank-Daten landen bei den Amerikanern, Schutz der Bürger hin, oder her. Und, das muss sich jener angeblich geschützte Bürger erst einmal auf der Zunge zergehen lassen, dass da ein Staat seine Daten bekommt, der selber Gewalt anwendet, Menschen entführt und tötet, foltert, und geheime Konzentrationslager unterhält. Und, wenn dann ein Bürger der EU eine Überweisung tätigt zum Beispiel, deren Empfänger den Amerikanern missfällt, kann dieser Bürger plötzlich ein Terrorist sein.

Das kann nicht sein? Doch. Es kann ja geschehen, dass dem Herrn Obama plötzlich eine Menschenrechtsgruppe missfällt, die so ein Bürger unterstützt. Das gab es inzwischen schon alles, und nicht nur in Amerika...

Oh, sie reden alle viel über den fairen Umgang mit Daten, über deren Schutz, aber das kann alles getrost vergessen werden. Die Amerikaner scheren sich einen Dreck um solche Zusagen. Und jene in der EU, und die Regierungen in den Ländern, sind allesamt Verräter ihrer Bürger.

Die Ziele, die sie alle haben, sind genau das Gegenteil von dem, was sie den Menschen erzählen. Die EU als Raum der Freiheit, der Sicherheit, des Rechts? Das gilt nur für jene, die davon schwafeln, darum fällt es ihnen auch so leicht. Es war ja schon eine Frechheit, das Bankgeheimnis zu schleifen, damit sie wissen, wie viel jeder Einzelne so an Geld hat.

Barzahlungen werden eingeschränkt, denn sie wollen, dass alles nur noch bargeldlos und kontrollierbar vor sich geht mit dem Geld der Bürger. Was unsere Daten in Amerika sollen, ist nur schwer nachvollziehbar.

Den Artikel dazu gibt es in englischer Sprache hier:

http://english.pravda.ru/opinion/columnists/01-07-2010/114088-european_union-0

Schäuble schiesst nach...

in Richtung Ex-Bundespräsident Köhler. Die Sueddeutsche schreibt zwar, dass er nachgetreten habe, aber das kann er in real nicht mehr.

Also, kommen scharfe Schüsse aus dem Hinterhalt.


Kritik an Ex-Bundespräsident Köhler Schäuble tritt nach

03.07.2010, 18:05 2010-07-03 18:05:43

In ungewöhnlicher scharfer Form hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler attackiert. Köhler habe offensichtlich das Amt des Bundespräsidenten nicht richtig verstanden.
Der neue Bundespräsident ist gewählt, da bekommt der alte nochmals Prügel - und das von ungewöhnlicher Seite: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) greift den zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler an.

Mehr lesen:

http://www.sueddeutsche.de/politik/kritik-an-ex-bundespraesident-koehler-schaeuble-tritt-nach-1.969518

Der unbekannte Schutzschirm über der Deutschen Bank



Steuerrazzia: Wer gab der Deutschen Bank einen Tipp?

Aktualisiert um 12:09 Uhr
Die Deutsche Bank ist laut einem Zeitungsbericht vorab vor einer Durchsuchungsaktion in ihren Büros gewarnt worden – in einem der grössten Wirtschafts-Strafverfahren in Deutschland.

Dies geht nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» (Samstagsausgabe) aus abgehörten Telefongesprächen zwischen Angestellten des Finanzinstituts hervor. Mehrere Bankbeschäftigte, gegen die wegen Steuerhinterziehung in grossem Stil ermittelt wird, informierten einander demnach am Abend des 27. April 2010 über eine für den nächsten Tag geplante Razzia, die dann tatsächlich erfolgte.

Mehr erfahren:

http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Steuerrazzia-Wer-gab-der-Deutschen-Bank-einen-Tipp/story/10473734

Achtung, Menschlichkeitskiller



http://www.duckhome.de/tb/archives/8208-Achtung-die-Merkel-kommt.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Duckhome+%28Duckhome%29


Achtung die Merkel kommt


Bis gestern war Südafrika noch ein friedliches und glückliches Land, auch wenn die Schulden für die FIFA Stadien das Land noch lange bluten lassen werden. Viele Menschen waren fasziniert vom Fußball, freuten sich über Siege und weinten bei tragischen Niederlagen. Ein Meer von Gefühlen. Und genau das hat Angela Merkel erkannt und um die Lage richtig einschätzen zu können, muss man die Romane von Joanne K. Rowling über Harry Potter gelesen haben.

In einem Teil dieser Werke geht es um Dementoren deren Eigentschaften wie folgt beschrieben werden:

Dementoren gehören zu den übelsten magischen Wesen, die es gibt. Sie entstehen, ohne sich zu paaren. Auf dem Nährboden des Verfalls gedeihen sie wie Pilze. Wie ihr Name sagt, entziehen sie ihren Opfern alle mentalen Empfindungen (Vgl. Harry-Potter-Kiste/Dementor). In der magischen Gesellschaft sind sie sehr gefürchtet.

..

Die großen, ganz in einen schwarzen Kapuzenmantel gehüllten Gestalten der Dementoren wirken unheimlich. Wenn sie ohne Schrittgeräusche herangleiten, verbreiten sie eine klamme Kälte um sich, und alles wird düster. Gelegentlich kommt unter dem Mantel eine ihrer fahlen, schleimigen Hände zum Vorschein. Normalerweise sind die Hände wie die Gesichter der Dementoren aber ganz vom Mantel verdeckt. Die Kapuzen der Mäntel verhüllen auch den Schlund, mit dem die Dementoren gierig rasselnd einatmen. Dabei holen sie nicht nur Luft, sondern entziehen gleichzeitig magischen und nicht-magischen Menschen in ihrer Nähe alle glücklichen Erinnerungen. Ihren Opfern bleiben dann nur schreckliche und quälende Gedanken und Erfahrungen. Sie werden depressiv, verlieren ihre Kräfte und ihren Lebensmut.


Wenn man sich die aktuelle Situation in Deutschland ansieht, so wird eine verblüffende Ähnlichkeit mit der aktuellen Situation deutlich. Natürlich trägt Angie Merkel keine Kapuze, aber überall wo sie auftritt verschwindet das Glück und das Leben wird unerträglich. Natürlich mag sie Fußball. Da ist Emotion, also die Nahrung von Dementoren.

Was also wird passieren wenn sie sich heute um 16 Uhr in Kapstadt im Green Point Stadion befindet. Man weiß es nicht. Vielleicht nascht sie nur von den Emotionen, vielleicht saugt sie sie aber auch alle auf. Es gibt einfach zu wenig Forschungsergebnisse zu Dementoren. Natürlich ist die deutsche Mannschaft leicht im Vorteil. Sie lebt schon lange unter Merkel und einige starke Charaktere haben auch Abwehrmechanismen gegen Dementoren errichtet.

Viel schlimmer sind da Maradonnas Leute dran, die unvorbereitet auf das Böse an sich stoßen, was das Spiel beeinflussen kann. Allerdings sind die Spieler und Schiedsrichter zum Glück weit von Mutti, wie Angela Merkel sich von Guido Westerwelle gerne nennen lässt, entfernt. Solange sie nicht in Muttis Gesicht blicken, könnte alles gut gehen.

Aber ein Blick auf die herabgezogenen Mundwinkel und die kalten unbarmherzigen Augen lässt jedem fühlenden Wesen das Blut gefrieren. Wahrscheinlich ist es nicht möglich der Merkel-Loge eine Ganzkörperburka zu verpassen, auch wenn das sicherlich der beste Weg wäre um die Menschen zu schützen. Vielleicht aber hat Südafrika auch Glück und es finden sich Leute die einen starken Gegenzauber bereithalten.

Es ist übrigens ein Irrtum wenn einige Leute annehmen, das Merkels hängende Mundwinkel und damit ihre Backen/Wangen so etwas wie den Beutel darstellen, den die DDR-Bürger immer mit sich führten, um in dem Moment wo es Ware gab, auch sofort kaufen und transportieren zu können.

Die Merkel speichert nichts mehr, muss sich nicht mehr bevorraten. In ihrer Welt fliegen ihr die gebratenen Tauben ins Maul. Ähnlich wie früher als vermutliche "IM Erika" muss sie nur wenige Befehle genau befolgen und heute ab und zu die Tresenschlampe für Josef Ackermann machen, um für immer bestens versorgt zu sein. Die hängenden Mundwinkel sind einfach ein Zeichen dafür, wie sehr sie die Menschen die sie regiert, verabscheut.

Der Bund der Steuerzahler moniert übrigens, das jede Flugstunde von Angela Merkel 10.000 Euro kostet und wollte das sie nicht fliegt. Schön doof diese Steuerzahlbundis. Die sollten mal nachrechnen was eine Stunde Angela Merkel an ihrem Schreibtisch kostet. Da schiebt sie ihrem Ackermann schnell mal ein paar hundert Milliarden hinten rein.

Nein. Jeder Reisetag von Angela Merkel ist ein guter Tag für Deutschland und ab und an stürzen ja auch Flugzeuge ab. Es bleibt eine Spur von Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit.

Merkel, Berlin und Zwistigkeiten



http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/bab/babvorschau4.html

Nächste Sendung: 04.07.2010

Wenn Misstrauen regiert: Die uneinige Union

Die große Zahl fehlender Stimmen aus dem Regierungslager in den ersten beiden Wahlgängen bei der Bundespräsidentenwahl hat offenbar selbst die Parteiführungen im Regierungslager überrascht: Sie signalisiert Unmut am Führungsmanagement der Union und Mangel an politischer Vision, ohne dass die Kritiker aber offen hervortreten. Welche Auswirkungen haben die Berliner Querelen an der Parteibasis, wie sehen Erwartungen und Forderungen an die Parteivorsitzende Angela Merkel aus?
Autor: Christian Nitsche

Spekulation der Banken und Lebensmittelpreise

http://blog.fefe.de/?ts=b2d0b402

Hat jemand noch ein bisschen Hass auf Goldman Sachs und die Deutsche Bank übrig? Dann lest euch mal das hier durch. Der beschreibt wie die beiden und andere Spekulanten dafür gesorgt haben, dass man mit Lebensmittel-Derivaten spekulieren darf. Das führt dazu, dass nicht mehr Angebot und Nachfrage die Lebensmittelpreise bestimmen, sondern Spekulation. Unter dem Strich haben deshalb Millionen gehungert. Das hat sich nur gebessert, weil die Spekulanten im März 2008 wegen der Finanzkrise ihre Lebensmittelderivate zu Geld machen mussten, um ihre anderen Posten decken zu können.
So it has come to this. The world's wealthiest speculators set up a casino where the chips were the stomachs of hundreds of millions of innocent people. They gambled on increasing starvation, and won. Their Wasteland moment created a real wasteland. What does it say about our political and economic system that we can so casually inflict so much pain?

Es klart auf, für Krieg - Weather clears for a US strike on Iran



Weather clears for a US strike on Iran
By Victor Kotsev

War drums are beating in the Middle East. In a short time, the United States has increased the number of its carrier strike groups opposite Iran to three, and reports are raining down of a tightening ring of American and Israeli concentrations all around the Islamic Republic. On the diplomatic front, the Israelis are unusually concerned about their international image (for example, making concessions in Gaza) while their top officials - including Defense Minister Ehud Barak and Prime Minister Benjamin Netanyahu himself - are shuttling between Jerusalem and Washington.

Mehr lesen:

http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/LG03Ak01.html

ad sinistram: An der Rampe

ad sinistram: An der Rampe

Mit einem Gesicht, wie eine Faust - Merkel und der Abstieg



Die Menschen merken allmählich, mit wem sie es wirklich zu tun haben - mit einer Frau, die sie nie wirklich kannten. Sie wurde unterstützt in ihrer Partei, aber inzwischen regiert der Frust.

Sie hat es nie honoriert, menschlich, das kann sie nicht. So, wie mit den Menschen allgemein umgegangen wird, was da durchgesetzt wird, das färbt nun ab, und erreicht die eigenen Reihen. Schon seit längerem ist der Tonfall zwischen den Politikern ruppiger geworden, unzivilisierter, und damit auch menschlich kälter. Da ist nicht mehr viel, das die Kanzlerin auffangen könnte, während der Abstieg im Gang ist. Allerdings hat sie selber mit dafür gesorgt, dass es so ist.

Kanzlerin Merkel wandte mit Vorliebe die Zermürbungstaktik der Macht an, bis sie das bekam, was sie wollte, und ist nun überrascht, dass die Leute tatsächlich zermürbt sind. Sie fordert nun wieder Unterstützung und Geschlossenheit ein für ihre Linie der Politik, und wundert sich, dass die Menschen frustriert sind. Leider nimmt sie nur ihre eigenen Kränkungen wahr, die der anderen leider nicht.

Sie alle hätten gewarnt sein können, wenn sie nicht tatsächlich darin aufgegangen wären, Kanzlerin Merkels Politik zu vertreten und umzusetzen. Es war ihre Regie, unter der die Hartz-Gesetze nach Schröder eine Verschärfung nach der anderen erfahren. Es ist ihre Regierung, unter der die Menschen im Land wieder nach Nutzwert taxiert und eingeordnet werden. Es ist ihre Politik mit der erreicht wurde, dass der Zerfall im Land triumphiert, die Kassen leergeplündert sind, und wo alte Menschen und Kinder, Behinderte und Kranke am meisten dafür büssen müssen.

Sie macht weiter so, und die Menschen wünschen sich keine Weltregierung bei der wir mitmischen um jeden Preis, sondern eine gute Politik für die Menschen in der Welt, und nicht gegen diese. Davon hält Frau Merkel aber nichts, Macht und Geld für die Reichen dieser Erde sind wichtiger. Ihr Atomprojekt ist wichtiger, als die Gesundheit der Menschen.

Wer mit diesem Menschenbild agiert, das eher an Nihilismus grenzt, denn an Lebensermöglichung geht mit den eigenen Parteigenossen irgendwann auch nicht anders um. Die eigene Macht zählt, und sonst nichts. Die eigene Stimmung ist wichtig, die der anderen geht sie nichts an. Es ist alles wurscht, Hauptsache die Pfründe stimmen. Einige haben ihr nun die rote Karte gezeigt, aber es ist zu befürchten, dass sie es wieder nicht versteht, was damit gemeint ist.

Einen Artikel dazu gibt es hier:

http://www.stern.de/politik/deutschland/koalition-in-der-krise-merkels-abstiegskampf-1579092.html

Freitag, 2. Juli 2010

Antrittsrede des neuen Bundespräsidenten Wulff




http://www.bundespraesident.de/Reden-und-Interviews-,11057.664919/Ansprache-nach-der-Vereidigung.htm?global.back=/-%2c11057%2c0/Reden-und-Interviews.htm%3flink%3dbpr_liste


Ansprache nach der Vereidigung im Deutschen Bundestag

02.07.2010
Deutscher Bundestag
Änderungen vorbehalten.
Es gilt das gesprochene Wort.

Dies ist für mich ein bewegender Moment. Er erfüllt mich mit Freude und Ernst, mit Zuversicht und Demut. Ich weiß um die große Verantwortung, die das Amt des Bundespräsidenten mit sich bringt. Ich bin dankbar dafür, nun in diesem Amt dienen zu dürfen - Deutschland und den Deutschen und allen Menschen, die hier leben.
Einmal mehr gab es für das Amt des Bundespräsidenten eine echte Wahl. Ich danke Frau Jochimsen und Herrn Gauck für den fairen Wettstreit. Jeder faire Wettstreit tut unserer Demokratie gut. Lieber Herr Gauck: Ihre Stimme hat viele Menschen erreicht. Bitte berichten Sie auch künftig über Ihre Erfahrungen mit der SED-Diktatur, bitte erzählen Sie auch weiterhin von Ihrer Liebe zur Freiheit. Das tut besonders denen gut, die das SED-Unrecht erlitten und die Selbstbefreiung der Menschen in der DDR erstritten haben, und es ist unersetzlich für die Jüngeren, die Ihnen zuhören - und verstehen.
Sehr geehrter Herr Bundespräsident, lieber Herr Köhler,
ich danke Ihnen von Herzen für alles, was Sie in Ihrer Amtszeit für unser Land geleistet haben. Der Kummer über Ihren Rücktritt hat noch einmal gezeigt, wie nah Sie unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern waren. Sie haben den Menschen zugehört, Sie haben ihre Sorgen und Nöte ernst genommen, Sie haben ermutigt und die vielen guten Ideen, die es in unserem Land gibt, sichtbar gemacht und unterstützt. Und wo Sie mit den Ergebnissen von politischen, gesetzgeberischen und medialen Prozessen nicht zufrieden waren, da haben Sie es deutlich ausgesprochen.
Sie haben mit Ihrer Frau Deutschland in der Welt würdig und erfolgreich repräsentiert. Besonders Ihr Engagement für Afrika hat viel bewirkt. Sie haben uns bewusst gemacht, wie sehr das Schicksal unseres Nachbarkontinents mit dem unseren verbunden ist. Viele verstehen nun besser, wie wichtig es ist, auch an andere, ja an alle auf dieser Einen Welt zu denken, weil wir nur gemeinsam Zukunft haben. Wir beginnen zu verstehen, wie viel sich lernen lässt von der Würde und Zuversicht, die sich die Menschen in Afrika selbst in bitterster Not bewahren. Ihr Engagement für Afrika bleibt unvergessen.
Sehr verehrte Frau Köhler,
auch Ihnen von Herzen Dank für Ihr großes Engagement. Sie haben vielen Menschen, die Zuwendung und Hilfe brauchen, Gehör verschafft. Besonders als Schirmherrin von "Achse", der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen, haben Sie wichtige und bleibende Akzente gesetzt.
Liebe Frau, lieber Herr Köhler,
mich hat auch Ihr inniges persönliches Miteinander in Ihrer ganzen Familie tief beeindruckt. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles erdenklich Gute und Gottes reichen Segen.
Meine Damen und Herren,
heute vor 15 Jahren war das Reichstagsgebäude verhüllt von einem großen silbrigen Tuch. Hunderttausende kamen und staunten, wie fremd und zugleich wie schön dieser Schicksalsort deutscher Demokratie auf einmal wirkte, dank künstlerischer Kraft und technischem Können.
Das Kunstwerk hat damals ein Gemeinschaftsgefühl geweckt zwischen Menschen aller Altersstufen, Nationalitäten, Herkünfte, Berufe. Es hat auch sein Teil beigetragen zu dem neuen, fröhlichen Gesicht unseres Landes in der Welt. Die Entscheidung zur Verhüllung des Reichstags wiederum hatte gelehrt, wie spannend politische Debatten sein können, wenn ernsthaft und leidenschaftlich diskutiert wird. Das hat gezeigt: Wir Deutsche leben in einer gefestigten, in einer selbstbewusst gelassenen Demokratie.
Nebenbei zeigt das Projekt von Christo und Jeanne-Claude: Ein großer Erfolg braucht oft einen langen Atem. Die beiden blieben fast ein Vierteljahrhundert lang überzeugt und begeistert von ihrer Idee, und am Ende waren es fast alle.
Heute sind das Reichstagsgebäude und der Deutsche Bundestag die Mitte unserer parlamentarischen Demokratie und ein Muss für jeden Berlinbesucher. Die Silhouette ist weltweit ein Symbol unserer geglückten Einheit in Freiheit. In diesem Bau herrscht der Geist der parlamentarischen Demokratie, wie es die Mütter und Väter des Grundgesetzes erhofft und vorgedacht haben - friedfertig und wehrhaft, vielstimmig und solidarisch, auf Mehrheiten gebaut und die Minderheit achtend. Auch dieser Geist der Demokratie lebt von Gemeinschaftsgefühl und Begeisterung, von Beharrlichkeit und Durchsetzungsvermögen, von kühnen Ideen und gekonnter Verwirklichung.
Unser Land ist reich an alledem. Seine größte Stärke sind die Menschen, die hier leben. Ihre Vielfalt und ihre Talente machen Deutschland lebens- und liebenswert. Mir ist es wichtig, Verbindungen zu schaffen: zwischen Jung und Alt, zwischen Menschen aus Ost und West, Einheimischen und Zugewanderten, Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Arbeitslosen, Menschen mit und ohne Behinderung. Das ist nicht einfach - es gibt unterschiedliche Interessen, es gibt Vorurteile gegeneinander, Bequemlichkeiten und Anspruchsdenken. Ich will helfen, über all das hinweg Brücken zu bauen. Wir müssen unvoreingenommen aufeinander zugehen können, einander aufmerksam zuhören, miteinander sprechen.
Es gibt so viele Erfolgsgeschichten. Ich erinnere mich an die Begegnung mit dem Vater von Frau Özkan, der ersten Landesministerin muslimischen Glaubens in Deutschland. Ein Mann, der hier seit über 40 Jahren hart arbeitet und auf die Bildung und den Fleiß seiner Kinder Wert gelegt hat und der nun erlebt, wie erfolgreich und geachtet seine Tochter in unserer Gesellschaft ist. Seine Augen strahlten vor Glück.
Ich wünsche mir ein Land, in dem möglichst alle Eltern dieses Glück empfinden können. Dabei weiß ich: Es gibt noch längst nicht genug solcher Erfolgsgeschichten. Wann wird es bei uns endlich selbstverständlich sein, dass unabhängig von Herkunft und Wohlstand alle gleich gute Bildungschancen bekommen? Wann wird es selbstverständlich sein, dass alle Kinder, die hier groß werden, die deutsche Sprache beherrschen, auch  die deutsche Sprache beherrschen? Wann wird es selbstverständlich sein, dass jemand mit den gleichen Noten die gleichen Aussichten bei einer Bewerbung hat, egal ob er Yilmaz heißt oder Krause?
Meine Antwort auf solche Fragen lautet: Wenn wir weniger danach fragen, wo einer herkommt, als wo er hinwill. Wenn wir nicht mehr danach fragen, was uns trennt, sondern was uns verbindet. Wenn wir nicht mehr danach suchen, was wir einander voraus haben, sondern was wir voneinander lernen können. Dann wird Neues, Gutes entstehen - aus urdeutscher Disziplin und türkischem Dribbling zum Beispiel, aus preußischem Pflichtgefühl und angelsächsischer Nonchalance, aus schwäbischer Gründlichkeit und italienischer Lebensart - und demnächst vielleicht  aus rheinländischer Lebenskunst  und chinesischer Bildungsbegeisterung.
Und Deutschland wird auch dann gewinnen, wenn wir weniger danach fragen, wie alt jemand geworden ist, sondern erkennen, wie jung Viele geblieben sind.
Ich bin immer wieder beeindruckt von dem Elan, mit dem bei uns Seniorinnen und Senioren Verantwortung übernehmen und Gutes bewirken - als Berater für Unternehmensgründer zum Beispiel, als Vorlesepaten in  Schulen und Kindergärten und als verlässliche Mitglieder in den Kirchengemeinden und in ungezählten Vereinen und Verbänden in Deutschland. Diese Älteren wissen schon, was die Jüngeren noch lernen werden: Es lohnt sich, aktiv zu sein. Es macht reich - nicht an Finanzen, sondern an Freunden, nicht an Zahlungsmitteln, sondern an Zufriedenheit. Es gibt unserem Leben Sinn, und auf Sinn sind wir angelegt.
Darum ist es so wichtig, dass unser Land viele Gelegenheiten bietet dafür, Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein. In Deutschland ist die Freiheit verbürgt, Vereine zu gründen und Bürgerinitiativen. Aber diese Freiheit ist nichts ohne das Bedürfnis so unendlich vieler Bürgerinnen und Bürger, sie zu nutzen und zu leben.
Das gilt auch für die politischen Parteien. Sie sind viel besser als ihr Ruf. Sie bieten den politisch Interessierten eine Heimat und ringen um die besten Lösungen für unser Land. Dennoch greift das Gefühl um sich, die Parteien seien verschlossen und neigten dazu, die Herausforderungen nicht beim Namen zu nennen und die politischen Angelegenheiten unter sich auszumachen.
Erinnern wir uns: Die politischen Parteien wirken an der politischen Willensbildung des Volkes mit. So will es unsere Verfassung. Wenn nun immer mehr politische Entscheidungen von immer weniger auch in Parteien aktiven Menschen vorbereitet und getroffen werden, dann sollten wir weniger diese Aktiven kritisieren als vielmehr die Anderen wieder stärker für die Aufgabe der politischen Selbstbestimmung begeistern und sie daran beteiligen. Das kann auf vielen Wegen und auf allen Ebenen unseres Gemeinwesens geschehen, vom kommunalpolitischen Bürgerentscheid bis zum Bürgerforum im Internet und bis zum stärkeren Einfluss der Wählerinnen und Wähler auf die Listen auch bei Bundestagswahlen. Die politische Willensbildung unseres Volkes braucht möglichst viele Bahnen, auf denen sich neue Ideen, Argumente und Mehrheiten von der Graswurzelebene bis in die Parlamente und Kabinettsäle verbreiten. Auch die Bürgerinnen und Bürger, die nicht in Parteien engagiert sind, müssen leicht die Erfahrung machen können, wie spannend die Mitarbeit an politischen Aufgaben sein kann, wie schwierig diese Aufgaben oft sind und wie befriedigend es gerade deshalb ist, im friedlichen Wettstreit gute und faire Lösungen zu erarbeiten.
Denn genau das geschieht ja tagein, tagaus. Nehmen wir nur das Beispiel der Finanz- und Wirtschaftskrise, die uns seit mehr als zwei Jahren in Atem hält. Seither lastet auf der Bundesregierung eine besonders hohe Verantwortung. Durch rasche und besonnene Entscheidungen ist es gelungen, die Folgen der Krise deutlich abzufedern - vor allem die Folgen für den Arbeitsmarkt. Dazu haben viele beigetragen: die Tarifparteien, vorausschauende Unternehmen, verantwortungsvolle Gewerkschaften und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das zeigte, wie gut es ist, miteinander statt gegeneinander zu arbeiten. Das ist eine der Grundlagen unserer Sozialen Marktwirtschaft, auf die wir stolz sein können.
Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass sich Krisen diesen Ausmaßes nicht wiederholen. Darum ist es wichtig, die Verursacher der Bankenkrise in Haftung zu nehmen und den Finanzmärkten endlich gute Regeln zu geben. Das kann nur in europäischer und in  internationaler Zusammenarbeit gelingen. Das macht die Aufgabe außerordentlich komplex.
Das vereinte Deutschland ist mit seinen Nachbarn in Europa und den anderen Erdteilen so eng vernetzt wie nie zuvor in seiner Geschichte. Unsere Wirtschaft agiert global, unsere Bürger haben weltweite gesellschaftliche und kulturelle Kontakte, viele Menschen aus anderen Ländern kommen vorübergehend oder auf Dauer zu uns.
Diese Globalisierung bietet für Deutschland große Chancen. Unsere Wirtschaft profitiert vom europäischen Binnenmarkt, vom Euro, von weltweiten Absatzmärkten und vom Handel. Unsere Bürger reisen in alle Welt, und wir haben gerne die Welt zu Gast.
Gleichzeitig stehen wir vor globalen Problemen, die Deutschland nicht alleine wird lösen können, wie Klimawandel, die Wirtschafts- und Finanzkrise, Migration, Bedrohungen unserer Sicherheit durch Terrorismus und organisierte Kriminalität und andere Fragen.
Und wir müssen uns auf ständige Änderungen im internationalen Umfeld einstellen. Die Bevölkerungszahl steigt in vielen Teilen der Welt stark an, in Europa und gerade in Deutschland ist sie rückläufig. Schwellenländer wie Brasilien, China und Indien wachsen dynamisch. Viele Länder entwickeln ihr demokratisches System, ihren Rechtsstaat und heben den Lebensstandard ihrer Bevölkerungen. Aber es gibt auch weiterhin Armut, Unterentwicklung, fragile Staaten, Ressourcenknappheit, Naturkatastrophen und Krisen.
Für die Gestaltung des Globalisierungsprozesses brauchen wir zunächst einen festen Ankerpunkt in der Europäischen Union. Sie ist ein einzigartiges Friedens-, Werte- und Wohlstandsprojekt, mit dem die Völker unseres Kontinents die Konsequenzen aus Jahrhunderten von Kriegen und Zerstörung gezogen haben. Auch wenn in der augenblicklichen Finanz- und Schuldenkrise Anpassungsbedarf sichtbar wird, so steht für mich außer Zweifel, dass wir mit dem Lissabon-Vertrag eine politische und wirtschaftliche Integration erreicht haben, die uns Europäern jedenfalls erlaubt, kraftvoll und gemeinsam zu handeln, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu begegnen.
Aber wir müssen auch offen sein für die Kooperation mit allen anderen Teilen der Welt auf der Grundlage gegenseitigen Verständnisses und Vertrauens. Dazu müssen wir andere Kulturen besser kennen und verstehen lernen, müssen wir auch hier auf andere zugehen und den Austausch verstärken. Das können wir schon hier bei uns einüben, in unserer Bundesrepublik, in unserer bunten Republik Deutschland. Unsere Vielfalt ist zwar manchmal auch anstrengend, aber sie ist immer Quelle der Kraft und der Ideen und eine Möglichkeit, die Welt aus unterschiedlichen Augen und Blickwinkeln kennenzulernen. Wir sollten neugierig sein und ins Gespräch kommen. Besonders dazu will ich in den kommenden Jahren beitragen. Wenn Viele sich dafür begeistern, dann werden wir unser Land und was in ihm steckt ganz neu entdecken. Ich bin überzeugt: Dann wird uns auch in Zukunft viel gelingen, dann werden wir noch oft so fröhlich und staunend auf das blicken, was da gelungen ist - ganz wie damals vor dem verhüllten Reichstag.

Nervenpolitik


Politik am Rande des Nervenzusammenbruchs

Stürzt Wulff, stürzt Merkel? Marschieren SPD, Grüne und Linke plötzlich gemeinsam? Die Wahl des Bundespräsidenten war ein politischer Krimi vom Allerfeinsten. Vorhang auf.  

Von Lutz Kinkel

Wichtig ist, was hinten rauskommt, wichtig ist, was hinten rauskommt, wichtig ist …. Unentwegt trägt Angela Merkel diese Formel vor. Natürlich in etwas eleganteren Worten. Und mit einem Lächeln, das so lange angeknipst bleibt, wie die Kameras vor dem Plenarsaal Foyer des Bundestages laufen. Christian Wulff ist Bundespräsident. Gewählt mit absoluter Mehrheit im dritten Wahlgang. Und hatte sie nicht bereits erwähnt, wie schön das wäre, wenn ein Kinderlachen in den klassizistischen Salons von Schloss Bellevue erklänge? Was für prächtige Fotomotive. Der kleine Linus Florian mit seinen großen blauen Kulleraugen spielt unter dem schweren Holzschreibtisch. Bettina, die strahlend schöne Mutter, hat die Arme auf die Schultern ihres Mannes gelegt. Und Christian Wulff blickt voller Zuversicht in die Welt.
JFK. Die deutsche Fassung.
 
Das hätte es werden sollen, - hier weiter lesen:
http://www.stern.de/politik/deutschland/bundespraesidentenwahl-politik-am-rande-des-nervenzusammenbruchs-1578650.html
 
 

Der Untergang des Meeres




"17 Meilen vor der Küste gibt es kein klares Wasser mehr"

Die Auswirkungen der Ölpest im Golf werden immer drastischer sichtbar

Tote Delphine, verendende Wale, verbrannte Meeresschildkröten, eine ständige Flut von Ölklumpen und Schlick, der an Touristenstrände gespült wird, das Ausmaß der Katastrophe im Golf von Mexiko drängt sich immer deutlicher auf. Videos, aufgenommen aus einem Flugzeug, zeigen, was die Grafik der Überblickskarten nur ahnen läßt, eine in Regenbogenfarben schillernde Meeresoberfläche - "At 17 miles out, it was obvious that the entire Gulf was covered at this point. There was no more clean water" -, riesige Ölschlieren, Feuer und Rauch. Näher dran am jüngsten "Ground Zero", dem Leck, verdunkelt sich alles durch monströse Rauchschwaden von den großen Feuern auf den zahlreichen Schiffen, ein Kriegsschauplatz. 

Weiter lesen:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/147930


Das war Tony Hayward von BP mit seiner Message:


Arroganz, Ärgerlichkeit, Depression - das ist die Reihenfolge bei Kanzlerin Merkel



Das Letzte, was gebraucht wird in einer Situation, in der alles Geplante schief geht, ist Arroganz und Ärger. Damit löst sich kein Problem, und die anderen Beteiligten werden eher noch mutloser, noch bockiger. Dafür hat Kanzlerin Merkel aber kein Gefühl.

Ihr gesamter Regierungsstil, vor allem im Umgang mit den anderen Beteiligten, besteht aus wurschtiger Arroganz. Genau das aber haben viele satt. Leider gibt es keine Lösung des Problems, denn andere, die es besser machen könnten, sind nicht verfügbar.

 Kanzlerin Merkel weiss das auch, läßt alles so laufen, wie es gerade kommt, und setzt darauf, dass sie nur einen langen Atem braucht, um doch ihren Willen durchzusetzen. Dass die Frustrierten das nicht einsehen, und aufmucken, sogar dagegen schiessen zwischendurch, ärgert sie nur.

Hinterher schleicht sich dann der Katzenjammer durch die Gemüter, auch bei der Kanzlerin, denn die Arroganz der Macht hinterläßt ihre Spuren. Warnsignale will sie keine wahrnehmen, das sind alles nur lästige Unterbrechungen der ordentlichen Abläufe für sie, die man sich sparen kann.

Merkel schmückt sich nun mit dem gewählten Wulff, obwohl es kein Verdienst ist, dass er doch noch gewählt wurde. Es macht ihr nichts aus, dass diese ihre Regierung die miserabelsten Eindrücke vermittelt, die es seit langem gegeben hat, so lange sie noch an der Spitze ist - alternativlos, sozusagen.

Mehr darüber lesen kann man hier:

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=2806813

Die Bürger schnallen den Gürtel enger, und Rüttgers stellt Ansprüche - obwohl er nicht mehr Ministerpräsident ist...

...aber, auch so ein abgewählter Typ hat ja so seine Connections und Verpflichtungen. Also, schachert er, um noch Privilegien herauszuschinden. Das sind genau die Politiker, die wir uns nicht mehr leisten können.Denn, Verpflichtungen hat ein Bürger auch, und weniger Möglichkeiten als so ein abgewählter Ministerpräsident, trotzdem schaut der Bürger ins Leere, würde er das fordern, was Rüttgers will:


NRW

Rüttgers will Chauffeur und Dienstwagen noch fünf Jahre behalten

Auch nach seiner wahrscheinlichen Abwahl will der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) seinen Dienstwagen und Chauffeur fünf weitere Jahre behalten. Der nordrhein-westfälische Steuerzahlerbund kritisiere Rüttgers Forderung als „absolut überzogen."
 
Mehr erfahren:

http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/nrw-ruettgers-will-chauffeur-und-dienstwagen-noch-fuenf-jahre-behalten_aid_525881.html

Radio Utopie live: Marcello Faraggi über seine Erlebnisse auf dem Gaza Konvoi

http://www.radio-utopie.de/2010/07/01/radio-utopie-mitschnitt-des-interviews-mit-marcello-faraggi-vom-1-juli-2010/


Radio Utopie: Mitschnitt des Interviews mit Marcello Faraggi vom 1.Juli 2010

Von petrapez | 1.Juli 2010
Marcello Faraggi
Marcello Faraggi
Daniel Neun führte am 1. Juli auf Radio Utopie ein Live-Gespräch mit Marcello Faraggi, einem Teilnehmer des Hilfskonvois der Free Gaza-Flotte, in dem er seine persönliche Erfahrungen und Erlebnisse schilderte, deren tödlichen Ausgang niemand für möglich gehalten hätte.
Download des gesamten Interviews:
http://news-grep.de/upload/radio-utopie_marcello_faraggi.mp3
1.Juli 2010 Radio Utopie live: Marcello Faraggi über seine Erlebnisse auf dem Gaza Konvoi
Marcello Faraggi, der Fotos des Überfalls auf seiner Webseite eu-media.info/ veröffentlichte, wird heute bei Radio Utopie seine Eindrücke von der Fahrt der Friedensflotille Richtung Gaza, vom Überfall und der anschliessenden Haft in Israel schildern.

Menschenverachtung...

Absurd hoch 5

Niebel in Israel

Von Karl Weiss

„Also, wie ist das noch mal? Ich versteh das nicht! Erklär mir das mal mit Niebel und Israel.“ „ Also: Niebel ist FDP und einer der sich am weitesten für die Theorie: „Israel darf immer alles“ aus dem Fenster gelegt hat – außerdem ist er Entwicklungshilfeminister. Nun hat er ein Entwicklungshilfe-Projekt in Israel besuchen wollen...“

„Moment einmal, ist Israel ein Entwicklungsland? Seit wann bekommt Israel Entwicklungshilfe?“ „Nein, das ist natürlich für die Palästinenser, das Projekt einer Kläranlage im Gaza-Streifen.“

„Versteh ich immer noch nicht. Israel beansprucht die Souveränität über die Palästinensergebiete und die „internationale Gemeinschaft“ erkennt das an. Aber Entwicklungsprojekte innerhalb des Gebietes israelischer Souveränität werden vom Ausland bezahlt?“ „Ja, sonst würde es ja gar nicht gemacht!“


Mehr lesen:


http://karlweiss.twoday.net/stories/6407442/

Komm, und tanz...




http://tamagothi.wordpress.com/2010/07/01/wenn-du-schon-tanzen-willst/


Wenn du schon tanzen willst…

Wenn du schon unbedingt tanzen willst, denn tanz wenigstens aus der Reihe!

Und wenn Du dazu singen willst, dann sing ein ureigenes Lied. Tanz Deinen eigenen Stil, und nicht im Takte aller - singe Deine Verse, wie sie Dir das Leben gab.

Tanze allen jenen davon, die Dich einreihen mit Zwang - und gib Deinem Gesang den eigenen, lebendigen Klang.


Danke an den Nachtwächter für die Idee.


Donnerstag, 1. Juli 2010

Die Jubler für Gauck einfach für Wulff vereinnahmt - das ist die ARD

ARD-Übertragung der Präsidenten-Wahl

Falsche Jubelbilder

Nachdem Christian Wulff am Mittwoch doch noch zum Bundespräsidenten gewählt wurde, zeigte die ARD Applaus für Christian Wulff, den es gar nicht gegeben hat.

VON GEREON ASMUTH

Die Wahrheit gab es nicht in der ARD - mehr lesen:

http://taz.de/1/leben/medien/artikel/1/falsche-jubelbilder/

Der Nächste nach Wulff in Niedersachsen: 50 Prozent Politik, 50 Prozent Party

Doch, das hat er selber so erklärt, dass das bei der jungen Union so gemacht wurde - halbe Halbe - Politik und Party. Ach, ja, und seinen inzwischen arbeitslos gewordenen früheren Fussballtrainer hat er als Fahrer beschäftigt. Sein Name: David MacAllister, und was anderen Mitbürgern mit Migrationshintergrund verwehrt ist, - für ihn nicht,- die doppelte Staatsbürgerschaft hat er auch.

Wer denkt, dass es eine Auszeichnung ist, an Kernzlerin Merkels Grundsatzprogramm mitgewirkt zu haben, wird diesen Vorzug bei MacAllister finden. Was noch? Naja, er sagt in Reden, dass keine Radikalen gebraucht werden, weder links noch rechts. Aber, er ist auch der Meinung, dass rechts von der CDU kein Platz - kein Raum - mehr frei bleiben dürfe. Das bedeutet im Klartext, dass das in die CDU - Politik auch einfliessen muss, sonst wäre ja Platz frei. Damit hat er eigentlich erklärt, warum die Politik, über die sich viele Menschen inzwischen nur noch wundern, oft wie eine Mischung aus Honecker und Hitler anmutet. Es ist aber nicht anzunehmen, dass ihm das wirklich bewußt ist.

Die taz stellt fest, dass das mit Halbe - Halbe zwischen Politik und Party noch untertrieben ist. Für MacAllister ist Politik die Party schlechthin. Und er ist jetzt König von Niedersachsen.

Nachlesen kann man das hier:

http://www.taz.de/?id=koepfe-artikel&art=2262&no_cache=1

Hier ist auch etwas zu dem Typen:

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EF1E5A2FE10784C35B473F66A374BFD3B~ATpl~Ecommon~Scontent.html


Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/David_McAllister

Die Wiederkehr des Hurra-Patriotismus ist erwünscht



http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57847

Nach der Wahl - der Biedermann



Die Wahl ist gelaufen, der Rummel vorbei. Was bleibt ist das schale Gefühl der Zweifelhaftigkeit durch und durch, weil es gleichgültig scheint, von welcher Seite das Ganze betrachtet wird.

Mit der Maske des frömmelnden Biedermannes gut ausstaffiert, zieht also der Neue in den Bundespräsidentensitz Schloss Bellevue. Einzig Kanzlerin Merkel hat damit das, was sie wollte - vor allem den Mann, den sie dort zu sehen wünschte.

Die Vorwürfe prasseln immer noch auf Frau Merkel nieder, ihre Machtspielchcn gelten als bekannt, und werden nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand geäussert. Der Frust nimmt zu, allerdings ist die Frage, wie lange sich der Unmut hält. Schliesslich stehen die Debatten zum Sparpaket an, das abgenickt sein will, wie es die Kanzlerin befiehlt.

Wer gegen den Stachel löckt, der wird als Abtrünniger gebrandmarkt. Schliesslich haben die totalitären Elemente zugenommen. Kanzlerin Merkel glättet kaum noch ihre Mimik aus dem deprimierten und verbitterten Tief ihrer Geichtsfalten, denn ihre Harmoniesucht zieht nicht mehr so ganz. Allerdings sind die Harmoniesüchtigen auch bekannt dafür, dass sie zu Gunsten der erwünschten Harmonisierung aller Probleme und Vorgänge gerne verschweigen und unter den Teppich kehren, - alle Register der Beeinflussung zu ihren Gunsten ziehen,- und alles und jeden diesem Diktat unterwerfen.

Im September ist dann die Lesung zu den neuen Spargesetzen, dann wird sich zeigen, wie lange der Unmut gehalten hat. Denn, es ist zu befürchten, dass tatsächlich wieder alle vergessen, dass sie für die Bürger da sein sollten, und nicht gegen diese, - dass sie die Zähne zusammenbeissen und Harmonie herstellen, indem sie das Ganze abnicken. Schliesslich schätzen diese Leute ihren Posten, ihre Karriere, ihre Pfründe - da muss das Bürgerwohl eben mal geopfert werden.

Die Biedermann-Maske im Schloss Bellevue wird sicher die passende, seriöse Show bieten, die es braucht, um als Brückenbau zu den Menschen beschrieben, die Leute vergessen zu lassen, welchen Unfug die Politik in Berlin bisher schon angerichtet hatte. Erst einmal ist allerdings Sommerpause angesagt.

Und, um auch noch den letzten Rest von Schlossromantik und Kinderlachen verfliegen zu lassen, den die Kanzlerin noch vor der Wahl beschwören wollte: Im Schloss Bellevue gibt es keine Wohnung. Wulffs brauchen eine Wohnung, die sich sicher finden läßt.  Das Schloss ist Arbeitsplatz und sonst nichts.

Immerhin wird festgestellt, dass die Demokratie in diesem Land noch lebt...

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-07/wulff-bundespraesident-wahl-koalition


http://www.tagesspiegel.de/berlin/kein-schloss-zum-wohnen/1873256.html

Apell der SPD zur Reform der Sicherungsverwahrung

http://www.cop2cop.de/2010/07/01/konzept-zur-reform-der-sicherungsverwahrung/

Konzept zur Reform der Sicherungsverwahrung

1. Juli 2010 | Themenbereich: Parteien, SPD | Drucken
Anlässlich des heutigen Beschlusses des Rechtsausschusses zur Herstellung einer einheitlichen Rechtsprechung bei der Sicherungsverwahrung erklären die rechtspolitische Sprecherin SPD-Bundestagsfraktion Christine Lambrecht und der stellvertretende rechtspolitische Sprecher Peter Danckert: Die SPD-Bundestagsfraktion unterstützt das vom Kabinett beschlossene Konzept der Bundesjustizministerin zur Reform der Sicherungsverwahrung. Deshalb haben wir heute im Rechtsausschuss einer Regelung zugestimmt, die für eine einheitliche Rechtsprechung der Oberlandesgerichte in den Fällen der Sicherungsverwahrung sorgen wird, in denen das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte berücksichtigt werden muss.
Wir sind bereit, die Bundesjustizministerin auch auf dem weiteren Reformweg zu begleiten, weil ihr Konzept auf vernünftigen Überlegungen fußt. Dazu gehört vor allem der Vorschlag, die Sicherungsverwahrung auf schwere Fälle wie Sexual- und Gewalttäter zu beschränken. Und dazu zählt der Vorschlag, die nachträgliche Sicherungsverwahrung abzuschaffen und stattdessen die Möglichkeit für das Gericht zu erleichtern, sich die Anordnung der Sicherungsverwahrung für einen späteren Zeitpunkt vorzubehalten, ohne dass dies zur Regel wird.
Wir halten es allerdings für notwendig, die Reform auch auf das Recht der Führungsaufsicht zu erstrecken. Hierbei wird mehr als nur die elektronische Fußfessel zu diskutieren sein, die ohnehin nur eine Maßnahme unter anderen sein könnte.
Wir appellieren an die Union und vor allem an die CSU, sich nicht gegen das im Kabinett von CDU, CSU und FDP beschlossene Konzept der Bundesjustizministerin zu stellen und nicht schon wieder einen Koalitionsstreit vom Zaun zu brechen.


ad sinistram: Habemus papam: na und?

ad sinistram: Habemus papam: na und?

Schwere Zeiten - das Poster zur Bundespräsidenten-Wahl

Statt eines langen Kommentares - lasst Gesichter sprechen:

"Gott schütze unser Land..." --- Wulffs Rede

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2804123_Dokumentation-Wulffs-Rede-nach-seiner-Wahl.html

Dokumentation

Wulffs Rede nach seiner Wahl

Christian Wulff hält nach seiner Wahl am 30. Juni 2010 zum Bundespräsidenten eine Rede vor der Bundesversammlung im Reichstagsgebäude in Berlin.
"Hochverehrte, sehr geehrte Damen und Herren und Mitglieder der 14. Bundesversammlung, ich möchte mich zuerst einmal für das entgegengebrachte Vertrauen ausdrücklich und von Herzen bedanken. Ich denke, das ist eine Abstimmung gewesen in freier und geheimer Wahl, wie es in den letzten Wochen auch zurecht von vielen Seiten immer wieder eingefordert wurde, wie es auch heute Morgen der Präsident des Deutschen Bundestages zurecht, denke ich, hervorgehoben hat: dass jede Wahlfrau und jeder Wahlmann hier in dieser Bundesversammlung völlig frei war, nach eigenem Gewissen zu entscheiden hatte in der Wahlkabine.

Und ich freue mich darüber, dass ich am Ende im dritten Wahlgang mit absoluter Mehrheit von der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt worden bin.

All denen, die eine andere Wahlentscheidung getroffen haben, bekunde ich selbstverständlich meinen Respekt. Ich bin überzeugt, dass es auch mit Ihnen zu einer gedeihlichen Zusammenarbeit kommen wird. Ich jedenfalls werde mich sehr bemühen, auch vielen Ihrer Erwartungen gerecht zu werden.

Danken möchte ich vor allem dafür, dass wir einen in jeder Hinsicht in jeder Phase sehr fairen Wettbewerb um das Amt des Bundespräsidenten erlebt haben. Und deshalb danke ich vor allem Joachim Gauck für diesen fairen Wettstreit, wie wir ihn erlebt haben. Und ich habe Sie noch mehr schätzen gelernt und freue mich darüber, dass Ihr Wort weit über Deutschland hinaus auch weiterhin großes Gewicht haben wird. Herzlichen Dank.

Eines der wesentlichen Wesenselemente von Demokratie ist, dass man auswählen kann, dass man gewinnen kann und dass man verlieren kann. Ich will's jetzt nicht übertreiben. Sie wollen auch alle noch nach Hause, aber aus Niederlagen habe ich eigentlich immer noch mehr gelernt als aus Siegen. Und wenn ich Ihnen sage, dass mein Antritt als Ministerpräsident im dritten Anlauf neun Jahre gedauert hat, dann war die Bundesversammlung heute relativ kurz.

Ich möchte hier und nicht nur am Freitag ausdrücklich meinem Amtsvorgänger, Bundespräsident Professor Horst Köhler und seiner Gattin dafür danken, dass sie mit ihrem Auftreten Sympathie und die Herzen vieler vieler Menschen gewonnen haben, mit Engagement für Familien und Kinder, mit Einsatz für Afrika und Aufruf zu Veränderung Maßstäbe gesetzt haben. Horst Köhler wollte Deutschland dienen, und ich bin davon überzeugt, er hat Deutschland gedient. Dafür möchte ich ihm und seiner so überaus erfolgreich engagierten Ehefrau an dieser Stelle, in dieser Bundesversammlung herzlich Danksagen.

Der schönste, der größte Augenblick in unserer Geschichte der Bundesrepublik Deutschland war sicher die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes. Und ich freue mich darauf, dass wir dies gemeinsam in Bremen am 3. Oktober bei Herrn Bürgermeister Böhrnsen werden feiern können.

Das ist für mich besonders bewegend, dass ich im 20. Jahr der Deutschen Einheit zum Bundespräsidenten gewählt wurde, weil ich nunmehr in dieser Position vor allem beitragen möchte zur inneren Zusammenarbeit, zur inneren Einheit unseres Landes und zu einem noch besseren gegenseitigen Verständnis.

Denn das sollte uns als Bundesversammlung doch besonders bewegen, dass wir demokratisch, frei und wiedervereinigt sind und hier in Berlin Tagen wenige Meter von der Mauer, der ehemaligen Mauer, entfernt, die damals durch mutige Menschen zum Einsturz gebracht wurde.

Wir alle, meine sehr verehrten Damen und Herren - ob die Linke, die Sozialdemokraten, die Grünen, die Liberalen, die Christsozialen, die Christdemokraten - wir alle tragen gemeinsam Verantwortung für unser Land, für unser Gemeinwesen, für unsere Demokratie.

Es ist unser Land. Es ist uns anvertraut. Wir wollen es in einem Zustand an kommende Generationen weitergeben, zumindest so gut im Zustand erhalten, wie wir unser Land vorgefunden haben. Wir haben eine gemeinsame Zukunft, die gerade auch in unseren Händen liegt.

Wenn wir auf eine offene, eine vielfältige Landschaft in Deutschland blicken, wenn wir gemeinschaftliches Leben in Frieden, Freiheit und Wohlstand in einem vereinten Europa und einer globalisierten Welt gedeihen lassen wollen, dann brauchen wir alle Menschen in unserem Land - jede und jeden, dort wo er sich einbringen möchte.

Parallelgesellschaften in unserem Land verhindern wir am ehesten dadurch, dass wir aufeinander zugehen und nicht aneinander vorbeireden. Da werde ich sicher einen besonderen Schwerpunkt auch am Freitag vor Ihnen erläutern dürfen.

Deutschland, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist ein wunderbares Land. Das weiß man nicht nur, wenn man nach Deutschland aus Auslandsreisen zurückkehrt. Deutschland ist unsere Heimat. Deutschland hat eine Geschichte, die uns in besonderer Weise verpflichtet vielen gegenüber. Deutschland hat eine Zukunft, die uns aufgegeben ist.

Gott schütze unser Land. Vielen Dank"
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Der Ersatz





http://www.radio-utopie.de/2010/06/30/rochade-mit-ach-und-krach-wulff-wird-surrogat-konig/


Rochade mit Ach und Krach: Wulff wird Surrogat-König

Von Daniel Neun | 30.Juni 2010
Kurz nach 21 Uhr: Christian Wulff (CDU) ist im dritten Wahlgang mit 625 Stimmen zum Bundespräsidenten gewählt worden. 494 Delegierte der Bundesversammlung stimmten für Joachim Gauck, zwei stimmten ungültig, drei für Frank Rennicke (NPD) und 121 stimmten für nichts.
Man könnte vieles im Nachhinein über diese Veranstaltung schreiben. Nachher ist “man” ja immer schlauer. Sie gestatten, dass wir auch da wieder einmal durch den Rost der ehrenwerten Gesellschafter der Gesellschaft fallen. Wir schreiben über sowas lieber vorher. (In Berlin bricht gerade eine Bonner Welt zusammen, 29.Juni)
Man fühlte sich heute beim Beobachten dieser ganzen Lumpen irgendwie wie ein müder Theaterbesucher, der zum hundersten Male Oliver Twist sieht, nur leider ohne Oliver Twist, dafür mit noch mehr Dieben. Fassen wir also nur kurz zusammen, was alle schon wissen. (Die verfassungswidrige Mehrheit von Christian Wulff und der Parteien-Betrug an der Demokratie, 29.06.10)
Nicht nur die Mehrheitsverhältnisse, sogar die Größe und Zusammensetzung der Bundesversammlung wurden durch die verfassungswidrigen 24 Überhangmandate von CDU und CSU massiv verfälscht. Denn laut Artikel 54 der Verfassung müssen in der Bundesversammlung genauso viele Abgesandte der Länder wie Bundestagsabgeordnete sitzen.
Durch die 24 Abgeordneten der “Union” aus CDU und CSU – welche diese Überhangmandate zugesprochen bekamen, obwohl sie nie gewählt wurden – erhöhte sich die Anzahl der Abgeordneten des Bundestages von 598 auf 622. Dadurch wiederum erhöhte sich die Anzahl der Teilnehmer der Bundesversammlung um insgesamt 48 Personen (die Bundestagsabgeordneten und 24 Ländervertreter) auf 1244.
Um 48 Personen.
Der Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim nannte dies einen “schweren demokratischen Makel”, den nicht etwa nur CDU und CSU, sondern auch die SPD und das Bundesverfassungsgericht zu verantworten haben. (1)
Niemand beachtete das. Niemand tut das bis heute.
Es gäbe so viel Schlechtes über dieses heutige Schauspiel noch zu sagen, es würde kein Ende finden. Nur kurz: die SPD sabotierte erfolgreich, bis zum Schluss, einen Erfolg ihres eigenen Kandidaten Joachim Gauck, der nie gewinnen sollte, sondern nur als Placeco gedacht war, um Angela Merkel als geopolitisch unersetzliche Brüsseler Räteregierungschefin und Wissensträgerin weiter auf Kurs Richtung Heiliges (Abend)Land zu halten.
Als Gregor Gysi nach der internen Sitzung seiner Fraktion vor dem 3.Wahlgang vor die Kamera trat und Christian Wulff zum Präsidenten machte, war Joachim Poß (SPD-Inventar und Berufsreaktionär ohne derzeitige Regierungs-Fortbildungsmöglichkeit) anschliessend so erleichtert, dass er Gerd-Joachim von Fallois (Phönix TV, Garderobenständer) fast um den Hals fiel und ihm in das Mikro brüllte, als gäbe irgendeinen Kursanstieg zu feiern. Fallois, von jeher von jeglichen Emotionen irritiert, verwechselte dies mit Empörung. Er wäre, so ist anzunehmen, nicht in drei Leben darauf gekommen, dass es simple Erleichtung war. Weil endlich einmal alles lief wie besprochen, kam Poß kam so in Fahrt, dass durch die Maske fast die roten Bäckchen schimmerten.
Welten trennten dies von einem Anblick, bei dem man fast Angst bekam: Burkhard Hirsch (Liberal und trotzdem noch FDP) beim Lächeln. Als ob sich eine alte Burg verbiegt. Oben auf der Empore sass er, neben Gauck und Familie.
Während Gysi nun im Namen seiner sich enthaltenden Fraktion den elegant wegverabschiedeten potentiellen Muttimörder Christian Wulff zum Surrogat-König ernannte, pöbelte ihn sein Duzfreund Werner Schulz (Bündnis 90/Die Grünen) auf die ganz dumme Tour an. Die Linke, sie hätte sich doch vom SED-Schatten befreien können, rief er, wenn sie Gauck unterstützt hätte.
Dumm nur für Schulz, dass es Gysi daraufhin entfuhr, SPD und Bündnis 90/Die Grünen hätten ja wenigstens ein einziges Mal anrufen können deswegen.
Aber dafür reichte es dann offenbar wohl doch nicht. Schliesslich ging es hier ja bloß um den Bundespräsidenten. Dafür dann auch noch bei der Wowereit-sei-bei-uns-Regierungspartei der Hauptstadt anzurufen, also wissen´se – nä. Ich sach nur: nä, sach ich. Ich Werner, Du böse, ich grün, Du Stasi, komm Gregor, lass uns einen saufen gehn.
Da fällt mir noch ein: Michael Sommer. Sie wissen schon, der dicke Bruder von Dieter Hundt, der ihm immer die Klamotten klaut, bevor er mit Mutti und Schwester beten geht. Wenn der Michael nicht grade mit dem Dieter bei Mutti betteln müßte, dass die endlich verfassungswidrig versuchen soll das Streikrecht einzuschränken, damit nur ja keine echten Gewerkschaften entstehen (2), vielleicht hätte der Vorsitzende des “Deutschen Gewerkschaftsbundes” nach dem 2.Wahlgang nicht ganz so dämlich aus der Wäsche geschaut.
Ständig schien Sommer sich irgendwie nach dem Typen mit der großen Klappe umzugucken, der immer “action” sagt, wenn die Szene noch mal gedreht werden muss, weil die ersten Takes total daneben gingen. Dabei ist er der Typ mit der großen Klappe, der immer “action” sagt, weil alles daneben geht. Und deshalb darf der Michael auch von (immer noch) 6 Millionen Hirntoten bis 2014 weiter Eintrittsgeld für die Filmkulisse DGB kassieren, während er selbst sie in aller Ruhe abreisst (3). Action.
Und so gehen die Jahre ins Land. Es herrscht immer noch Kaderstimmung in den Parteizentralen. Alle haben immer gesagt, was erst heute bekannt wurde.
Das Schachspiel geht weiter.
(…)
03.06.2010 Koch, Köhler, Wulff: Rückzug, Bauernopfer und Rochade der Nomenklatura
14.05.2010 Neues vom Hexer
Quellen:
(1) http://www.neue-oz.de/_archiv/noz_print/interviews/2010/06/20100618-Hans-Herbert-von-Arnim.html
(2) http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tarifeinheit100.html
(3) http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/michael-sommer-geht-in-die-abschiedsrunde/1839504.html