
Was geht ab in BRD?
Volker Wulle
Stuttgart 21
Ich bin weder Wirtschafts- oder Finanzexperte, noch bin ich ein Politprofi, aber die Forderungen der Bahn, was Stuttgart 21 betrifft, fegt mich doch vom Hocker.
Das jetzt lustig weitergebaut wird, war mir schon klar.
Das die Bahn dabei auch noch Blut sehen will, nenne ich unverschämt.
Pro Monat Bauverzögerung darf der eh schon geschröpfte Steuerzahler 56 Millionen Euro blechen, plus 30 Millionen Verzugszinsen.
Lustig ist dabei, dass mein Lieblingssender hr 1 zwar den Weiterbau in den Nachrichten erwähnte, diese Summe allerdings verschweigt.
Getreu nach dem Motto: Wer nicht zuviel weiß, muß sich auch nicht aufregen.
Was hierbei noch aussteht, wäre eine Schuldzuweisung an die Gegner und Demonstranten des Bauvorhabens.
Beim nächsten Aufmucken radikaler Bürger, sollten wir noch ein bischen mehr draufprügeln, weil Gegenwehr unsere Kassen leert.
EHEC
Hoch erfreut bin ich über die Nachricht, dass ich wieder Tomaten, Gurken und Salat in meinem Speiseplan berücksichtigen darf.
Immerhin kostet das Rot- Grünzeug nicht viel, und hält meinen hartz4gestressten Körper noch am Laufen.
Es waren ja die Sprossen.
Dies wird jedenfalls behauptet, solange, bis man neue Übertragungsmöglichkeiten auswürfelt.
Handkäse oder die viel geliebte Currywurst?
Wir haben noch genug Spielraum.
Ich denke dabei eher an afrikanische Flüchtlinge, die eventuell, - aber nur eventuell - ...
Innen wie außen pfui
Die Bundeswehr benötigt Krieger und keine Luschen mehr, die gelangweilt vor sich hinkiffen oder sich abends die Kanne geben.
Die Zivis werden in Zukunft durch eine Armee der Freiwilligen ersetzt, die für ein paar Cent Deutschland wieder erblühen lassen.
Unsere Verantwortung vor dem Vaterland dürfen wir als höchstes Gut ansehen, aufopfernd, kompromisslos im Gehorsam.
Die Rüstungsindustrie sollte sich den Langzeitarbeitslosen einmal annehmen, damit die endlich wieder wissen, wie Arbeit frei machen kann.
Danach können wir sie ja an der Front verheizen, wo immer sich eine Front auch befinden mag.
Das Merkel
Einfach nur peinlich.
Als der ehemalige DDR-treue Hosenanzug seinen Weg aus Mauertrümmer zu uns fand, hatte er sich im Übereifer der Vereinigung einen Winkelriss zugezogen, den wir bis heute noch zu flicken haben.
Und was macht sie heute?
Fähnchen schwenken, hier und dort, weil nur der gewinnen kann, der im richtigen Moment als Falschspieler den Joker aus der Tasche zieht.
CC-Lizenz




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