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Radioaktiver Abfall
@ 2011-06-22 – 18:56:45
Wo bleibt eigentlich der strahlende Müll, den die AKWs tagein, tagaus erzeugen? Landet das alles in der maroden Asse? Nein! Wird alles nach Gorleben gekarrt, um dort oberirdisch (!) gelagert zu werden? Mitnichten! Im neuen Heft von "Bild der Wissenschaft 7/2011" ist auf S. 100 eine Deutschlandkarte abgebildet, aus der hervor geht, wo in Deutschland welcher Strahlendreck auf nicht absehbare Zeit gehortet wird. Ich will die Karte mal aus rechtlichen Gründen (Copyright und so ...) nicht einscannen, aber es dürfte auch völlig ausreichen, die Standorte einfach nur aufzulisten. Nicht gelistet werden unten der Schacht Konrad, die Asse und Morsleben, weil das so genannte "Endlager" sein sollen und kein Mensch genau weiß, was für ein Dreck da mit behördlicher Zustimmung oder auch nicht reingekippt worden ist. Bei den mit "*" gekennzeichneten Orten erfolgt die Lagerung auf dem (ggf. früheren) Kraftwerksgelände.
A ) Schwach- und mittelaktive Abfälle:
- Greifswald *
- Rubenow
- Esenshamm
- Geesthacht
- Gorleben
- Leese
- Berlin
- Ahaus
- Jülich *
- Würgassen *
- Rossendorf
- Ebsdorfergrund
- Biblis *
- Hanau
- Mitterteich
- Ellweiler
- Elm-Derlen
- Karlsruhe *
B ) Hochaktive Abfälle:
- Brunsbüttel *
- Brokdorf *
- Greifswald *
- Unterweser *
- Krümmel *
- Gorleben
- Emsland/ Lingen *
- Ahaus
- Grohnde *
- Jülich *
- Biblis *
- Grafenrheinfeld *
- Obrigheim *
- Phillipsburg *
- Neckarwestheim *
- Gundremmingen *
- Isar *
So lange es keine "Endlager" gibt - und die sind im Grunde genommen geophysikalisch praktisch unmöglich, weil sie den Müll mindestens eine Million Jahre lang hermetisch von der Umwelt abschotten müssen - wird das Zeug eben oberirdisch in "Zwischenlagern" (was für ein Euphemismus!) zusammengebaggert. Da frage ich mich unwillkürlich:
- Wie sicher sind diese "Zwischenlager" bei einem Flugzeugabsturz?
- Wie sicher sind diese "Zwischenlager" bei einer Naturkatastrophe?
- Wie sicher sind diese "Zwischenlager" im Falle eines wie auch immer gearteten Angriffs?
- Wie sicher sind diese "Zwischenlager" im Brandfall?
- Wie sicher sind diese "Zwischenlager", wenn sich keiner mehr darum kümmert oder kümmern kann?
Zur Erinnerung (weil das seitens der Medien mittlerweile gerne verschwiegen wird): Ein Großteil der Verseuchung in Fukushima stammt aus dem Block IV. Dort waren in Abklingbecken ausgelagerte Brennstäbe (also hochaktiver Abfall) ausschlaggebend. Dieser Abfall verursachte eine Explosion mit sich anschließendem Brand und daraus resultierender Verseuchung der Umwelt. Ich denke, wir haben hier auch hinreichend viele, dezentrale und über ganz Deutschland verteilte Lager, die ein ähnliches Schicksal erleiden könnten. Nur wird das in der Atomdebatte gerne verschwiegen.
Zur Ehrenrettung der Atomindustrie muss ich allerdings einräumen, dass praktisch keine andere Technologie existiert, die Störfälle derart minimiert. Aber: Es existiert (vielleicht mit Ausnahme der Biotechnologie) praktisch auch keine andere Technologie, bei der im Falle eines Störfalls mit so gefährlichen Folgen für das Leben auf der Erde über einen so langen Zeitraum zu rechnen ist. Unter diesem Gesichtspunkt reihe ich die Kernenergie in die Gruppe der Technologien ein, die man besser von vornherein niemals hätte anwenden sollen. Insofern ist der in Berlin beschlossene Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg (kann ja schon morgen wieder völlig anders aussehen ...) nur ein halbherziger Kompromiss. Wenn es Frau Merkel wirklich Ernst wäre, dann müsste sie die AKW-Betreiber bspw. dazu verpflichten, ihre Anlagen nur dann betreiben zu dürfen, wenn die ein für eine Million Jahre dauerhaftes Endlagerungskonzept vorlegen können.
Aber das können die nicht. Es geht nur um den schnellen Euro, nur ums Abkassieren. Unsere AKWs erzeugen zehn Prozent unseres Stroms. Und zehn Prozent unserer Stromerzeugung werden exportiert. Honny soit qui mal y pense (ein Schuft wer Böses dabei denkt) und das ist selbstverständlich nur reiner Zufall. OK, irgendwann ist auch der größte und am dicksten absahnende Stromkonzern mal pleite. Und wem bleiben dessen hypergefährliche Abfälle dann erhalten? Uns allen!
A ) Schwach- und mittelaktive Abfälle:
- Greifswald *
- Rubenow
- Esenshamm
- Geesthacht
- Gorleben
- Leese
- Berlin
- Ahaus
- Jülich *
- Würgassen *
- Rossendorf
- Ebsdorfergrund
- Biblis *
- Hanau
- Mitterteich
- Ellweiler
- Elm-Derlen
- Karlsruhe *
B ) Hochaktive Abfälle:
- Brunsbüttel *
- Brokdorf *
- Greifswald *
- Unterweser *
- Krümmel *
- Gorleben
- Emsland/ Lingen *
- Ahaus
- Grohnde *
- Jülich *
- Biblis *
- Grafenrheinfeld *
- Obrigheim *
- Phillipsburg *
- Neckarwestheim *
- Gundremmingen *
- Isar *
So lange es keine "Endlager" gibt - und die sind im Grunde genommen geophysikalisch praktisch unmöglich, weil sie den Müll mindestens eine Million Jahre lang hermetisch von der Umwelt abschotten müssen - wird das Zeug eben oberirdisch in "Zwischenlagern" (was für ein Euphemismus!) zusammengebaggert. Da frage ich mich unwillkürlich:
- Wie sicher sind diese "Zwischenlager" bei einem Flugzeugabsturz?
- Wie sicher sind diese "Zwischenlager" bei einer Naturkatastrophe?
- Wie sicher sind diese "Zwischenlager" im Falle eines wie auch immer gearteten Angriffs?
- Wie sicher sind diese "Zwischenlager" im Brandfall?
- Wie sicher sind diese "Zwischenlager", wenn sich keiner mehr darum kümmert oder kümmern kann?
Zur Erinnerung (weil das seitens der Medien mittlerweile gerne verschwiegen wird): Ein Großteil der Verseuchung in Fukushima stammt aus dem Block IV. Dort waren in Abklingbecken ausgelagerte Brennstäbe (also hochaktiver Abfall) ausschlaggebend. Dieser Abfall verursachte eine Explosion mit sich anschließendem Brand und daraus resultierender Verseuchung der Umwelt. Ich denke, wir haben hier auch hinreichend viele, dezentrale und über ganz Deutschland verteilte Lager, die ein ähnliches Schicksal erleiden könnten. Nur wird das in der Atomdebatte gerne verschwiegen.
Zur Ehrenrettung der Atomindustrie muss ich allerdings einräumen, dass praktisch keine andere Technologie existiert, die Störfälle derart minimiert. Aber: Es existiert (vielleicht mit Ausnahme der Biotechnologie) praktisch auch keine andere Technologie, bei der im Falle eines Störfalls mit so gefährlichen Folgen für das Leben auf der Erde über einen so langen Zeitraum zu rechnen ist. Unter diesem Gesichtspunkt reihe ich die Kernenergie in die Gruppe der Technologien ein, die man besser von vornherein niemals hätte anwenden sollen. Insofern ist der in Berlin beschlossene Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg (kann ja schon morgen wieder völlig anders aussehen ...) nur ein halbherziger Kompromiss. Wenn es Frau Merkel wirklich Ernst wäre, dann müsste sie die AKW-Betreiber bspw. dazu verpflichten, ihre Anlagen nur dann betreiben zu dürfen, wenn die ein für eine Million Jahre dauerhaftes Endlagerungskonzept vorlegen können.
Aber das können die nicht. Es geht nur um den schnellen Euro, nur ums Abkassieren. Unsere AKWs erzeugen zehn Prozent unseres Stroms. Und zehn Prozent unserer Stromerzeugung werden exportiert. Honny soit qui mal y pense (ein Schuft wer Böses dabei denkt) und das ist selbstverständlich nur reiner Zufall. OK, irgendwann ist auch der größte und am dicksten absahnende Stromkonzern mal pleite. Und wem bleiben dessen hypergefährliche Abfälle dann erhalten? Uns allen!




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