"Die Radioaktivität ist bereits im Gestein"
Das Bundesamt für Strahlenschutz hat in einem Bohrloch im Atommülllager Asse Radioaktivität von 240.000 Becquerel Cäsium 137 pro Liter gemessen. Der Wert liegt 24 Mal höher als die erlaubte Freigrenze. Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Initiative "ausgestrahlt" im Gespräch mit NDR.de.NDR.de: 240.000 Becquerel Cäsium 137 pro Liter ist eine enorme Zahl!
Stay: Das zeigt das Ausmaß der Probleme. Die Fässer halten längst nicht mehr dicht, und die Radioaktivität ist bereits im Gestein und in den Laugen. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Fässer werden undicht. Dann besteht die Gefahr, dass die Radioaktivität ins Grundwasser gelangt und die Menschen in der Region bedroht. Deshalb muss der Müll da rausgeholt werden.
Das ganze Interview lesen:
http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/assestay101.html
"Die Hälfte der Information fehlt"
Udo Dettmann vom Asse-Koordinierungskreis kritisierte, dass nicht klar sei, wie viel belastete Lauge tatsächlich angefallen sei: "Die Hälfte der Information fehlt." Dettmann forderte, die Vorarbeiten für die Bergung der Fässer aus der Asse müssten umgehend beginnen. Derzeit schreibe das BfS aber Antrag auf Antrag, während das Niedersächsische Umweltministerium Auflage um Auflage mache. "Die erste Bohrung, geplant für den vergangenen Sommer, hat noch immer nicht stattgefunden."
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http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,757080,00.html





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