Update: Die japanische Regierung hat Fukushima in die höchste Gefahrenstufe wie Tschernobyl eingestuft
Allmählich scheint man in Japan entweder die Dimension der Atomkatastrophe in Fukushima zu realisieren oder bereit zu sein, das Ausmaß zuzugeben, nachdem die Hoffnungen, die Sache doch noch in den Griff zu bekommen, nicht mehr aufrechtzuerhalten sind. Während man zuvor von bis zu 10.000 Terabecquerel pro Stunde
sprach, wurden die von den Reaktoren 1, 2 und 3 ausgehende Strahlung nun auf zwischen 370.000 bis 630.000 Terabecquerel
angegeben. Zunächst wurde nur überlegt, ob das Höhersetzen der Gefahrenstufe notwendig sei, dann kam man aber doch zum Entschluss, dass es wohl nicht zu vermeiden ist, das havarierte AKW in die höchste Gefahrenstufe zu setzen. Allerdings betrage die freigesetzte Radioaktivität nach Angaben der Regierung bislang nur ein Zehntel der Menge, die 1986 in Tschnernobyl abgegeben wurde.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34533/1.htmlSpäte Karriere
Jetzt hat es der strahlende Schrotthaufen in Fukushima doch noch bis nach ganz oben geschafft. Heute wurde der GAU von den Behörden auf die gleiche Stufe gestellt wie der in Tschernobyl im Jahr 1986. Eine reife Leistung nach all Pressekonferenzen und Verlautbarungen in blauen Overalls. Mühsam hat man sich in den letzten Wochen an die Wahrheit des Desasters herangerobbt. Jetzt trägt der Pressesprecher wieder feinen Zwirn und mittlerweile wissen es alle: Man sitzt tief in der Scheiße und die Lage ist nicht unter Kontrolle.Wenn man die Bilder der explodierten Reaktorgebäude bertrachtet kommt diese Einschätzung nicht wirklich überraschend. Erstaunen löst da schon eher aus, mit welchen -wie sich dann immer wieder herausstellte- untauglichen Mitteln die Ingenieure verzweifelt versuchen, der Lage Herr zu werden. Da wurde z. B. Meerwasser auf heiße Reaktoren gekippt um kurz darauf entsetzt fest zu stellen, dass erstens große Mengen verseuchtes Wasser übrig bleiben und man keine Idee hat, wohin damit und zweitens dass beim Verdunsten von Meerwasser eine Salzkruste zurückbleibt, die die Lage insofern verschlimmert, als dass man wegen des Salzpanzers nicht einmal mehr die Reaktortemperatur bestimmen kann. Dass alles sieht mehr nach Verzweiflung als nach Ingenieurskunst aus.
http://www.erlkoenig-blog.de/?p=6126
Wie tödlich ist ein GAU?
4.000 oder 1,4 Mio. Tote als Folge von Tschernobyl?
Die Gesellschaft für Strahlenschutz diskutierte, welche gesundheitlichen und ökologischen Schäden ein Reaktorunfall mit Freisetzung radioaktiven Materials zur Folge hat. Sebastian Pflugbeil der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz stellte klar, dass die radioaktive Verseuchung sich von Fukushima anders ausbreiten wird, als etwa nach Tschernobyl. In Japan brennt es nicht und deshalb werde das radioaktive Material einerseits in einem kleineren Radius von 300 bis 500 km niederkommen und dort auf eine viel höhere Bevölkerungsdichte treffen als es in Tschernobyl der Fall war.





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